«Erst mal morgen Kita-Fest» – Struff ohne Familie in London

Kategorie(n): Allgemein

Tennisprofi Jan-Lennard Struff strebt in Wimbledon den erstmaligen Viertelfinaleinzug – ohne seine Familie. Daheim ist erst mal Kita-Fest. Tennisprofi Jan-Lennard Struff spielt am Sonntag im Achtelfinale das bisher größte Wimbledon-Match seiner Karriere – seine Familie hat er jedoch nicht dabei. „Es ist erst mal morgen Kita-Fest“, antwortete der 36-Jährige nach seinem überraschenden Dreisatz-Sieg gegen den russischen Top-Ten-Spieler Daniil Medwedew auf die Frage, ob die Familie für Sonntag nicht anreisen könnte. „Es ist alles gut und alles okay so, wie es ist gerade. Ich freue mich, wenn ich sie wiedersehe. Wir haben jetzt gerade noch gefacetimed, haben ein bisschen gesprochen.“ Die Mama seiner beiden Söhne sei von Sonntag bis Mittwoch da gewesen. „Sie hat das erst Spiel geguckt, das zweite musste sie gleichzeitig in den Flieger einsteigen, zu Hause sind die Kinder“, sagte der Sauerländer. Es sei ja Schule und wegen der Schulpflicht nicht möglich, dass die Familie problemlos unter der Woche in London dabei sei. 2019 und 2022 ist Struff Vater geworden. In der Heimat werden am Sonntag sicher die Daumen gedrückt. Gegen den Polen Hubert Hurkacz möchte der Warsteiner zum ersten Mal in seiner Tennis-Karriere das Viertelfinale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere erreichen. Das ist Struffs Gegner „Er war jetzt, glaube ich, mit einer Knieverletzung ein bisschen raus. Davor war er ein brutal gefährlicher Spieler, vor allem auch auf Rasen“, sagte Struff über seinen kommenden Gegner. Der frühere Top-Ten-Spieler Hurkacz machte sich in Wimbledon einen Namen, als er 2021 ins Halbfinale einzog. Auf dem Weg dorthin besiegte der Pole im Viertelfinale die Schweizer Tennis-Legende Roger Federer – und gewann dabei den letzten, dritten Satz mit 6:0. Es war der letzte Auftritt des achtmaligen Wimbledon-Siegers Federer beim Londoner Rasenklassiker. Struff hat gegen den als starken Aufschläger bekannten Hurkacz zwei Spiele gewonnen und zwei verloren. Der bisher letzte Vergleich ist aber schon mehr als zwei Jahre her. In der Weltrangliste ist Hurkacz auf Platz 96 abgerutscht, Struff belegt Rang 74.

Paraguay gegen Frankreich: So sehen Sie das WM-Achtelfinale live

Kategorie(n): Allgemein

Nach dem Sieg gegen Deutschland steht Paraguay im Achtelfinale. t-online gibt eine Übersicht, wo Sie das Spiel gegen Frankreich live sehen können. Paraguay steht nach dem Coup gegen Deutschland im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft . Dort wartet mit Frankreich nun einer der Turnierfavoriten. Anstoß der Partie ist am Samstag, dem 4. Juli, um 23 Uhr deutscher Zeit im Philadelphia-Stadion. Der Sieger zieht ins WM-Viertelfinale ein. Alle Partien: Spielplan der WM 2026 WM-Modus: So funktioniert die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Wo wird Paraguay gegen Frankreich übertragen? Das Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich wird am Samstag live im ZDF übertragen. Zudem zeigt MagentaTV die Partie live im TV und Stream. Für die Übertragung bei MagentaTV ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Gibt es einen Liveticker? Ja. t-online bietet zu allen Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 einen Liveticker an – selbstverständlich auch zum Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich. Dort finden Sie außerdem weitere Informationen rund um die Partie und alle weiteren Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft.

