John Nicks ist tot: Eiskunstlauf-Legende ist gestorben

John Nicks hat Generationen von Eiskunstläufern geprägt – als Weltmeister und als Coach. Sein Weg zum Erfolg begann mit einem Schlittschuhgeschäft seines Vaters. Der britische Eiskunstlauf-Trainer John Nicks ist nach Angaben des amerikanischen Eiskunstlaufverbands im Alter von 97 Jahren gestorben. Nicks hatte als Coach mehr als 1.200 Athletinnen und Athleten betreut – darunter mehrere Olympiasiegerinnen. Der Verband teilte mit, dass Nicks bereits am Dienstag gestorben sei. Verbands-Geschäftsführer Matt Farrell würdigte ihn in einer Mitteilung: „Die Eislaufgemeinschaft hat mit dem Tod von John Nicks einen großartigen Botschafter verloren.“ Formel 1: Weltmeister Alan Jones nach kurzer Krankheit gestorben Martin Schwalb: Deutsche Handball-Legende an Krebs erkrankt Nicks kam am 22. April 1929 im englischen Brighton zur Welt. Mit neun Jahren begann er mit dem Eislaufen – weil sein Vater in seinem Einzelhandelsgeschäft Schlittschuhe verkaufte. Als Aktiver holte er 1953 gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Jennifer für Großbritannien Gold bei den Weltmeisterschaften im Paarlaufen. Danach beendeten beide ihre Karriere. Mitglied in der Hall of Fame des Eiskunstlaufens Seinen größten Ruhm erlangte Nicks als Trainer. Zu seinen Athletinnen zählten die US-amerikanischen Olympiasiegerinnen Peggy Fleming und Kristi Yamaguchi. Noch im hohen Alter feierte er Erfolge auf der großen Bühne: 2006, da war Nicks 77 Jahre alt, gewann seine Schülerin Sasha Cohen Olympia-Silber, 2014 holte Ashley Wagner mit dem US-Team Bronze. Wagner meldete sich nach seinem Tod auf Instagram zu Wort: „Herr Nicks, Sie waren ein Champion-Macher. Ich werde für die Zeit mit Ihnen für immer dankbar sein.“ Farrell erklärte in der Verbandsmitteilung: „John hat Generationen amerikanischer Eiskunstläufer geprägt, und sein Einfluss reichte weit über die Meister hinaus, die er trainiert hat.“ Im Jahr 2000 wurde Nicks in die weltweite Hall of Fame des Eiskunstlaufens aufgenommen. Den Grund für seine Erfolge sah er vor allem in seinen Athletinnen und Athleten. „Ich weiß nicht, warum, aber ich hatte das Glück, viele sehr talentierte Menschen trainieren zu dürfen“, sagte er einmal im Gespräch mit der „Los Angeles Times“.