Ex-Profi Forlán als Nationaltrainer Uruguays vorgestellt

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2010 trumpfte Diego Forlán bei der WM in Südafrika auf und wurde zum Idol Uruguays. Nun wird der Ex-Angreifer offiziell als neuer Trainer des südamerikanischen Lands präsentiert. Der uruguayische Fußballverband hat Ex-Stürmerstar Diego Forlán offiziell als Trainer der Nationalmannschaft vorgestellt. Der 47-Jährige wird sowohl Cheftrainer der A – Nationalmannschaft als auch der U20-Auswahl, teilte der Verband mit. Zum ersten Mal wird der 112-malige Nationalspieler die Südamerikaner in der Länderspielpause im Herbst begleiten. Dies markiere „den Beginn einer neuen Ära, in der eines der größten Idole des Landes wieder an der Spitze steht“, hieß es in der Mitteilung. Auf den sozialen Netzwerken war Forlán zu sehen, wie er ein Trainingsgelände besuchte. Dazu die Überschrift: „Die Rückkehr der Legende.“ Der Wechsel auf der Position hatte sich über mehrere Wochen angedeutet, nachdem Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM erfolglos geblieben war. Die „Celeste“ scheiterte blamabel schon in der Vorrunde. Einst bester WM-Spieler Der frühere Top-Angreifer spielte in seiner Karriere unter anderem für Manchester United , FC Villareal und Atlético Madrid . 2010 hatte er durch seine fünf Treffer bei der WM in Südafrika maßgeblichen Anteil daran, dass Uruguay das Halbfinale erreichte. Damals unterlag Uruguay gegen die Niederlande mit 2:3. Im Spiel um Platz drei verloren sie mit 2:3 gegen Deutschland. Forlán wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Fabian Reese: Ex-Kapitän entschuldigt sich bei Hertha-Fans

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Fabian Reese verließ Berlin ein Jahr nach seiner Vertragsverlängerung und sorgte damit für Empörung bei den Fans. Nun erklärt er, warum er trotzdem ging – und bittet um Nachsicht. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ hat sich Fabian Reese bei den Fans von Hertha BSC entschuldigt. Der Offensivspieler hatte im Sommer 2025 seinen Vertrag beim Berliner Zweitligisten noch bis 2030 verlängert – und den Klub nach dem verpassten Aufstieg ein Jahr später in Richtung VfL Wolfsburg verlassen. Reese sagte: „Wenn jemand wegen meines Wechsels das Vertrauen in Fußballromantik verloren hat, dann tut mir das aufrichtig leid.“ Er räumte ein, dass der Verlauf für alle Beteiligten anders geplant gewesen sei: „Um das einzuordnen, muss ich vorneweg klar betonen, dass wir uns das alle ein Stück weit anders vorgestellt haben, als ich meinen Vertrag bei Hertha vor einem Jahr langfristig verlängert habe.“ Reese: „Habe ich nicht kommen sehen“ Er könne nachvollziehen, dass sein Abgang kontrovers aufgenommen werde, wenn man „von außen auf diese Entwicklung blickt und keine Interna kennt“. Es könne der Eindruck entstehen, „als würde mich mein Geschwätz von gestern nicht mehr interessieren. Aber so ist das nicht“, betonte er. Dass sein Wechsel „mal so ein Politikum werden würde, das habe ich wirklich nicht kommen sehen“. Die Reaktionen auf seine Person hätten ihn getroffen, „alles andere wäre gelogen“. Trotz allem blickt Reese positiv auf seine Zeit beim Hauptstadtklub zurück: „Berlin war das bislang schönste Kapitel meines Lebens.“ Beim VfL Wolfsburg hat er ebenfalls bis 2030 unterschrieben. Seine Ziele dort formulierte er so: „Wir wollen eine Mannschaft aufs Feld bringen, die füreinander einsteht, die kämpft, die mögliche Erfolge gemeinsam feiert. Das sollen die Fans spüren.“ Sein persönliches Motiv für den Wechsel: „Dass ich Bundesliga spielen will. Beim VfL sehe ich hierfür die langfristig besten Voraussetzungen.“

