Internationale Pressestimmen zum „irren“ Argentinien-Sieg über Ägypten | WM

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0:2 zurückgelegen nach einem verschossenen Messi-Elfmeter. Doch dann führt der Superstar mit Wut im Bauch und brachialer Entschlossenheit Argentinien zum Sieg. Die Presse verneigt sich. Titelverteidiger Argentinien steht nach dem nächsten K.-o.-Drama im Viertelfinale der WM 2026 . Nach einem 0:2-Rückstand gewinnt die „Albiceleste“ 3:2 gegen Ägypten . Angetrieben von Kapitän und Superstar Lionel Messi nach dessen verschossenem Elfmeter retten sich die Argentinier auch nach einer Vorlage und dem 21. WM-Treffer Messis in die nächste Runde der Fußball-Weltmeisterschaft . Während Ägypten schwere Vorwürfe nach der Elfmeter-Szene erhebt , huldigen die internationalen Medien nach dem Spektakel gegen die Pharaonen dem Superstar aus Argentinien. Pressestimmen aus Argentinien nach dem WM-Achtelfinale „La Nación“: „Das Herz eines Champions. Argentinien stand kurz vor der Niederlage, doch Messi rettete die Mannschaft und drehte ein unglaubliches Spiel: Auf ins Viertelfinale!“ „Clarín“: „Heroische Aufholjagd der Scaloneta. Die argentinische Nationalmannschaft mit Lionel Messi schreibt weiterhin Geschichte.“ „Diario Popular“: „Argentinien hat mit Kampfgeist und Herzblut das Spiel gegen Ägypten gedreht und sich für das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert.“ „La Capital“: Argentiniens Nationalmannschaft erringt im Achtelfinale einen vibrierenden Triumph gegen Ägypten. Sie stand kurz vor dem Ausscheiden.“ „Pagina12“: „Ab ins Viertelfinale!“ Presse in Spanien huldigt Messi nach verrücktem WM-Achtelfinale „Mundo deportivo“: „Messi pharaonisch. Leo Messi führte die Aufholjagd bei der Weltmeisterschaft an – die Aufholjagd seines Lebens, die es Argentinien ermöglichte, sich unter den acht besten Mannschaften der Welt zu qualifizieren.“ „Sport“: „Argentinien liefert eine historische Aufholjagd gegen Ägypten und zieht ins Viertelfinale ein.“ „As“: „Gott ist auferstanden. Eine epische Aufholjagd innerhalb von 11 Minuten ermöglicht es, einen 0:2-Rückstand gegen Argentinien aufzuholen, und hält Messi im Rennen, der mit einer Vorlage und dem Ausgleichstreffer zum Erfolg beitrug. Enzo erzielte in der 92. Minute den Siegtreffer.“ Frankreichs Presse feiert Argentiniens Wunder bei der WM „L“Équipe“: „Das argentinische Wunder. (…) Argentinien stand kurz vor dem Ausscheiden, fand aber endlich die Kraft, das Spiel zu drehen.“ „Le Parisien“: „Messi erweckt die Albiceleste zum Leben.“ Pressestimmen in der Schweiz sehen Messi-Show und Drama „Blick“: „Messi und Co entgehen WM-Out haarscharf – dann fließen Tränen. Der Titelverteidiger wankt – aber fällt nicht.“ „Tagesanzeiger“: „Spätes Drama und Messi-Show: Argentinien dreht verrückte Partie.“ England schreibt von einem der besten WM-Comebacks „Daily Mail“: „Lionel Messi bricht in Tränen aus, als der Weltmeister ein großartiges Comeback bei der Weltmeisterschaft schafft.“ „Guardian“: „Lionel Messi, der sonst so oft ein Musterbeispiel für kühle Gelassenheit ist, weint vor Freude. Sein verschossener Elfmeter hätte Argentinien teuer zu stehen kommen können. Stattdessen sorgten seine Vorlage und sein Tor innerhalb von vier Minuten und 18 Sekunden dafür, dass seine Mannschaft wieder ausgleichen konnte, bevor Enzo Fernández in der Nachspielzeit den Sieg sicherte. Argentinien jubelt in einer Mischung aus Freude und Erleichterung.“ „The Sun“: „Lionel Messi bricht in Tränen aus, als Argentinien mit einem der besten Comebacks der WM-Geschichte die Herzen der Ägypter bricht.“ Österreichs Medien feiern „irres Finish“ „Krone“: „Von 0:2 auf 3:2! Irres Finish rettet Argentinien.“ Italien sieht „echte WM-Aufholjagd“ „Gazzetta dello Sport“: „Argentinien – das ist eine echte WM-Aufholjagd!“ „La Repubblica“: „Messi, verschossener Elfmeter, Vorlage, Tor und Tränen: Argentinien dreht das Spiel gegen Ägypten und gewinnt 3:2.“

