2. Bundesliga: Hannover stolpert erneut – Bochum bebt in der Nachspielzeit

Die Niedersachsen können an ihren Erfolg vom vergangenen Spieltag nicht anknüpfen – und haben Glück. Der VfL macht es derweil spannend. Dämpfer für Hannover 96 nur eine Woche nach dem ersten Sieg unter Trainer Sandro Wagner in der 2. Bundesliga : Die Niedersachsen stolperten beim 2:2 (0:1) beim 1. FC Heidenheim und hielten recht glücklich ein Unentschieden gegen den Bundesliga-Absteiger. Der 1. FC Magdeburg bleibt dagegen an der Spitzengruppe dran: Der FCM siegte zuhause mit 4:1 (1:0) gegen den FC St. Pauli , überholte damit den VfL Wolfsburg in der Tabelle und ist neuer Tabellenvierter. Dramatisch wurde es in Bochum : Der VfL siegte durch ein Tor in der Nachspielzeit noch mit 3:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC . Schock für Manuel Neuer : Bayern verkündet Diagnose „Jede Grenze überschritten“: Reese-Verlobte zeigt sich schockiert nach Hertha-Spiel 1. FC Heidenheim – Hannover 96 Budu Siwsiwadse (66.) rettete den Heidenheimern in einer munteren zweiten Halbzeit zumindest einen Punkt. Zuvor hatten Stefan Thordarson (55.) und Jean Hugonet (63.) nach dem Führungstreffer von Tim Siersleben (43.) das Spiel vorübergehend gedreht. Im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Sandro Wagner blieb Hannover nach dem 2:1 in der Vorwoche gegen Dynamo Dresden zum fünften Mal sieglos. Hannover war zunächst aktiver und hätte früh durch Husseyn Chakroun in Führung gehen können (12.). Chancen waren danach Mangelware, ehe Heidenheims Torhüter Thomas Dähme einen Schuss von Franz Roggow aus kurzer Distanz großartig parierte (35.). Das 1:0 für Heidenheim fiel danach fast wie aus dem Nichts und nach einem Freistoß, den Hugonet unfreiwillig auf Siersleben verlängerte. Nach der Pause ging es hin und her. Thoradson und Hugenot nutzten innerhalb von acht Minuten die Unaufmerksamkeiten der Heidenheimer. Nach dem schnellen Ausgleich durch Siwsiwadse vergaben auch Chakroun (71.) für Hannover sowie vor allem der eingewechselte Christian Conteh (73., 79.) für Heidenheim beste Chancen zum Sieg. 1. FC Magdeburg – FC St. Pauli Mittelstürmer Mateusz Zukowski (27.) mit einem Traumtor, Anselmo García MacNulty (48.), Herbert Bockhorn (89.) und Roko Simic (90.+1) schossen die Magdeburger zum Erfolg. In den vergangenen sieben Spielen setzte es für das Sander-Team lediglich eine Niederlage. Eric Smith (58.) traf für die Hamburger, bei denen Louis Oppie (82.) in der Schlussphase wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah. In einer intensiven Anfangsphase zeigten sich die Gäste mutig, kamen jedoch nur zu einigen Halbchancen. Die Defensivreihen standen lange sicher, ehe Magdeburg das Tempo erhöhte. Der durchgestartete Pierre Nadjombe (26.) zwang Pauli-Keeper Ben Voll zu einer Glanzparade, ehe Magdeburg die folgende Ecke nutzte. Nach kurzer Ausführung drosch Zukowski den Ball aus 20 Metern unhaltbar ins Netz. Nach der Pause legten die Gastgeber direkt nach. Zunächst prüfte Emmanuel Iyoha (47.) nach einem Konter den aufmerksamen Voll. Infolge des anschließenden Eckballs fand Felipe Chávez den eingelaufenen MacNulty, der den Ball ins Tor grätschte. Nach dieser Drangphase verkürzte plötzlich Smith per Kopf, ebenfalls nach einer Ecke. Kurz vor dem Ende flog Oppie vom Platz, nachdem er Iyoha mit der offenen Sohle getroffen hatte. Dann machten die eingewechselten Bockhorn und Simic alles klar. VfL Bochum – Karlsruher SC Philipp Hofmann ließ die Fans mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) jubeln, zudem war der Angreifer in der 53. Minute erfolgreich. Auch Christian Rasmussen (6.) traf für Bochum. Die Tore von Kevin Wiethaup (8.) und Tim Civeja (50.) von der Mittellinie waren für den KSC am Ende zu wenig. Bochum verbesserte sich durch den dritten Pflichtspielsieg in Serie in der Tabelle auf Rang acht, Karlsruhe rutschte auf Platz 16 ab. Die Fans im Stadion an der Castroper Straße bekamen viel geboten. Rasmussen und Wiethaup legten mit ihren sehenswerten Treffern aus der Distanz in den ersten zehn Minuten einen furiosen Beginn hin. Ein absolutes Highlight folgte dann nach dem Wiederanpfiff. Civeja kam in der eigenen Hälfte an den Ball, machte ein paar Schritte und fasste sich dann aus 51,6 Metern ein Herz – mit seinem Schuss von der Mittellinie düpierte er Keeper Timo Horn im VfL-Tor. Doch die Führung durch den Treffer der Marke „Tor des Jahres“ hielt nicht lange. Doppelpacker Hofmann war gegen seinen Ex-Klub der Schlussakkord vorbehalten.