WM 2030: Spanien beansprucht Finale für sich

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Das Land des amtierenden Weltmeisters richtet den Wettbewerb gemeinsam mit anderen Nationen aus. Was das Endspiel angeht, gibt es nun eine deutliche Stellungnahme. Spanien hat Gerüchten über eine mögliche Austragung des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft 2030 in Marokko eine klare Absage erteilt. „Wir werden weiter daran arbeiten, denn wir wollen – und es muss so sein –, dass das WM-Finale in Spanien stattfindet“, sagte Spaniens Sportministerin Milagros Tolón dem spanischen Radiosender Cadena Ser. Tolón reagierte damit auf einen inzwischen von der Fifa dementierten Bericht der britischen Zeitung „Times“, der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino habe Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen, damit das nordafrikanische Land seine Wiederwahl im März 2027 unterstütze. „Ich bin überzeugt, dass die Fifa Spanien als Austragungsort des Finals auswählen wird“, sagte Tolón weiter. Als amtierender Weltmeister der Männer und der Frauen habe ihr Land sportlich großes Gewicht. Zudem verfüge Spanien über viel Erfahrung in der Organisation sportlicher als auch anderer Großveranstaltungen, biete eine moderne Infrastruktur und ein sicheres Umfeld. Das Endspiel könnte im Stadion Bernabéu von Real Madrid oder im Camp Nou des FC Barcelona stattfinden. Spiele auch in Argentinien, Paraguay und Uruguay Die „Times“ hatte am Mittwoch berichtet, dass nach dem Willen Infantinos das Finale im Hassan II Stadion mit 115.000 Plätzen in Casablanca stattfinden solle, das sich zurzeit im Bau befindet. Das wäre ein Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den vergangenen Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte. Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Zudem ist jeweils eins der Eröffnungsspiele in den südamerikanischen Ländern Argentinien, Paraguay und Uruguay geplant. Die Fifa hatte den Medienbericht dementiert. „Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der Fifa zu gegebener Zeit getroffen“, teilte der Weltverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der teuerste aller Königlichen: Diomande-Deal endlich fix

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Der nächste Topspieler verlässt die Bundesliga. Nach nur einem Jahr bei RB Leipzig zieht es Yan Diomande weiter zu Real Madrid. Das lassen sich die Königlichen einiges kosten.Die Bundesliga ist um (…)

Nächster Verletzungsschock für Gladbach

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Borussia Mönchengladbach muss einen weiteren Rückschlag einstecken. Der Bundesligist teilt mit, dass Jens Castrop (23) wegen einer Schulterverletzung „vorerst fehlen“ wird. Dem Vernehmen nach muss der (…)

Kostic macht Wechsel perfekt

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Flügelspieler Filip Kostic (33) schlägt nach zwölf Jahren wieder in der Eredivisie auf. Wie die PSV Eindhoven mitteilt, unterschreibt der Serbe bis 2028. Da sein Vertrag bei Juventus Turin Ende Juni (…)

Leverkusen vor 25-Millionen-Transfer

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Bei Bayer Leverkusen setzt sich das Kaderpuzzle für die kommende Saison immer deutlicher zusammen. Ein neuer Verteidiger steht in Kürze im Rheinland auf der Matte.Nach Miguel Guiérrez von der SSC (…)

