Bundesliga: Ex-Leverkusen-Trainer Seoane in Krankenhaus eingeliefert

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Am Abendspiel gegen St. Gallen kann YB-Trainer Gerardo Seoane nicht teilnehmen. Stunden zuvor befindet er sich noch im Krankenhaus. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Gerardo Seoane ist am Freitag in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das gab sein Verein, der Schweizer Erstligist Young Boys Bern , am Samstag bekannt. Grund dafür seien Schwindelgefühle und Unwohlsein beim 47-Jährigen gewesen. In der Klinik sei dann eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs im Innenohr diagnostiziert worden. Seoane konnte das Krankenhaus am Samstagnachmittag aber bereits wieder verlassen. Das Abendspiel seines Klubs gegen St. Gallen verpasste er jedoch, verfolgte das Spiel vor dem Fernseher. Für ihn stand Assistenztrainer Matteo Vanetta an der Seitenlinie und führte die Mannschaft zu einem 2:0-Heimsieg. „War geschockt“: Weltmeister reagiert auf Kompany-Kollaps Nächster schwacher Auftritt: Fans fordern Aus von Bundesliga-Trainer Seoane soll kommende Woche zurückkehren Laut Klubangaben wird Seoane nach aktuellem Stand seine Arbeit in der kommenden Woche wieder aufnehmen. Mit Bern steht er in der Tabelle aktuell auf Rang zwei, drei Punkte hinter dem FC Lugano. Der Spitzenreiter hat jedoch eine Partie weniger absolviert. Seoane ist in Deutschland aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach bekannt. Die „Werkself“ trainierte er von 2021 bis 2022, die „Fohlen“ von 2023 bis 2025. In Bern hatte Seoane wenige Wochen nach seiner Entlassung in Mönchengladbach übernommen.

Nach kurzer Pause: Zverev in Wien wieder am Start

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Zuletzt wirkte Alexander Zverev müde und angeschlagen. Doch eine Woche ohne Tennis hat dem French-Open und US-Open-Champion gutgetan. Nach einer knapp einwöchigen Tennis-Pause fühlt sich Alexander Zverev bereit für den Jahresendspurt. „Ich habe fünf Tage frei genommen, habe ein bisschen Golf gespielt, habe wirklich den Tennisschläger gar nicht angefasst. Und das hat mir sehr, sehr gutgetan“, sagte Zverev bei RTL/Sky. In dieser Woche geht der zweifache Grand-Slam-Champion beim Turnier in Wien an den Start. Danach stehen noch das Masters-1000-Turnier in Paris sowie die ATP Finals in Turin und die Davis-Cup-Endrunde in Bologna auf dem Programm. Schon jetzt steht fest, dass Zverev das Jahr als Nummer eins der Tennis-Welt beenden wird. Der 29-Jährige wird den Italiener Jannik Sinner ablösen, der die Saison wegen einer Knieverletzung bereits beendet hat. Zuletzt hatte Zverev beim Masters-1000-Event in Shanghai im Halbfinale gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina in drei Sätzen verloren. „In China war ich leer, also ich war wirklich völlig am Ende mit meinen Kräften. Mental war ich auch sehr, sehr müde“, räumte Zverev ein. Nun sei er aber fit für das Turnier in Wien, wo er in der ersten Runde auf den spanischen Wildcard-Spieler Martin Landaluce trifft.

Clásico: Bitterer Ausfall für Real

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Real Madrid muss im Duell am heutigen Sonntagabend (21 Uhr) gegen den FC Barcelona auf Stammkeeper Thibaut Courtois verzichten. Wie die Königlichen offiziell bekanntgeben, fällt der 34-Jährige (…)

Spurs vor 120-Millionen-Deal? | Hoeneß ärgert Triple-Diskussion

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Tottenham Hotspur bekommt sportlich langsam die Kurve und will das mit dem nächsten XXL-Transfer weiter untermauern. Uli Hoeneß gefällt das sicher nicht. Der FCB-Patron ist Fan der eigenen (…)

