DFB-Kader: Effenberg äußert sich zu Füllkrug-Comeback

Der Angreifer von Werder Bremen ist zurück in der deutschen Nationalmannschaft. Stefan Effenberg hat dazu eine klare Meinung – und spricht auch über einen DFB-Neuling. Stefan Effenberg hat die DFB-Rückkehr von Niclas Füllkrug begrüßt: „Alles andere als eine Nominierung hätte mich überrascht und hätte ich auch nicht verstanden“, sagte Effenberg im Gespräch mit t-online. Bundestrainer Jürgen Klopp hatte den zuletzt formstarken Angreifer am Donnerstag für die anstehenden Nations-League-Spiele gegen Serbien (13.11.) und die Niederlande (16.11.) nominiert. Füllkrug stand zuletzt im September 2025 im DFB-Kader. Bayern-Keeper auf der Bank: Klopp legt sich auf Nummer eins fest Stürmer lobt seine Mitspieler: Rückkehrer Füllkrug reagiert auf DFB-Nominierung Unlängst war eine Debatte über ein Comeback des 33-Jährigen in der Nationalelf entstanden. „Niclas Füllkrug ist absolut zu Recht wieder dabei“, betont Effenberg. „Die Zweifel, die zuletzt an ihm aufkamen, habe ich nicht verstanden. Bei der Nationalmannschaft soll und muss schließlich das Leistungsprinzip gelten – und Jürgen Klopp setzt es konsequent durch. Mit zwölf Toren in zehn Pflichtspielen für Werder Bremen hat sich Füllkrug die Nominierung komplett verdient.“ „Klopp belohnt ihn“ Effenberg betont dazu die sehr knappe Personallage im Angriffszentrum: „Wir haben auf der Position kein Überangebot, im Gegenteil. Und wenn dann ein Spieler in aktuell so bestechender Form ist, dann stellt sich da doch keine Frage.“ Auch die Nominierung des erst 17-jährigen Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach befürwortet Effenberg. „Das ist eine große Auszeichnung für ihn. Jürgen Klopp ist offensichtlich beeindruckt von ihm und belohnt ihn damit für seine Leistungen.“ Zuvor hatte Mohya mit drei Treffern und einer Vorlage in den ersten zehn Pflichtspielen auf sich aufmerksam gemacht. „Man sieht in Gladbach, wie frei und unbekümmert er aufspielt, obwohl man gerade unter großem Druck steht“, meint Effenberg. „Das tut einer Mannschaft gut, er ist ein belebendes Element und konnte sich in dieser schwierigen Phase wiederholt auszeichnen“, würdigt er den Mittelfeldspieler. „Und bis zur EM 2028 wird er sich nochmals weiterentwickeln, zumal in diesem Alter.“ Effenberg sieht in der Nominierung von Mohya aber einen größeren Plan von Klopp: „Der Bundestrainer zeigt damit, dass er auch Spieler von kriselnden Klubs berücksichtigt, dass es also auch möglich ist, sich bei einem Abstiegskandidaten in die Nationalmannschaft zu spielen. Das ist ein Signal an die ganze Bundesliga und sollte für viele Spieler ein Anreiz sein.“ Ebenso sollte die Nichtberücksichtigung von Spielern wie Nick Woltemade , Karim Adeyemi oder David Raum von den Betroffenen nicht als Rückschlag gesehen werden. „Sie müssen jetzt die Motivation daraus ziehen, sich dem Bundestrainer künftig weiter aufzudrängen. Denn er hat selbst schon wiederholt betont, dass die Tür nie zu ist – und auch nicht sein darf.“