Rudi Völler spricht über die Abfindung von Julian Nagelsmann | WM 2026

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DFB-Sportdirektor Rudi Völler verteidigt Julian Nagelsmann gegen überzogene Kritik, benennt aber konkrete Fehler des zurückgetretenen Bundestrainers. Auch zur kolportierten Millionen-Abfindung stellt Völler die Dinge richtig. In einer Medienrunde in Frankfurt am Main hat DFB-Sportdirektor Rudi Völler eingeräumt, dass Julian Nagelsmann mit einigen Aussagen und Auftritten Fehler gemacht hat. Die massive öffentliche Kritik am zurückgetretenen Bundestrainer hält Völler dennoch für überzogen. Außerdem korrigierte er Berichte über die Höhe von Nagelsmanns Abfindung nach unten. In der Runde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ sagte Völler: „Es gibt ein paar Dinge, die man kritisch sehen kann. Die extreme Kritik an Julian fand ich ungerecht, da tut er mir leid. Es gab durchaus unglückliche Aussagen von Julian, aber die Stimmung um ihn war vor dem Turnier schon nicht gut.“ Blatter über Infantino: Ex-Fifa-Boss rechnet ab: „Hat sich Trump unterworfen“ DFB-Sportdirektor: Völler gibt Entscheidung nach WM-Aus bekannt Nagelsmann hatte nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay weitermachen wollen. Deutschland verlor das Elfmeterschießen mit 3:4. Unter massivem öffentlichem Druck trat er zurück. Völler, der Nagelsmann stets verteidigt hatte, räumte ein: „Aber ich habe schnell gemerkt, dass diese Diskussion, durch die Nominierung, durch Aufstellung, durch ein paar unglückliche Aussagen von Julian, dass dann die Stimmung nicht richtig gut rüberkam. Das habe ich schon verstanden, habe ich auch mitbekommen.“ Als konkretes Beispiel nannte Völler Fotos aus dem Trainingscamp. Sie zeigten Nagelsmann mit seiner Lebensgefährtin Lena Wurzenberger auf Fahrrädern. Der Weltmeister von 1990 sagte: „Fotos haben einfach eine Wucht. Das ominöse Foto mit Lena auf dem Fahrrad hat der Sache sicherlich nicht gutgetan. Das war nicht optimal, ist aber nicht mehr zu lösen. Das waren Kleinigkeiten, die man nicht noch mal machen muss.“ Zugleich betonte er: „Aber deswegen haben wir nicht drei Elfmeter verschossen im Spiel gegen Paraguay. Oder der Schiri hätte auch das Tor geben können von Jonathan Tah , das hat damit auch nichts zu tun.“ Zur berichteten Abfindung sagte Völler: „Auf Zahlen werde ich jetzt nicht eingehen, aber es ist weniger als das, was ihr alle geschrieben habt.“ Kurz nach dem Aus des ehemaligen Bundestrainers kursierten verschiedene Berichte, die die Abfindung auf zwischen 6,6 Millionen Euro und 7 Millionen Euro bezifferten. Für Nagelsmanns Zukunft zeigte er sich zuversichtlich: „Julian wird wieder einen Topklub trainieren. Da bin ich sicher.“ Als weitere Lehre aus dem WM-Aus nahm Völler den Umgang mit Familienbesuchen im Teamquartier mit. Völler will bis zur Europameisterschaft 2028 in England, Schottland, Wales und Irland weitermachen. Für das Turnier könnte das anders gehandhabt werden. Er sagte: „Ja, jetzt kann man im Nachhinein sagen, müssen wir das jetzt in England auch wieder so machen? Wahrscheinlich wird es dann ein bisschen anders gehandhabt, ich weiß es noch nicht. Das wird man dann sehen.“ Die Verhältnismäßigkeit der Kritik sieht er auch hier nicht gewahrt: „Aber am Ende waren es ja doch nur fünf, sechs Familien, die dann ab und zu mal vorbeigeguckt haben, die eine Nacht da waren und am nächsten Tag sind sie dann wieder abgereist.“ Völler wies zudem darauf hin, dass Familienbesuche bei großen Turnieren keine Premiere gewesen seien.