Das spricht für und gegen einen Verbleib von Völler beim DFB

Kategorie(n): Allgemein

Alle lieben Rudi Völler. Das war schon immer so im deutschen Fußball. Doch jetzt stellt sich die Frage, ob der Ex-Weltmeister und Ex-Teamchef auch zum Ex-Sportdirektor werden sollte. Mit einem Daumen hoch verließ Rudi Völler die DFB-Zentrale. Der Schnappschuss nach dem Krisengespräch in Frankfurt ist mittlerweile ein Symbolbild der aktuellen Lage des DFB-Sportdirektors nach dem blamablen WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft. Alles in Ordnung, wird schon, könnte es signalisieren. Aber ist dem wirklich so? Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer gegangen. Geschäftsführer Andreas Rettig lässt seinen Vertrag zum Jahresende ausklingen. Und was wird aus Völler? Dem dritten im Bunde der gescheiterten Sportlichen Leitung. Braucht man den ewigen Rudi noch beim DFB? Gerade, wenn die Bundestrainer-Wunschlösung mit Jürgen Klopp dann fix ist. Es gibt ein Für und Wider. Das spricht für Rudi Völler als DFB-Sportdirektor Immer mit der Ruhe. Wer jetzt die Ablösung von Völler fordert, übersieht die Kernkompetenzen des 66-Jährigen. Und die haben schon seit Jahrzehnten dem DFB als Verband und dem deutschen Fußball insgesamt in verschiedenen Funktionen geholfen. Natürlich hielt der einstige Mittelstürmer, als solcher Weltmeister 1990, immer felsenfest zu Nagelsmann. Er hat auch alle Entscheidungen mitgetragen, so kontrovers sie auch sein mochten. Aber der Blick muss jetzt nur nach vorne gehen. Und da stellt sich die Frage: Was kann Völler dem deutschen Fußball noch geben. Die Antwort: sehr viel. Gemeinsam mit Ligapräsident Hans-Joachim Watzke hat Völler den schnellen Draht zu Klopp gelegt. Sein Netzwerk ist ohnehin einzigartig. Oder kennt jemand irgendjemanden, der den Rudi nicht leiden kann? Das ist nur ein Argument. In den Verband hinein hat der einstige Teamchef, den jung und alt noch heute mit dem 2002 entstandenen Gassenhauer „Es gibt nur ein“ Rudi Völler“ besingen, einen großen Rückhalt. Er kommt einfach an bei den Funktionären, kann dort für Verständnis und Zusammenhalt sorgen. Auch darauf wird es ankommen, in den nächsten Monaten, wenn es nicht nur um Reformen, sondern auch um Geld und Posten geht. Warum soll die Zusammenarbeit mit Klopp nicht auch funktionieren? Zwei erwachsene Männer, fast die gleiche Generation und beide absolute Vollprofis. Die werden schon ein Zweckbündnis bilden. Und wenn es doch nicht geht? Dann ist halt in zwei Jahren Schluss, dann läuft der Vertrag aus. Die Abfindung kann sich der DFB sparen. Das spricht gegen Rudi Völler als DFB-Sportdirektor Ganz ehrlich. Die Zeit von Völler ist vorbei. Wenn jetzt der unabwendbare Neustart gelingen soll, kann man doch nicht in führender Position mit einem maßgeblichen Protagonisten der Vergangenheit weiter machen. Die alten Gesichter haben ausgedient. So funktioniert der Profi-Fußball. Wer, wenn nicht Völler, steht für das System Nagelsmann, das krachend gescheitert ist. Die öffentlich zur Schau gestellte Vater-Sohn-Beziehung war anrührend. Aber sie war auch zu sentimental. Jede Maßnahme wurde gutgeheißen, hingenommen. Wider besseres Wissen oder aus Überzeugung? Egal. Die Verdienste Völlers um den deutschen Fußball sind unbestritten. Sie bleiben auch – für immer. Keine Sorge. Auch in Zukunft werden alle den Gassenhauer „Es gibt nur ein“ Rudi Völler“ trällern, wenn Völler auftaucht. Doch jetzt müssen junge Kräfte ran. Klopp wird als Bundestrainer ziemlich sicher kommen. Ein Duo, 66 (Völler) und 59 (Klopp) Jahre alt, soll für Aufbruch stehen? Das haben die Fans nach dieser WM nicht verdient. Wandel braucht frische Ideen, neue Perspektiven – und auch eine gute Portion Internationalität. Das Fußball-Ausland spielt in anderen Dimensionen. Und es gibt ja junge Leute, die bereit wären. Per Mertesacker (41) wird oft genannt, er hat die Jugendakademie von Englands Meister FC Arsenal geführt. Wie sollen die Weltmeister von 2014 Verantwortung übernehmen, wenn man sie nicht lässt. Auch Klopp könnte als Bundestrainer einen Input gebrauchen, der eine jüngere Perspektive einnimmt.