Zwei Jahre Vertrag: Salah wechselt zu Trabzonspor

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Über einen Transfer von Mohamed Salah in die Türkei wird seit längerem spekuliert. Nun hat Ägyptens Fußball-Held bei einem Club aus der Türkei unterschrieben. Der Wechsel des ägyptischen Stürmerstars Mohamed Salah zum türkischen Spitzenclub Trabzonspor ist perfekt. Der ehemalige Angreifer des FC Liverpool unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2028, wie der Verein mitteilte. Bereits am Mittwoch war Salah am Flughafen Istanbul angekommen, zu sehen in einem Trikot von Trabzonspor. Der Club hatte am Dienstagabend Verhandlungen über einen Transfer bestätigt. Medienberichten zufolge soll Salah ein Jahresgehalt von rund 17 Millionen Euro erhalten. Unglückliches WM-Aus gegen Argentinien Hunderte Fans hatten Salah am Flughafen begrüßt. „Trabzonspor, seid Ihr bereit? Ich kann Euch hören. Wir sehen uns bald“, sagte der Angreifer in einem Video, das der Ex-Meister aus der Stadt Trabzon am Schwarzen Meer verbreitete. Nun teilte der Verein Fotos von Salah, wie er seinen neuen Vertrag unterschreibt. Bereits seit längerem wird über die Verpflichtung von Salah spekuliert, der mit Ägyptens Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft höchst unglücklich ausgeschieden war. Gegen den späteren Finalisten Argentinien gab es im Achtelfinale nach einer 2:0-Führung in der Schlussphase noch eine 2:3-Niederlage. Die Ägypter hatten dabei mit der Schiedsrichterleistung und einer Entscheidung unmittelbar vor dem entscheidenden Treffer gehadert.