WM-Ticker: Messi sorgt für Negativrekord – Rassismus-Eklat um Mbappé

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[Seite=“WM-Tag 27 – Alle Meldungen vom 7. Juli“]
Seit dem 11. Juni rollt der Ball: 38 Tage lang wird in den USA, Mexiko und Kanada der neue Weltmeister ausgespielt. Erstmals gab es…

ZDF-Expertin Fritzy Kromp wird ihrer Ex-Spielerin Melina Kunkel kritisiert

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Fritzy Kromp steht aktuell durch ihre Expertinnen-Tätigkeit beim ZDF während der Weltmeisterschaft im öffentlichen Fokus. Sie wird aber von einer Ex-Spielerin aus Bremen kritisiert Die ehemalige Bremer Spielerin Melina Kunkel hat ZDF-Expertin und Werder-Bremen-Trainerin Friederike „Fritzy“ Kromp indirekt kritisiert. Dabei nannte die Mittelfeldspielerin Kromp nicht explizit beim Namen. Kunkel war am Dienstagabend offiziell von Werder Bremen verabschiedet worden. Ein Wechsel steht bevor. In einem Abschiedspost auf Instagram teilte Kunkel nun gegen Kromp aus. „Wünsche der Mannschaft und dem Verein viel Erfolg und hoffe, das was die letzten Jahre von verschiedenen Personen Stück für Stück aufgebaut und wofür Werder ursprünglich stand, nicht durch manche ‚Expertin‘ für nur kurzfristigen Erfolg in Bruch kommt“, schrieb die 20-Jährige zum Abschluss ihres Beitrags auf Social Media und spielte damit klar auf Kromp und ihre ZDF-Tätigkeit an. Designierter Bundestrainer: Klopp setzte sich fürs Weitermachen von Völler ein Russland-Sperre im Fußball: Fifa prüft wohl Rückkehr für russische Teams Zuvor hatte sie sich ausführlich bei ihrem Ex-Trainer, Thomas Horsch, und der ehemaligen Frauen-Chefin, Birte Brüggemann, bedankt. Horsch hatte Kunkel als 15-Jährige zu den Frauen geholt. Brüggemann habe „immer ein offenes Ohr“ für sie gehabt und sie „nie fallen gelassen“. Die Kritik kommt allerdings überraschend: Kromp übernahm die Frauen von Werder Bremen im Sommer 2025. In der abgelaufenen Saison spielten die Werderanerinnen die beste Saison der Vereinsgeschichte. Allerdings: Kunkel trug dazu nicht viel bei. Kromp setzte sie hauptsächlich in der zweiten Mannschaft ein, zusätzlich riss sich Kunkel im Frühjahr das Kreuzband und wird in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen können. Werders Sportchef Clemens Fritz ließ sich in der Pressemitteilung des Klubs zitieren: „Es ist schade, dass uns Melina verlässt. Wir hatten versucht, eine Lösung zu finden, damit sie nach ihrem Kreuzbandriss ihre Reha in Ruhe fortsetzen kann, um anschließend über unsere Regionalliga-Mannschaft wieder wettkampffähig zu werden. Sie hat sich jedoch für einen anderen Weg entschieden.“ Kromp hingegen kam nicht zu Wort.