Internationale Pressestimmen zum Argentinien-Sieg über Kap Verde | WM

Kategorie(n): Allgemein

Fußball-Zwerg Kap Verde hat Weltmeister Argentinien und Lionel Messi in einem denkwürdigen Sechzehntelfinale am Rande des Ausscheidens. Der Weltmeister wackelte, aber er fiel nicht: Argentinien hat die wohl größte Blamage der WM-Geschichte nur mit größter Mühe verhindert – und Kap Verdes Märchen dramatisch beendet. Der Außenseiter zerrte den Favoriten in die Verlängerung, kam in dieser nach einem Gegentreffer erneut zurück. Erst das dritte Tor erlöste die Argentinier schließlich, sie setzten sich mit 3:2 durch. Die internationale Presse feiert Kap Verde dennoch. Argentinien Clarín: „Argentinien besiegt Kap Verde in einem Spiel voller Qual und steht im Achtelfinale.“ La Nación: „Triumph und Erleichterung. Argentinien gewinnt ein Spiel, das sie fast die Weltmeisterschaft gekostet hätte. Ein hart erkämpftes 3:2 gegen Kap Verde brachte Erleichterung in der Hölle von Miami.“ Olé: „Unglaublich und nervenaufreibend: Argentinien gewinnt in der Verlängerung 3:2 gegen Kap Verde und steht im Achtelfinale.“ England The Guardian: „Kap Verde droht mit einer Sensation, bevor Argentinien in einem WM-Klassiker die Herzen der Fans bricht.“ The Independent: „Die denkbar beste Rechtfertigung für eine Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften. Kap Verde gab sich nicht mit der Situation zufrieden und versuchte nicht, den Gegner zu frustrieren. Sie kämpften bis zum Schluss, erzielten zwei fantastische Tore und hätten den Titelverteidiger beinahe gedemütigt.“ The Sun: „Deroy Duartes Treffer in der 59. Minute war schon atemberaubend, aber Sidny Cabrals Tor in der Verlängerung wird als einer der größten Momente der WM-Geschichte in die Annalen eingehen.“ Spanien Marca: „Die Verlängerung bewahrt Argentinien vor einem WM-Wunder von Kap Verde.“ AS: „Kap Verde treibt Messis Argentinien bis an die Grenze des Leidens.“ Mundo Deportivo: „Argentinien wird im Achtelfinale gegen Ägypten spielen, aber Kap Verde hat es geschafft, als Überraschungsmannschaft dieses Turniers zu gelten. Fast hätte es einen Stern verdient. Einen blauen. Wie sein Trikot. Den Stern der Nationalmannschaft, die bei ihrem WM-Debüt die Welt hat erzittern lassen.“ Sport: „Argentinien musste bis in die Verlängerung leiden, um den härtesten Neuling dieser Weltmeisterschaft zu bezwingen – einen Gegner, der zweimal ausglich und erst durch die Standard-Abteilung des Titelverteidigers zu Fall gebracht wurde.“ Italien Gazzetta dello Sport: „Hässliches Argentinien! Wie beängstigend. Argentinien gewann 3:2 nach Verlängerung, doch es war eine furchteinflößende Leistung gegen die Kapverden, die ein außergewöhnliches Spiel ablieferten, nie aufgaben, stets erhobenen Hauptes spielten und den Ball nie aus der Hand gaben.“ Corriere dello Sport: „Argentinien erreicht das Achtelfinale, aber was für ein Kampf! Kap Verde steht kurz vor dem Triumph, als ein Eigentor in der Verlängerung die Partie entscheidet.“ Frankreich L’Équipe: „Der reine Wahnsinn. Argentinien ringt ein heldenhaftes Kap Verde nach Verlängerung nieder und zieht ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft ein.“ USA CBS: „Argentinien übersteht Schreckmoment: Die Titelverteidiger wurden vom Überraschungsteam des Turniers bis an ihre Grenzen gefordert.“ USA Today: „Ein absoluter Klassiker! Lionel Messi und Titelverteidiger Argentinien entgingen nur knapp der größten Überraschung in der Geschichte der Weltmeisterschaft.“