Clásico: Schiedsrichter haben schon vor dem Anpfiff verloren

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Die Zahlen der aktiven Schiedsrichter sind zuletzt wieder gestiegen. Wer in diesen Tagen als Unparteiischer im spanischen Fußball aktiv ist, braucht jedoch womöglich eine leicht masochistische Ader. Am Sonntag steigt der Höhepunkt einer jeden Saisonhälfte in der spanischen La Liga: der Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid . Zwei globale Schwergewichte, die in den vergangenen Wochen aber zusehends mit Schiedsrichtern beschäftigt waren. Speziell Real Madrid suggeriert seit einer Weile, dass Barcelona von den Spielleitern systematisch bevorteilt werden würde. Und dazu fährt der 36-fache spanische Meister große Geschütze auf. Zunächst hat der Klub vor drei Wochen dafür gesorgt, dass der „Fall Negreira“ wieder an Fahrt aufnimmt. Dafür sendete Real etliche Dokumente an die Uefa, damit diese nun ermitteln kann. Es geht konkret um das Verhältnis zwischen Barcelona und José María Enríquez Negreira, dem einstigen Vize-Chef der spanischen Schiedsrichterkommission. Im Zeitraum von 2001 bis 2018 sollen Zahlungen in Höhe von insgesamt 8,4 Millionen Euro von Barça an Unternehmen geflossen sein, die mit Negreira in Zusammenhang standen. Barcelona wiederum sagt, dass Negreira in einer beratenden Funktion für Barcelona tätig war und nie Geld an die eigentlichen Schiedsrichter auf dem Feld geflossen wäre. Der Fall wurde zunächst 2023 bekannt, als unter anderem ein Brief von 2019 an die Öffentlichkeit kam. In diesem drohte Negreira dem katalanischen Klub, die Aktivitäten publik zu machen, nachdem Barcelona einen Vertrag mit seinem Unternehmen infolge von Ausgabenkürzungen gekündigt hatte. Die spanische Justiz urteilte zunächst, dass es sich nicht um Beamtenbestechung handeln würde, weil Negreira kein öffentlicher Bediensteter war. Die Ermittlungen wurden dann unter dem Verdacht der „Sportbestechung“ fortgesetzt, verliefen jedoch schleppend. Uefa-Präsident Aleksander Čeferin äußerte sich bereits im April 2023 zum Vorgang, aber der europäische Verband wartete auf die Ermittlungen der spanischen Staatsanwaltschaft Ministerio Fiscal. Real zwingt die Uefa nun, selbst tätig zu werden. Barcelonas ärgster Konkurrent fordert nichts weniger als die Aberkennung aller Titel in dem Zeitraum, in welchem die Zahlungen vonseiten Barças erfolgten. Die Uefa könnte im schlimmsten Fall Barcelona nach Artikel vier der eigenen Statuten von den internationalen Wettbewerben ausschließen. Allein dieser Vorgang könnte im spanischen Spitzenfußball böses Blut schüren. Ligaboss sieht Goebbels-Taktiken Doch das ist bei Weitem nicht alles. Real Madrid geht auch gegen den Chef von La Liga vor. Der 64-jährige Javier Tebas hatte kürzlich die Berichterstattung von Reals vereinseigenem Sender scharf kritisiert, weil dieser laut ihm wiederholt Zusammenschnitte zeigte, welche Fehlentscheidungen zuungunsten Reals suggerieren würden. Tebas verglich die Vorgehensweise mit den Methoden von Joseph