Djokovic nach Fünf-Stunden-Krimi im Wimbledon-Halbfinale

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Im vierten Satz des abschließenden Viertelfinals sieht es nach einem Sieg von Novak Djokovic aus. Doch es bleibt spannend bis zum Schluss. Der Altmeister gewinnt ein denkwürdiges Match. In einem Fünf-Satz-Krimi über mehr als fünf Stunden hat Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic (39) das Traum-Halbfinale in Wimbledon gegen Titelverteidiger Jannik Sinner perfekt gemacht. Im packenden Viertelfinale gegen den kanadischen Tennisprofi Felix Auger-Aliassime (25) verhinderte Djokovic dank eines Kraftakts nur knapp das Ausscheiden. Mit 7:6 (12:10), 3:6, 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (10:4) entschied der 39-Jährige das Duell für sich. Erst nach 5:15 Stunden stand sein Sieg wenige Minuten vor der Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit fest. Nach Veranstalter-Angaben war es das längste Viertelfinale der Turnier-Geschichte. Djokovic jagt 25. Grand-Slam-Triumph „Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele“, sagte der siebenmalige Wimbledonsieger nach seinem Sieg. Es sei eines der besten Matches von ihm im All England Club gewesen. „Ich wünschte, es wäre das Finale.“ Dann müsse er sich nicht sorgen, wie sich sein Körper morgen anfühle. Damit hat Djokovic beim Rasenklassiker in London weiter die Chance auf seinen 25. Grand-Slam-Titel. Anfang des vierten Satzes führte der Serbe schon mit Break und steuerte auf einen Vier-Satz-Erfolg zu. Dann verlangte ihm der Weltranglisten-Vierte Auger-Aliassime noch mal alles ab, zwang ihn in den Tiebreak und in den fünften Satz. Die Spannung auf dem Centre Court gipfelte im entscheidenden Match-Tiebreak, den Djokovic verdient für sich entschied. Halbfinale am Freitag In seinem 15. Wimbledon-Halbfinale trifft Djokovic am Freitag auf den Südtiroler Sinner, gegen den er vor einem Jahr in der Vorschlussrunde ausschied. Der Weltranglisten-Erste aus Italien beendete zuvor im Viertelfinale mit einem 7:5, 7:6 (7:4), 6:3-Erfolg den überraschenden Erfolgslauf des Warsteiners Jan-Lennard Struff.

Schweiz komplettiert WM-Viertelfinale – Elfmeter-Drama gegen Kolumbien

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Die Schweiz hat nach einem Elfmeter-Krimi Kolumbien aus dem Turnier geworfen und darf erstmals seit 1954 wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft antreten. Das 4:3 (0:0, 0:0) im…