Jürgen K. in New York: Die deutsche Fußball-Dublette

Kategorie(n): Allgemein

Zum zweiten Mal soll ein Jürgen K. den deutschen Fußball retten. Und zum zweiten Mal ist New York ein entscheidender Schauplatz. Eine Erinnerung an die Vorzeit zum Sommermärchen. Geschichte wiederholt sich nicht. Auch nicht im Fußball. Aber ein Detail der jüngsten Bundestrainer-Saga um die Nachfolge von Julian Nagelsmann weckt besondere Erinnerungen. Denn wieder geht es um einen Jürgen K. und wieder spielt ein Hauptakt in New York. Während Jürgen Klopp in seiner Tätigkeit als WM-Experte für MagentaTV und als Top-Kandidat auf den DFB-Job aus Big Apple grüßt, wurde die Weltmetropole am Hudson River auch 2004 zum Schauplatz der Bundestrainer-Frage. Jürgen Klinsmann flog damals aus Los Angeles ein. Der damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und der Generalsekretär Horst R. Schmidt kamen aus Frankfurt. Man traf sich sozusagen auf halbem Weg. DFB-Delegation flog ein Eingefädelt hatte das Treffen Ex-Bundestrainer Berti Vogts . Über fünf Stunden habe mein ein konstruktives und offenes Gespräch geführt, berichtete Klinsmann. Kurz darauf übernahm er die Verantwortung für die Fußball-Nationalmannschaft. Der deutsche Fußball lag auch damals am Boden. Rudi Völler hatte als Teamchef nach dem EM-Aus in der Gruppenphase gekündigt. Zwei Jahre vor der Heim-WM 2006 war die Not groß und Klinsmann wurde zum großen Erneuerer und Retter. Das Sommermärchen wurde zum riesigen Erfolg – mit einem Ausgangspunkt in New York.

Kanada gegen Marokko: Historisches WM-Achtelfinale nicht im Free-TV

Kategorie(n): Allgemein

Zum ersten Mal in der Geschichte steht Kanada im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft. t-online gibt eine Übersicht, wo Sie das Duell live sehen können. Als Co-Gastgeber der WM 2026 tritt Kanada erneut in den USA an – diesmal in Houston. Für die Kanadier ist es ein historischer Moment: Noch nie zuvor hatte die Nationalmannschaft eine WM-Runde der letzten 16 erreicht. Marokko hingegen ist kein Unbekannter auf dieser Bühne. Bei der WM 2022 in Katar schrieben die Nordafrikaner Geschichte, zogen bis ins Halbfinale ein und belegten am Ende den vierten Platz. Auch in diesem Jahr zählt Marokko zum Favoritenkreis. Wo wird das Spiel übertragen? Das Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko findet am Samstag um 19 Uhr deutscher Zeit im Houston-Stadion statt. MagentaTV überträgt die Partie live im TV und Stream. Hierfür ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Eine Übertragung im frei empfangbaren TV ist nicht vorgesehen. Gibt es einen Liveticker? Ja. t-online begleitet alle Spiele der WM 2026 mit einem Liveticker – so auch das Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko. Den Ticker finden Sie am Spieltag bei t-online. Hier gelangen Sie zur Übersicht. Weitere Informationen rund um die Weltmeisterschaft finden Sie am Spieltag bei t-online.