Gianni Infantino: Ex-DFB-Präsident glaubt nicht an erneute Wahl

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Geht es nach dem Ex-DFB-Präsidenten Reinhard Grindel, wird Gianni Infantino nicht noch einmal zur Wahl als Fifa-Präsident antreten. Er fordert das wichtigste Fifa-Gremium zum Handeln auf und weitere personelle Konsequenzen. Nach einer Krisensitzung in Marokkos Hauptstadt Rabat bleibt Fifa-Präsident Gianni Infantino im Amt. In einer öffentlichen Erklärung verschwendete er keinerlei Gedanken an einen Rücktritt, sondern ging zum Gegenangriff über. Für Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel ist das „alles albern“, wie er im Interview mit t-online erklärt. Überraschend kommt das für den 64-Jährigen aber nicht. Infantino und seine Gefolgschaft: Es ist nur noch absurd – ein Kommentar „Er muss weg“: Fußball-Legende geht auf Infantino los Herr Grindel, Gianni Infantinos engste Mitarbeiter haben dem unter Druck stehenden Fifa-Präsidenten volle Rückendeckung gegeben. Muss er jetzt nicht mehr um seinen Job fürchten? Reinhard Grindel : Das ist alles albern. Es war wieder ein typischer Schachzug von Infantino. Er bauscht eine Mitarbeitersitzung zur Krisensitzung auf, die völlig ohne sportpolitische Bedeutung ist. Jetzt tut er so, als habe er den Rückhalt in der Fifa, weil ein paar von ihm handverlesene Leute doch keine Revolution machen. Entscheidend ist aber der Fifa-Council. Und für den hat er keine Krisensitzung einberufen. Die wäre aber wichtig, um zu erfahren, wie es dort mit dem Rückhalt aussieht. Denn darauf kommt es an. Auch Generalsekretär Matthias Grafström hat Infantino seine Unterstützung ausgesprochen. Noch einige Tage zuvor hatte er dessen Pläne, 20 bis 30 Prozent der Fußball-WM an Investoren zu verkaufen, als eine „Reihe trauriger und tadelnswerter Ereignisse“ bezeichnet und will von ihnen nichts gewusst haben. Ich war ohnehin überrascht, dass Herr Grafström sich derart kritisch geäußert hatte. Der Generalsekretär ist in all den Jahren nicht nur ein enger, sondern treuer Weggefährte Gianni Infantinos gewesen. Herr Grafström hat in seiner Zeit als Infantinos Büroleiter immer kleine Vermerke für ihn angefertigt, wenn ich mich mit anderen Council-Mitgliedern oder Kontinentalverbandspräsidenten getroffen habe. Er hat sich stets sehr fürsorglich um Herrn Infantino gekümmert. Es gab sogar Gerüchte, dass er ihn als Fifa-Präsident ablösen will. Eine Kandidatur von Grafström halte ich für ausgeschlossen. Nicht nur weil er heute Nacht in Rabat ersichtlich beigedreht ist, sondern weil das alter Wein in neuen Schläuchen wäre. Sie haben keine gute Meinung von Matthias Grafström? Bei Herrn Grafström erwarte ich nicht, dass er irgendetwas tut, was den ethischen Regeln des Fußballs entspricht. Gilt das auch für Kevin Lamour? Der Fifa-Betriebsdirektor hatte Infantino als Erster vorgeworfen, die Mitarbeiter hintergangen zu haben. Kevin Lamour hat früher an der Seite von Uefa-Präsident Aleksander Čeferin gearbeitet und sich dann auf die Seite von Gianni Infantino geschlagen. Dass er Kritik übt, ist wahrscheinlich eher von der Hoffnung geprägt, in der Fifa überleben zu können, wenn Infantino nicht mehr Präsident ist. Was unterscheidet Lamour von Grafström? Von Kevin Lamour habe ich in der gemeinsamen Zeit bei der Uefa den Eindruck gewonnen, dass es ihm um eine gute und ethikbasierte Entwicklung des Fußballs geht. Daher hoffe ich, dass er dazu beiträgt, dass die Fifa sich wieder mehr an den eigenen Statuten orientiert. Bröckelt also die Macht des Gianni Infantino? Es ist zweifelsohne so, dass ein angeschlagener Infantino den ein oder anderen mutig macht, der vielleicht auch schon über die Tage von Infantino hinausdenkt. Für einen Sturz Infantinos gibt es nur zwei Optionen: Entweder wird er beim Fifa-Kongress im März 2027 abgewählt oder 19 der 37 Mitglieder des Fifa-Councils berufen schon früher eine Krisensitzung ein und fordern ihn zum Rücktritt auf. Der Fifa-Council ist das Gremium, in dem jetzt Entscheidungen getroffen werden müssen. Die Statuten der Fifa müssen wieder gelten. Dort muss alles rund um die beabsichtigte Gründung der Tochtergesellschaft und mögliche wirtschaftliche Verabredungen aufgearbeitet werden. Außerdem muss deutlich werden, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Infantino und den großen Kontinentalverbänden derart gelitten hat, dass man sich nicht vorstellen kann, wie eine Zusammenarbeit in Zukunft aussehen soll. Was macht Sie optimistisch, dass das gelingen kann? Ich weiß, dass Aleksander Čeferin im Council ein hohes Ansehen genießt. Auch andere Kontinentalpräsidenten wie Victor Montagliani vom nord-, zentralamerikanischen und karibischen Fußballverband (Concacaf) und Scheich Salman vom asiatischen haben eine kritische Distanz zu Infantino. Sie müssen jetzt einen Weg vorgeben, dass in der Fifa wieder die Rechtsstaatlichkeit gilt und nicht die Gesetze