WM 2026: Dramatische Entscheidung im Elferschießen – Schweiz weiter

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Über 120 Minuten fällt kein Tor im WM-Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien. Die Entscheidung fällt deshalb im Elfmeterschießen. Die Schweiz hat das WM-Achtelfinale gegen Kolumbien 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen und steht im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. In Vancouver zeigten beide Teams zwar ein umkämpftes, aber über weite Strecken chancenarmes Spiel. Als es nach 90 Minuten unentschieden stand, ging es in die Verlängerung. Besonders im zweiten Durchgang machte Kolumbien zwar einen besseren Eindruck und hatte eine hochkarätige Chance, nutze sie aber nicht. Am Ende fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, bei dem Kolumbien die Nerven versagten. So lief das Spiel Auf den Rängen dominierte in Vancouver nur eine Farbe: Gelb. Schon bei der Hymne sorgten die Fans mit ihrer Leidenschaft für eine ohrenbetäubende Atmosphäre. Beide Teams leisteten sich in der Anfangsphase wenig Fehler. Der Ex-Gladbacher Denis Zakaria und der aktuelle Gladbacher Nico Elvedi schränkten wirkungsvoll die Kreise von Bayerns Stürmerstar Luis Díaz ein. Stattdessen kam Gustavo Puerta nach 21 Minuten zu einem ersten Abschluss. Den Schlenzer auf das lange Eck lenkte BVB-Schlussmann Gregor Kobel mit einer starken Reaktion ab. Die Schweizer, die auf den verletzten Jungstar Johan Manzambi verzichten mussten, kamen seltener in die gefährlichen Zonen. Der für Manzambi in die erste Elf gerückte Fabian Rieder versuchte es nach einer halben Stunde aus spitzem Winkel, der Abschluss war aber zu harmlos. Zum wiederholten Male relativ wirkungslos trat Kolumbiens Fanliebling James Rodríguez auf. Der 34 Jahre alte Offensivspieler konnte Kolumbiens Spiel trotz zentraler Rolle im System von Nestor Lorenzo nie so prägen wie in früheren Jahren. Bei der WM 2014, dem zuvor einzigen WM-Viertelfinaleinzug der Cafeteros, hatte Rodríguez noch alle drei Tore der Kolumbianer in der K.-o.-Phase erzielt. Nach 66 Minuten war für den Routinier bereits Schluss. Da war die Schweiz bereits besser in die zweite Halbzeit gekommen. Rieder zirkelte mit links (53.) einen Freistoß ans Außennetz. Für ein paar Minuten waren die zahlreichen kolumbianischen Fans etwas leiser. Wenn die Südamerikaner in aussichtsreiche Schusspositionen kamen, verzogen sie immer wieder. Lange zeichnete sich nicht ab, wer den Rasen als Sieger verlassen könnte. So ging es auch mit der von vielen Unterbrechungen geprägten Nullnummer in die Verlängerung. Dort hätte Davinson Sánchez (93.) nach einem Freistoß zum Helden der Cafeteros werden können, doch Kolumbiens Innenverteidiger verzog. Das galt auch für seinen Kollegen Jhon Lucumí, der nach einer Ecke wuchtig an die Latte köpfte. Kolumbien drückte nun massiv auf die Führung und ließ dabei hinten eine Großchance zu, als der unmittelbar zuvor eingewechselte Zeki Amdouni an Torhüter Camillo Vargas scheiterte. Die Entscheidung musste nach 120 torlosen Minuten vom Punkt fallen. Zwar verschoss der Schweizer Manuel Akanji, doch die Kolumbianer verfehlten gleich zweimal.