Messi-Schreck Cabral spielte mit Köln in Deutschlands 3. Liga | WM 2026

Kategorie(n): Allgemein

Kap Verde hat den Weltmeister am Rande des Ausscheidens. Das liegt auch an einem Außenverteidiger mit einem bemerkenswerten Karriereverlauf. Am Ende eines an Spannung kaum zu überbietenden Spiels setzte sich Argentinien in der Verlängerung mit 3:2 gegen Kap Verde durch. Allein die Tatsache, dass der Außenseiter den Weltmeister in die Verlängerung zerrte, kam einer Sensation gleich. Auch in den zusätzlichen 30 Minuten kämpften die Afrikaner leidenschaftlich – und trafen in Person von Sidny Lopes Cabral herrlich. Es lief die 103. Minute, als der Linksverteidiger links in den argentinischen Strafraum dribbelte und von der Sechzehnerkante abzog. Schlussmann Emiliano Martínez streckte sich vergebens, der Ball schlug oben rechts im Winkel ein. Ein Traumtor, der 2:2-Ausgleich, gegen den Weltmeister – nur logisch, dass der Jubel bei Cabral keine Grenzen kannte. Seine Mitspieler scheiterten ebenso wie Argentiniens Verteidiger wenige Sekunden zuvor daran, den Linksverteidiger zu halten. Er stürmte auf die Tribüne, jubelte dort inmitten der Fans mit einer Frau. „Das Größte, was ich je erlebt habe“: Ägypten-Star Salah weint nach historischem Spiel Möglicher Nachfolger von Nagelsmann: Klopp gibt Einblick in Gespräche mit dem DFB Während noch unklar ist, mit wem genau der Torschütze seinen bemerkenswerten Treffer da gefeiert hat, steht etwas anderes außer Frage: Cabrals Weg auf diese ganz große Bühne ist kein gewöhnlicher. In diesem Sommer wechselt er zwar vom portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon zum türkischen Erstligisten Trabzonspor, doch vor gar nicht allzu langer Zeit spielte er noch in den Niederungen des deutschen Fußballs. Von Februar 2022 bis Januar 2022 lief Cabral für den Rot-Weiß Erfurt auf, stieg mit diesem aus der fünftklassigen Oberliga in die viertklassige Regionalliga auf. Es folgten anderthalb Jahre bei Viktoria Köln – mit dem Klub vom Rhein trat er in der 3. Liga an. Im Sommer 2025 wechselte der Linksverteidiger nach Portugal, wo seine Karriere so richtig Fahrt aufnahm. Binnen weniger Jahre ist aus dem Amateurfußballer ein Messi-Schreck geworden – zumindest für ein paar Minuten. In Erfurt hat Cabral Müllsäcke als Vorhänge genutzt Es ist eine Entwicklung, die vor vier Jahren nicht abzusehen war. „Ich habe die ersten sechs Monate jeden Tag geweint. Jeden Tag“, erinnerte sich Cabral kürzlich im Gespräch mit der „SZ“ an seine Anfangszeit in Deutschland. „Mein erstes Training war im Winter, es regnete, es schneite, und ich musste in kurzer Hose, einem T-Shirt und einer Regenjacke trainieren. Ich habe so gefroren, dass ich dachte, ich würde krank.“ Rund 1.000 Euro im Monat habe er in Erfurt verdient. „Meine Wohnung war leer. Ich hatte keine Möbel, als Vorhänge habe ich Müllsäcke benutzen müssen. Ich wollte wirklich nach Hause“, blickte Cabral zurück. Ans Aufgeben aber hat er nie gedacht. Es hat sich ausgezahlt. Trotz des dramatischen Ausscheidens gegen Argentinien zählen Kap Verde und Cabral zu den ganz großen Überraschungen dieser WM .