Goebbels, einst Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda unter Adolf Hitler. Das führte dazu, dass Real ein fast schon bizarres öffentliches Statement abgab, in welchem der Name Goebbels im ersten Satz genannt wurde. Die Madrilenen fordern den Rücktritt von Tebas. Der Vorsitzende des Nationalen Sportrats von Spanien (CSD), José Manuel Rodríguez Uribes, hat Tebas aufgefordert, sich für die Äußerungen zu entschuldigen, weil „die Grenzen der Meinungsfreiheit“ überschritten wurden. Tebas, der übrigens Unterstützer der nationalistischen VOX-Partei ist, wird ohnehin 2027 nicht für eine fünfte Amtszeit kandidieren. Real Madrid fordert trotzdem, dass er sofort seinen Posten räumt. Nebenher gehen die kleinen Sticheleien weiter. Als Reals Stürmerstar Vinícius Júnior kürzlich wegen einer Tätlichkeit für vier Spiele gesperrt wurde, konnten sich einige Madrilenen Kommentare ob der Behandlung des Brasilianers nicht verkneifen. Oder als Barcelona vor einer Woche bei Real Betis mit 5:2 gewann und während des Spiels der Betis-Spieler Facundo Bernal eine gerechtfertigte Rote Karte sah, war Real-Cheftrainer José Mourinho am nächsten Tag zur Stelle. Er hätte das Spiel nicht gesehen, weil er lieber Bayern München gegen RB Leipzig verfolgte, aber wäre vom Spielverlauf nicht überrascht gewesen. Mourinho kehrte im Sommer nach 13 Jahren zu Real zurück und ist ohnehin bekannt für seine markigen Sprüche in Richtung der Unparteiischen. Liga möchte Mourinho keine Munition liefern Auch über dem Clásico hängt schon vor dem Anpfiff am Sonntagabend ein leichter Schleier der Kontroverse. Berichten der spanischen Zeitung „Marca“ zufolge war Alejandro Hernández die ursprüngliche Wahl als Schiedsrichter für das Topspiel. Mourinhos Kritik am 43-Jährigen führte aber angeblich dazu, dass ein anderer die Spielleitung übernehmen sollte, um dem Real-Trainer keine weitere Munition zu geben. Anfang der Woche galt dann Javier Alberola Rojas als Favorit auf den Job des Clásico-Schiedsrichters, aber die Aktien von Juan Martínez Munuera stiegen zusehends in Richtung Wochenende. Am Samstagmittag wurde schließlich Martínez Munuera als Offizieller für das Topspiel bekannt gegeben. Es wird sein fünfter Clásico sein. Der Verantwortliche für den Videoassistenten (VAR) ist unterdessen Javier Iglesias Villanueva. Er wurde im Februar 2025 von Real scharf angegangen, als er den damaligen Schiedsrichter in einem Spiel zwischen Real und Espanyol nicht auf einen möglichen Tritt gegen Superstar Kylian Mbappé hingewiesen hatte. Die Besetzung des Schiedsrichtergespanns ist bereits im Vorfeld aufgeladen. Egal, wer am Ende die Pfeife im Camp Nou von Barcelona in die Hand nehmen würde, diese Person zusammen mit dem gesamten Gespann steht unter enormem Druck und kann eigentlich nur verlieren. Real Madrid hat zwar gelegentlich mit sportlichen Problemen zu kämpfen und der FC Barcelona ringt weiterhin mit einer angespannten finanziellen Lage, aber man kümmert sich speziell in der spanischen Hauptstadt zuletzt mehr um die Schiedsrichter als um vieles andere.