Deloitte-Studie: Erneut Umsatzrekord, doch Stagnation droht

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Europas Fußball-Markt hat laut einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft seinen Rekordkurs fortgesetzt. Auch die Bundesliga trägt dazu bei. Doch gibt es Zweifel, dass das Wachstum so weitergeht. Im Viertelfinale der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko dominiert Europa. Und auch der europäische Markt strotzt vor (Finanz-)Stärke – noch. Erstmals wurde beim Umsatz die 40-Milliarden-Euro-Marke gerissen. Doch in den kommenden Jahren könnte eine Stagnation drohen. Das geht aus dem jährlichen Report der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervor. Für die Saison 2024/25 verzeichneten die Verbände und Ligen in Europa noch einmal einen Rekordumsatz von 40,2 Milliarden. Das sind sechs Prozent mehr als in der Saison zuvor (38 Milliarden Euro), wie es in der 35. Auflage des Annual Review of Football Finance heißt. Maßgeblichen Anteil an der Höchstmarke hatten Europas größte fünf Ligen in England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich. Sie trugen 21,6 Milliarden Euro zu den Gesamterlösen auf dem europäischen Markt bei. Transfereinnahmen werden bei den Berechnungen nicht berücksichtigt. Studie: Umsatz verlangsamt sich in Zukunft Laut der Studie könnte sich das Umsatzwachstum in den kommenden Jahren allerdings verlangsamen und sogar zur Stagnation führen. „Die Ausweitung der UEFA- und FIFA-Wettbewerbe hat den Clubs der europäischen Top-Ligen finanzielle Vorteile gebracht. Doch die Ausschüttungen kommen nur einer kleinen Anzahl der Clubs zugute“, erklärt Stefan Ludwig, Leiter der deutschen Sport Business Gruppe bei Deloitte. Der Fußball könne sich für nachhaltiges Wachstum nicht allein darauf verlassen, „immer mehr Inhalte zu produzieren. Ein zunehmend gesättigter Markt ist weder für Spieler noch für Fans positiv. Es besteht die Gefahr, kurzfristige Erträge über langfristigen Erfolg zu stellen.“ Bundesliga erstmals über vier Milliarden Euro Die Clubs der Premier League waren erneut am umsatzstärksten. Ihr Gesamtumsatz wuchs um acht Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Wichtigste Einnahmequelle blieben die Medienerlöse mit 4,0 Milliarden Euro. Auch die Bundesliga registrierte Saison 2024/25 mit 4,3 Milliarden Euro einen Bestwert. Nach einem Anstieg des Umsatzes von zwölf Prozent (+0,5 Mrd. Euro) wurden erstmals mehr als vier Milliarden Euro erzielt. Mit 400 Millionen Euro wurde auch das bislang beste operative Ergebnis geschafft. Bundesliga „eine der finanziell stabilsten Ligen“ Die Bundesliga habe „ihre Position als eine der finanziell stabilsten Ligen Europas weiter gefestigt“, sagte Ludwig. „Die hohen Zuschauerzahlen sind Ausdruck einer starken Fanbasis, welche ein großer Wettbewerbsvorteil ist und eine wichtige Grundlage für die positive wirtschaftliche Entwicklung.“ Auch die spanische LaLiga und die italienische Serie A kamen mit 4,1 Milliarden Euro (+ neun Prozent) und 3 Milliarden Euro (+ vier Prozent) auf Rekordwerte. Die Entwicklung wurde vor allem von den großen Clubs wie Real Madrid und FC Barcelona in Spanien sowie Juventus Turin , Inter und AC Mailand in Italien getragen. Einzig die Ligue 1 in Frankreich musste einen Rückgang der Erlöse hinnehmen. Der Umsatz sank von 2,6 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro.