Das sagt Klopp: über den DFB, Red Bull und deutschen Fußball

Kategorie(n): Allgemein

Auf diese Aussagen haben viele gehofft. Jürgen Klopp möchte den Bundestrainer-Job. Doch der Wunschkandidat spricht auch über die Hindernisse, die es noch gibt. Nur ein Thema spart er aus. Braun gebrannt. Das Mikrofon in einer Hand, die andere Hand lässig in der Hosentasche. Fest in der Stimme. Im Hintergrund die Wolkenkratzer von New York. So spricht Deutschlands Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp kurz vor Mitternacht bei seinem Sommer-Arbeitgeber MagentaTV. Am Ende eines aufregenden Fußball-Tages, der mit dem Rücktritt von Julian Nagelsmann begann, geht es natürlich um die Bundestrainer-Frage. Was Klopp zu sagen hat, kann den vom WM-Aus so enttäuschten Fans Hoffnung machen. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagt der 59-Jährige. Doch eine Einschränkung gibt es. Schnell werde es nicht gehen, mit der großen Wunschlösung für den vakanten DFB-Posten macht der Head of Global Soccer von Red Bull deutlich. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“. Was sagt Klopp sonst und was steckt hinter seinen Aussagen? Jürgen Klopp und die Verhandlungen mit dem DFB Klopp holt erstmal aus. Schildert das Elfmeterschießen gegen Paraguay und macht klar, hätte Deutschland gewonnen, würde man jetzt nicht über ihn als großen Hoffnungsträger sprechen. Fußball kann gemein sein. „Aber jetzt sind die Dinge, wie sie sind. Julian ist zurückgetreten und der DFB kümmert sich um eine Nachfolgeregelung und ist in dem Zuge dieser Gedanken, die sie sich gemacht haben, auf mich zugekommen“, bestätigt der 59-Jährige. Ein Selbstläufer werden die Verhandlungen mit dem Verband um DFB-Präsident Bernd Neuendorf nicht. Das macht Klopp klar. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil es natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagt er. Das soll heißen: Klopp fordert maximalen Einfluss und Gestaltungsspielraum. Er will nicht in die Mühlen des Verbandes geraten. Jürgen Klinsmann nannte das 2004, als er zum Retter auserkoren war, seine „Carte blanche“. Als Bundestrainer braucht man die Macht, die Dinge nach seinem Willen zu verändern. Seinen guten Ruf will Klopp nicht aufs Spiel setzen. Jürgen Klopp und die Verhandlungen mit Red Bull Klopp verhandelt an zwei Fronten. Er muss auch beim Getränkeriesen Red Bull seine bis 2029 datierte Anstellung loswerden. Und zwar gesichtswahrend für alle Seiten. Mit dem dortigen Boss Oliver Mintzlaff gab es auch schon Kontakt. „Es ist ja schwierig, Gesprächen vorzugreifen, aber wir haben natürlich auch schon Dinge angetextet und dementsprechend gehe ich da nicht von aus“, sagte er zu möglichen Trennungsproblemen. Er halte Verträge „normalerweise super gerne“ ein, sagt Klopp. Diese Ausführungen belegen, wie gerne er Bundestrainer werden möchte. Mintzlaff wird moralisch in die Pflicht genommen. Es geht um Fußball-Deutschland. Es werde schon eine Lösung geben, lässt er anklingen. „Weil ich weiß, dass ihm der deutsche Fußball auch am Herzen liegt und er dementsprechend sehr offen ist für diese Gespräche. Aber geführt werden müssen sie ja trotzdem“, sagt Klopp. Jürgen Klopp zur Lage des deutschen Fußballs Johannes B. Kerner fragt in dem Interview nach den Aussichten bis zur EM 2028. Immer langsam, mahnt Klopp. „Also ich finde, es ist ja, wenn man so will, noch ein bisschen ein ungelegtes Ei. Es ist vollkommen klar, wie ich eben schon gesagt habe, es liegt nicht nur am Cheftrainer, ganz bestimmt nicht“, bremst er ein. Soll heißen: Handauflegen wird nicht reichen. Und wenn es nicht klappt, ist er nicht daran schuld. Denn: „Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern“, macht Klopp klar. Wenn man ihn haben will, dann soll man sich bemühen. Ansonsten muss ein anderer ran. „Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind“, sagt Klopp. Das sagt Jürgen Klopp über sich und seine Motivation Mit zwei Dingen will Klopp aufräumen. Die Erschöpfung, die er nach den aufreibenden Jahren beim FC Liverpool spürte, ist weg. Die Batterien sind aufgeladen. Und der Job bei Red Bull, das ist keine Alibi-Beschäftigung. „Ich bin da bereits 19 Monate dabei, die Öffentlichkeit möglicherweise fragt sich bis heute, was macht er da eigentlich ganz genau. Aber es war eine sehr intensive Zeit“, sagt er. Achtung: Er spricht hier schon in der Vergangenheit. Es WAR eine sehr intensive Zeit. Die WM hat jedenfalls neue Lust auf Spitzenfußball geweckt. „Und es ist jetzt natürlich wie eine Fortbildung. Also wie auch immer es für mich weitergeht: blöder werde ich nach dieser Weltmeisterschaft sicher nicht sein. Ich werde einiges dazugelernt haben wieder und das ist natürlich auch notwendig“, sagte er. Darüber spricht Klopp nicht Ein Thema bleibt außen vor. Dabei ist es maßgeblich: das Geld. Red Bull wird ihn nicht für lau ziehen lassen, selbst wenn es ein Gentlemen-Agreement geben sollte. Und der DFB kann nicht endlos zahlen. Der Abschied von Nagelsmann war auch schon teuer und die WM war ein Verlustgeschäft in Millionenhöhe. Auch deshalb werden die Verhandlungen eines brauchen: Zeit.