des Gianni Infantino. Wird Infantino nach dem Fifa-Kongress am 18. März 2027 also noch Präsident sein? Die entscheidende Frage ist, ob ein in mindestens drei Kontinentalverbänden überzeugender Kandidat gegen ihn antritt. Man braucht eine personelle Alternative, die vor allen Dingen den nationalen Verbänden die Furcht davor nehmen muss, dass sie die finanzielle Unterstützung seitens der Fifa verlieren. Also geht es doch wieder ums Geld. Ja, daran muss man denken. Für 75 Prozent der Mitgliedsverbände der Fifa sind die Geldleistungen aus Zürich der ganz entscheidende Bestandteil ihrer Haushalte. Sie haben keine Fernsehgelder, generieren wenige Einnahmen durch Sponsoren und haben kein Ticketing wie die großen europäischen Fußballnationen. Ihnen müssen zwei Dinge klargemacht werden: Dass sie nichts verlieren werden. Und dass die Fifa nur dann stabil und auch in der Wirtschaftswelt bei Sponsoren anerkannt bleibt, wenn es einen personellen Wechsel gibt. Was ist, wenn kein geeigneter Gegenkandidat gefunden wird? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gianni Infantino ohne Gegenkandidaten bleibt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er überhaupt bei der nächsten Wahl antritt. Insofern möchte ich nicht darüber spekulieren, was nach dem März 2027 sein wird. Was in den letzten Wochen und Monaten für alle erkennbar war, verheißt keine gute Zukunft für die Fifa. Dabei geht es aber nicht nur um die Frage des neuen Präsidenten. Wie meinen Sie das? Um für eine Machtbegrenzung in der Fifa zu sorgen, braucht es auch einen neuen Generalsekretär. Die Kontinentalverbände sollten daran arbeiten, dass durch ein neues Führungsduo mehrere Kontinente vertreten werden und beide das feste Ziel haben, die Fifa in eine bessere Zukunft zu führen. Damit würde der Reformprozess im Verband dann auf mehrere Schultern verteilt. Wie stehen Sie zum Vorschlag, die Amtszeit auf einmalig vier Jahre zu begrenzen oder jährlich zu wechseln? Das würde ich nicht für richtig halten. Bei einer so großen Organisation wie der Fifa mit 211 Mitgliedsverbänden braucht es eine gewisse Einarbeitungszeit. Sie sehen bei Aleksander Čeferin und seinem erfolgreichen Kampf gegen die Super League, dass viel Erfahrung und eine langjährig gewachsene Zahl von Vertrauten im europäischen Fußball einem die Stärke geben, einen wertebasierten Sport auch durchsetzen zu können. Gleichzeitig muss der Fifa-Council aber auch bereit sein, die Macht des Präsidenten einzugrenzen, und die Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden. Der Fifa-Council hätte auch bei der Vergabe des Fifa-Friedenspreises an US-Präsident Donald Trump einschreiten können. Das stimmt. Spätestens nach der skandalösen Entscheidung hätte der Council das Selbstbewusstsein entwickeln müssen, dass Herr Infantino nicht immer aus eigener Machtvollkommenheit handeln darf. Man hätte Infantino schon viel früher in die Schranken weisen und auf die Gültigkeit der Fifa-Statuten hinweisen müssen. In meiner Zeit haben wir über alle sportpolitischen und verbandsrelevanten Fragen auch kontrovers diskutiert. Warum ist das jetzt nicht mehr der Fall? Es wurde viel geschwiegen und erst als es ums Geld ging, haben einige ihre Stimme erhoben. Es wäre besser gewesen, Herrn Infantino schon früher bei sportpolitischen Entscheidungen zu widersprechen. Immerhin ist das nun bei der Gründung der Tochtergesellschaft geschehen. Woher kommt das mangelnde Selbstbewusstsein des Councils? Infantino ist sehr geschickt darin, Abhängigkeiten zu schaffen. Er hat einzelnen Mitgliedern des Councils besondere Unterstützung zukommen lassen, sodass diese bereit waren, bestimmte Entwicklungen in der Vergangenheit mitzumachen, die mit den Fifa-Statuten nicht in Einklang standen. Aber Infantino hat unterschätzt, dass in dem Moment, da es um Rechte der einzelnen Kontinentalverbände und nicht zuletzt ums Geld geht, mit Widerspruch gerechnet werden muss. Auch Ihr Nachfolger als DFB-Präsident, Bernd Neuendorf, ist Teil des Councils. Muss der DFB in der Causa Infantino noch lauter werden? Ich will meinen Nachfolger nicht bewerten. Ich will auch nicht bewerten, welchen Mut plötzlich Andreas Rettig entwickelt, nachdem klar ist, dass er als Geschäftsführer beim DFB aufhört. Rettig sprach im Interview mit dem „Stern“ von einem „irreparablen Vertrauensverlust“ und hält Infantino für nicht mehr tragbar. Genau. Aber darum geht es mir nicht. Worum dann? Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass unmittelbar nach meinem Rücktritt im April 2019 die DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball Gianni Infantino zum DFB-Pokalfinale eingeladen haben, um wörtlich „das Porzellan zu kitten“, das ich zerschlagen hätte. Ich kann nur sagen, ich war immer stolz darauf, dass ich ein kritisches Verhältnis zu Infantino hatte. Und ich kann keinen Grund erkennen, weshalb Herr Neuendorf das nicht auch haben sollte.