Klopp: Darum wollte ich, dass Völler weitermacht

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In einem Telefonat am vergangenen Samstag bat Jürgen Klopp Rudi Völler, als DFB-Sportdirektor weiterzumachen. Mit ihm als Bundestrainer. Nun hat Klopp erläutert, warum er mit Völler arbeiten will. Der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp zeigt Respekt vor seiner wohl künftigen Aufgabe und hat seine Gründe erläutert, warum er Rudi Völler ums Weitermachen als DFB-Sportdirektor gebeten hat. „Wenn es so kommen sollte, wäre es ja total hilfreich, jemanden dazuhaben, der die Abläufe kennt. Rudi mit seiner Fußball-Erfahrung, aber vor allem auch mit seiner langjährigen Arbeit im Verband. Während ich ja, wenn ich es werden würde, keinerlei Erfahrung habe. Ich habe weder Nationalmannschaft gespielt, noch irgendwann mal eine trainiert“, sagte Klopp als Experte bei MagentaTV. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool ist Wunschkandidat des DFB . Nach dem WM-Aus des deutschen Teams im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war Julian Nagelsmann als Bundestrainer nach großem öffentlichem Druck zurückgetreten. Der 66 Jahre alte Völler hatte sich Bedenkzeit erbeten, ob er in neuer Konstellation weitermachen wolle. „Wenn man dann liest, dass darüber nachgedacht wird, ob Rudi Völler mit mir kann im Fall des Falles, fand ich schon, dass es mal gut ist, dass wir mal miteinander direkt sprechen. Und da habe ich ihm gesagt: Also, an mir würde es nicht scheitern“, sagte Klopp. Laut Völler habe dieses Telefonat am Samstag stattgefunden. Nach einigen weiteren Gesprächen, unter anderem mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, entschied sich Völler schließlich fürs Weitermachen. Beim österreichischen Getränkekonzern ist Klopp noch bis 2029 als „Head of Global Soccer“ vertraglich gebunden. Klopp deutet an: An langfristigem Engagement interessiert „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird“, sagte Völler zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Klopp in einer Medienrunde mit „Bild“, „Frankfurter Rundschau“, der „Funke Mediengruppe“, „Kicker“ und „Süddeutscher Zeitung“ in Frankfurt am Main . Klopp wies darauf hin, dass er auf seinen bisherigen Stationen stets langfristig gearbeitet habe. „Ich war lange bei Vereinen und mir war nie nur die erste Mannschaft wichtig“, sagte Klopp. „Das eine ist das nächste Spiel, das andere ist die Zukunft der kompletten Nummer. Um etwas zu verändern, muss man erstmal wissen, was wirklich passiert. Ich habe ja gar keine Ahnung, was passiert. Wer auch immer dahin kommt, muss sich das angucken.“

Ägypten erhebt schwere Vorwürfe nach Elfmeter-Szene | Aus gegen Argentinien

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Kurz vor dem argentinischen Siegtreffer in der Nachspielzeit zieht ein Argentinier einen Ägypter am Trikot – ohne Konsequenzen. Zwei Schiedsrichterexperten sind sich einig, was der Referee hätte pfeifen müssen. Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan hat nach dem 2:3-Achtelfinal-Aus gegen Argentinien schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter erhoben. Unmittelbar vor dem Siegtreffer der Argentinier in der Nachspielzeit hatte Alexis Mac Allister seinen Gegenspieler Hamdi Fathi am Trikot gezogen – eine Szene, die laut zwei Schiedsrichterexperten ein Elfmeter hätte sein müssen. Hassan sagte: „Ich glaube, die Auswirkungen dieses Ergebnisses reichen weit über die Niederlage selbst hinaus, denn wir haben weder Respekt noch Fair Play erfahren. Es schien, als habe die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt.“ Die strittige Szene ereignete sich in der 90.+2 Minute: Mac Allister zog Fathi am Trikot, als dieser in den argentinischen Strafraum eindrang. Ein Elfmeterpfiff blieb aus. Kurz darauf erzielte Enzo Fernández den 3:2-Siegtreffer. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bewertete die Szene bei MagentaTV klar. „Für mich, und da bin ich relativ deutlich, ist das eigentlich ein Strafstoß.“ Auch ARD-Schiedsrichterexperte Lutz Wagner hat eine ähnliche Meinung. Der 63-Jährige attestierte Argentinien, „sehr viel Glück gehabt“ zu haben. Der Videoschiedsrichter schritt im Anschluss nicht ein. Ittrich spekuliert, dass das Vergehen wohl als nicht eingriffswürdig erachtet wurde, „anders kann ich es mir nicht erklären“. Wagner ist der Meinung, dass im Schiedsrichterteam wohl die „letzte Überzeugung gefehlt“ habe, „um auf einen glasklaren Fehler zu kommen“.