Argentinien entgeht der Blamage gegen Kap Verde nur knapp | WM 2026

Kategorie(n): Allgemein

WM-Neuling Kap Verde liefert dem Weltmeister im Sechzehntelfinale einen großen Kampf. Am Ende bleibt die große Sensation aus, weil Argentinien spät zurückschlägt. Argentinien hat sich im Sechzehntelfinale der WM 2026 mit 3:2 nach Verlängerung (2:2, 1:1, 1:0) gegen Kap Verde durchgesetzt und damit gerade noch so eine Blamage verhindert. Lionel Messi hatte den amtierenden Weltmeister mit seinem siebten Turniertreffer in Führung gebracht (29. Minute), Deroy Duarte gelang der sensationelle Ausgleich für den Außenseiter (59.). In der Verlängerung schoss Lisandro Martínez Argentinien erneut in Führung (93.), Sidny Lopes Cabral glich mit einem sehenswerten Treffer aus (103.). Das letzte Wort hatte schließlich Cristian Romero, der Argentinien zum Sieg köpfte (111.). Für Kap Verde, das zum ersten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde dabei war, endet die bemerkenswerte Reise. Während der Gruppenphase waren die Afrikaner ohne Niederlage geblieben, landeten hinter Spanien auf dem zweiten Platz. Argentinien wiederum zieht durch den Sieg ins Achtelfinale ein. Am Dienstag wartet in Atlanta Ägypten (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online). So lief das Spiel Der Außenseiter Kap Verde wuchs auch in dieser Partie über sich hinaus. Genau so, wie das Team des kleinen Inselstaats in der Vorrunde schon die Ex-Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) getriezt hatte, spielte es auch diesmal: mit einem massiven Verteidigungsring vor dem eigenen Strafraum. Häufig konnte sich Messi dem nur entziehen, indem er sich auf die rechte Seite oder ins Mittelfeld fallen ließ. Doch auch wenn er da an den Ball kam, stürzten sich sofort zwei „Blaue Haie“ auf ihn. Wie groß das Selbstvertrauen Kap Verdes nach einer Gruppenphase ohne Niederlage war, demonstrierte Torwart Vozinha in der 7. Minute: Da ging der 40-Jährige im eigenen Strafraum erfolgreich gegen Lautaro Martínez ins Dribbling. Doch gegen Messi verflog auch dieser Zauber irgendwann – zumindest zunächst. In der ersten Aktion nach der ersten Trinkpause traf der 39-Jährige in einer sehenswerten Abfolge von Ballannahme und Abschluss. Lisandro Martínez hatte Kap Verdes Abwehr zuvor mit einem langen Ball in den Strafraum überspielt. Was danach passierte, kannte man im bisherigen Turnierverlauf noch nicht: Denn das sehr erfahrene und sehr eingespielte argentinische Team ließ die Spielkontrolle zunehmend schleifen. Eigentlich haben Messi und Co. ein gutes Gefühl für den Rhythmus einer Partie. Doch diesmal übertrieb man es mit der Zurückhaltung. Es dauerte zwar etwas, bis Kap Verde das auch wirklich ausnutzen konnte. Die erste halbwegs gefährliche Chance gab es in der 53. Minute durch