Bundesliga: Rekordtransfer perfekt – Leipzigs Diomande wechselt zu Real

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Der Transfer des Angreifers von RB Leipzig ist nun endgültig perfekt. Die Summe, für die er wechselt, schreibt Geschichte. Der Rekordtransfer von Yan Diomande ist perfekt. Der 19 Jahre alte Nationalspieler der Elfenbeinküste verlässt den Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und erhält beim spanischen Spitzenklub Real Madrid einen Vertrag bis Sommer 2033. Dem Vernehmen nach beträgt die Ablöse mindestens 125 Millionen Euro. Damit übertreffen die Sachsen mit einem Transfer erstmals die Marke von 100 Millionen Euro. Diomande ist einer der teuersten Abgänge der Fußball-Bundesliga. „Yan hat vom ersten Tag an mit großer Unbekümmertheit, Lernbereitschaft und viel Mut überzeugt. Er hat sich bei uns innerhalb kürzester Zeit auf höchstem Niveau mit seinem Tempo, seiner Dribbelstärke und seiner Torgefahr etabliert“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer. Diomande war im Sommer 2025 für rund 20 Millionen Euro vom spanischen Club CD Leganés nach Leipzig gewechselt. Der Offensivspieler, der eine starke erste Bundesliga-Saison für RB und eine gute WM gespielt hatte, absolvierte in der Vorbereitung zunächst noch die obligatorischen Leistungstests in Leipzig. Er hielt sich bei den intensiven Einheiten unter Neu-Trainer Martín Demichelis jedoch auffallend zurück. Am Donnerstagvormittag war Diomande noch im Trainingslager von RB im österreichischen Saalfelden, ehe er für den Medizincheck per Privatjet nach Madrid geflogen wurde. Diomande jetzt unter den teuersten Bundesliga-Transfers Im Ranking der teuersten Bundesliga-Transfers stieß er nun in die Spitzengruppe vor. Bislang gilt Ousmane Dembélé bei seinem Wechsel von Dortmund zum FC Barcelona als Rekordtransfer. Inklusive Prämien und Boni soll er bis zu 148 Millionen Euro gekostet haben. Bei RB Leipzig galt Josko Gvardiol mit seinem Wechsel 2023 zu Manchester City (90 Millionen Ablöse) bisher als Königstransfer. Auf der Einkaufsseite war Xavi Simons, den RB von Paris Saint-Germain im Januar 2025 für 50 Millionen Euro verpflichtete, der teuerste Spieler. In jedem Fall ist Diomande der erste afrikanische Spieler, der für einen dreistelligen Millionenbetrag den Verein wechselt. Wochenlanger Verhandlungsmarathon Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen zwischen RB und Real. Mehrmals wurde der Wechsel zu den Königlichen als fix vermeldet, dann die Transferverhandlungen als unterbrochen erklärt. RB hielt sich aus den Spekulationen heraus, bestätigte lediglich das hinterlegte Interesse von Real und diverse Gespräche. Als sich Diomande, der vor und während der WM vor allem mit dem FC Liverpool und Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht worden war, beim Testspiel gegen den SC Verl wegen eines Infektes nicht auflief und zunächst auch nicht mit ins Trainingslager nach Saalfelden gereist war, wurde über einen Streik des Spielers spekuliert. Erst als er am Mittwoch doch im Camp des früheren DFB-Pokalsiegers auftauchte, wurden diese Gerüchte ad acta gelegt. Nun aber ist das Kapitel Diomande bei RB und in der Bundesliga zumindest zunächst beendet. Diomande wird schnell wieder nach Deutschland zurückkehren. Die Mannschaft von Real-Trainer José Mourinho läuft am 16. August (17.00 Uhr) zu einem Testspiel bei Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 zum 25. Jubiläum der Veltins-Arena auf.