Wechsel im Winter: Alvarez sendet gemischte Signale

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Im Sommer wollte Julián Alvarez seinen Abgang von Atlético Madrid erzwingen und zum FC Barcelona wechseln. Der Plan soll weiter bestehen, dennoch startete der Argentinier nun eine Charme-Offensive bei (…)

Niclas Füllkrug: Bundesliga-Star reagiert auf Klopp-Ansage über Comeback

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Niclas Füllkrug trifft und trifft: Sollte Jürgen Klopp ihn doch wieder fürs DFB-Team nominieren? Der Stürmer reagiert auf die jüngsten Äußerungen des Bundestrainers. Die Debatte um ein mögliches DFB-Comeback von Werder-Stürmer Niclas Füllkrug nimmt nach seinen Saisontoren Nummer sieben und acht beim 3:2-Erfolg seiner Bremer in Mainz weiter Fahrt auf. Füllkrug gibt sich dabei aber weiter entspannt: „Ich glaube, dass der Bundestrainer eine ziemlich klare Aussage getätigt hat. Jeder kann daraus interpretieren, was er interpretieren möchte“, sagte er am Samstagabend im ZDF-„Sportstudio“. Die deutsche Nationalmannschaft um Trainer Klopp habe jetzt eine neue Ära eingeläutet, wolle jung und dynamisch sein. Mit Blick auf eine möglicherweise wieder ausbleibende Nominierung sagte Füllkrug: „Da verstehe ich das dann, wenn das der Fall sein sollte. Und wenn nicht, dann können wir immer noch darauf reagieren.“ „Beleidigungen sind gefallen“: Füllkrug gerät mit DFB-Profi aneinander Nach Roter Karte: Bundesliga-Profi erhält Todesdrohungen Klopp über Füllkrug: „Das ist nicht meine Schuld“ Vor wenigen Tagen hatte Klopp Stellung zur Debatte um Füllkrug bezogen – mit recht klarer Haltung. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, sagte er bei DAZN. Auf die Nachfrage, ob der nach seiner Rückkehr nach Bremen wieder stark aufspielende Stürmer deshalb nicht mehr in das Team passe, antwortete der Nationaltrainer: „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch. Langfristig, ja, also da müssen wir jetzt mal sehen …“ Konkret darauf angesprochen sagte Füllkrug nach dem Spiel in Mainz: „Er hat Fakten aufgezählt, mehr nicht. Ich bin 33 und schieße ein Tor nach dem anderen. Das war ja ohne Meinung. Es hat mich überhaupt nicht extra motiviert.“ Er spiele nicht für eine Nominierung, sondern für Werder. Füllkrug hat bislang 24 Länderspiele absolviert, konnte in diesen 14 Treffer erzielen.

Vor Clásico: Flick adelt Mourinho

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Hansi Flick hält große Stücke auf José Mourinho. Das bekräftigte der Coach des FC Barcelona über sein Gegenüber auf der Bank von Real Madrid im Vorfeld des Clásico am heutigen Sonntagabend (21 Uhr): (…)

Vincent Kompany: Miroslav Klose war von Zusammebruch „geschockt“

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Der Zusammenbruch von Vincent Kompany beschäftigt auch Miroslav Klose. Der Ex-Bayern-Profi hat ebenfalls mit dem hohen Arbeitspensum als Trainer im Profifußball zu kämpfen. Weltmeister Miroslav Klose hat auf den Zusammenbruch von Bayern-Coach Vincent Kompany reagiert. Nach dem Spiel gegen Kaiserslautern sprach der Trainer des 1. FC Nürnberg über seine Betroffenheit und darüber, wie schwer es Trainern falle, auf die eigene Belastung zu achten. „Ich war auch geschockt“, sagte Klose nach der 0:1-Pleite, der ersten Saisonniederlage des „Clubs“ in der 2. Bundesliga . Kompany wünsche er gute Besserung, so der 48-Jährige. Gesundheit sei das Allerwichtigste, Nächster schwacher Auftritt: Fans fordern Aus von Bundesliga-Trainer „Beleidigungen sind gefallen“: Füllkrug gerät mit DFB-Profi aneinander Auf die Frage, ob es für Trainer im Profifußball schwierig sei, auf sich selbst zu achten, antwortete der ehemalige Stürmer: „Es ist nicht einfach, denn wir sind alle stur.“ Man müsse sich „selbst die Freizeit für den Kopf freischaufeln“, schob Klose nach. „Ich merke es selbst bei mir: Ich habe einen Tag in der Woche, wo ich wirklich versuche, ein bisschen früher den Laden zu verlassen. Aber das schaffe ich nicht immer.“ Kompany fehlt wohl wochenlang Kompany war am Freitag an der Säbener Straße kollabiert, als er ein Training der Bayern-Amateure anschaute. Der Belgier wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort soll er noch einige Tage zur Beobachtung und für Untersuchungen bleiben. Bayern-Sportvorstand Max Eberl ließ am Samstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des deutschen Rekordmeisters in Freiburg (Sonntag, ab 17.30 Uhr im Liveticker bei t-online) durchblicken, dass Kompany dem Klub wohl wochenlang fehlen wird. Der 53-Jährige deutete dabei auch an, dass der Bayern-Trainer sich körperlich übernommen habe. Ob ein Zusammenhang des Zusammenbruches mit der „saftigen“ Virusinfektion besteht, von der Kompany zuletzt gesprochen hatte, ist nicht bekannt. Offensichtlich habe der 40-Jährige aber nicht auf Zeichen seines Körpers gehört, vermutete Eberl.