einen Fernschuss von Deroy Duarte. Doch der Außenseiter schaffte es bis zum Ausgleich, das Spiel Meter für Meter in die argentinische Hälfte zu verschieben. Der Weltmeister reagierte sofort auf diesen Schock. Die fast 50.000 argentinischen Fans wurden wieder lauter. Trainer Lionel Scaloni wechselte die beiden Offensivspieler Julian Alvarez und Nicolás González ein. Und dann begann so etwas wie ein Privatduell zwischen dem 39-jährigen Messi und dem 40-jährigen Vozinha: In der 63. Minute scheiterte Argentiniens Kapitän völlig frei vor Kap Verdes Torwart. Zehn Minuten später parierte der auch einen Freistoß des Superstars (73.) – und in der Nachspielzeit gleich den nächsten (90.+5). Argentiniens Druck wurde immer größer. Doch Kap Verdes Abwehr bekam auch immer wieder noch ein Bein dazwischen. Pico Lopes hätte so beinahe ein Eigentor erzielt (81.). In der Verlängerung passierte dann das, was aus Sicht des Außenseiters eigentlich nicht passieren durfte: ein frühes Gegentor. Man-United-Profi Martínez jagte den Ball nach einem Eckball von Messi und einer Kopfballverlängerung von Alexis Mac Allister unter die Torlatte. Der erneute Ausgleich war noch sehenswerter: Der 23-jährige Sidny von Trabzonspor schlenzte den Ball in den oberen rechten Torwinkel – und lief danach zum Jubeln bis auf die Tribüne. Argentinien drängte, das Elfmeterschießen schon vor den Augen, ehe Messis Eckball von Cristian Romero ins Tor verlängert wurde. Das Zittern ging aber noch weiter, auf der Gegenseite rettete Weltmeister-Keeper Emiliano Martínez die Führung – und den Sieg (117.).

Neuer Trainer für Cristiano Ronaldo – Ange Postecoglou zu Al-Nassr

Kategorie(n): Allgemein

Al-Nassr verpflichtet einen Trainer, der auf reichlich Erfolge in seiner Karriere verweisen kann. Er blickt aber auch auf eine schwere Phase zurück. Der saudi-arabische Fußballklub Al-Nassr hat den australischen Trainer Ange Postecoglou verpflichtet. Der 60-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag und übernimmt damit auch die Betreuung von Cristiano Ronaldo . Postecoglou tritt die Nachfolge von Jorge Jesus an. Ronaldos Landsmann hatte den Klub nach nur einem Jahr wieder verlassen – trotz des Meistertitels. Medienberichten zufolge war auch Portugals Nationaltrainer Robert Martínez als möglicher Nachfolger im Gespräch. Martínez wies die Spekulationen zurück. Von September bis Oktober des vergangenen Jahres trainierte Postecoglou Nottingham Forest. Nach acht Spielen ohne Sieg trennten sich die Wege. Zuvor hatte er mit Tottenham Hotspur die Europa League gewonnen. Große Erfolge hat der Coach auch auf seinen vorherigen Stationen gefeiert: Er gewann in Schottland, Japan und Australien Titel. Ronaldo steht mit Portugal bei der Fußball-WM im Achtelfinale. Sein Vertrag bei Al-Nassr läuft bis Sommer 2027.