„Bock auf mehr“: Filter befeuert deutsche EM-Träume

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Katharina Filter ist die verlässliche Konstante im DHB-Tor – und eine Schlüsselfigur im Kampf um die nächste Medaille. Ihr starker Auftritt gegen Dänemark macht Mut für die EM. Der Traum von der nächsten Medaille hängt auch an ihren Reflexen. Katharina Filter hat knapp sechs Wochen vor der Handball-EM gezeigt, warum sie für die DHB-Auswahl unverzichtbar ist. Mit 14 Paraden beim 26:21 gegen Vize-Europameister Dänemark untermauerte die Nationaltorhüterin ihre Rolle als Schlüsselfigur auf der Jagd nach dem nächsten Edelmetall. Nach dem sensationellen zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft ist der Glaube an den ganz großen Coup gestiegen. „Wir haben einfach Bock auf mehr und Bock, diese Entwicklung, die wir haben, fortzusetzen“, sagte Filter und schickte damit eine Kampfansage an die Handball-Elite aus Frankreich und Norwegen. Die Duelle mit dem EM-Zweiten Dänemark und den Niederlanden im Rahmen der Golden League sind eine knallharte Standortbestimmung. „Da gibt’s in dieser Kombi wenig Besseres“, sagte Markus Gaugisch über den doppelten Stresstest. Filter als Rückhalt einer Abwehr im Umbruch Gerade in der Defensive steht der Bundestrainer vor großen Herausforderungen. Mit Aimée von Pereira hat eine der deutschen WM-Heldinnen im Sommer überraschend ihre Karriere beendet. Zudem ist fraglich, ob Xenia Smits nach ihrer Schwangerschaft rechtzeitig zur EM wieder zur Verfügung steht. Damit fehlen Gaugisch bei der EM möglicherweise zwei Leistungsträgerinnen des WM-Erfolgs. Umso wichtiger wird Filter. Die 27-Jährige soll mit ihren Paraden auch einer neu formierten Abwehr Sicherheit geben. Gegen Dänemark funktionierte das Zusammenspiel hervorragend. In den ersten 14 Minuten ließ die DHB-Auswahl lediglich vier Gegentore zu. Immer wieder scheiterten die Däninnen an der aggressiven Deckung oder an Filter. „Das ist die Grundlage für uns, für alles. Eine fantastische Katharina Filter. Das Zusammenspiel mit der Deckung – sehr hart, sehr kompromisslos“, lobte Gaugisch und ergänzte: „Wenn du kein Tor kriegst, darfst du vorne auch mal einen wegschmeißen.“ Gegen Dänemark leisteten sich die DHB-Spielerinnen um Emily Vogel, Alina Grijseels und Antje Döll phasenweise zu viele Fehler, konnten sich aber auf ihre Defensive verlassen. Kapitänin Döll: „Gegen jeden Gegner eine realistische Chance“ Genau diese Stabilität dürfte bei der EM entscheidend werden. Denn trotz des Selbstvertrauens nach dem Silber-Coup ist die Konkurrenz gewaltig – und die Vorrundengegner Schweden, Co-Gastgeber Slowakei und Serbien sind knifflig. Eine Torhüterin in Bestform kann da den Unterschied machen. Kapitänin Antje Döll sieht Deutschland zwar noch nicht in der Rolle des Gejagten, betonte aber das gewachsene Selbstvertrauen: „Dieses Gefühl, dass wir gegen jeden Gegner eine realistische Chance haben, merkt man der Mannschaft absolut an.“ Zwei Härtetests gegen den Olympia-Zweiten Viel Zeit zum Feinschliff bleibt nicht. Am kommenden Freitag wird Gaugisch seinen erweiterten EM-Kader bekanntgeben. Ende November warten zwei Tests gegen den Olympia-Zweiten Frankreich, ehe der DHB-Tross zur Vorrunde nach Bratislava reist. Bei erfolgreicher Qualifikation würde die DHB-Auswahl ihre weiteren Spiele im polnischen Kattowitz bestreiten. Für Filter bietet sich bei der EM die nächste Gelegenheit, ihre Klasse auf der großen Bühne zu beweisen.