Zwei frühere Bundesliga-Schiedsrichter hätten das frühe 1:0 der DFB-Elf gegen Ecuador nicht anerkannt. Das Tor von Leroy Sané zählt trotzdem – und ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderes. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich hätte das frühe 1:0 der DFB-Elf im dritten Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Ecuador nicht gegeben. Seiner Meinung nach habe Aleksandar Pavlovic unmittelbar vor dem Treffer von Leroy Sané (2. Minute) den Fuß im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu weit oben gehabt. „Vor der Torerzielung ein klares Foulspiel, da lege ich mich fest“, sagte Ittrich als Experte bei MagentaTV. „Ein klarer Fußtreffer oben zu sehen.“ Schiedsrichterin Tori Penso (USA) gab den Treffer trotzdem, auch der Video-Assistent schritt nicht ein. Ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Referee meldete ebenfalls Zweifel an: „Das ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung“, sagte Lutz Wagner in seiner Rolle als ARD-Experte. „Das wundert mich jetzt sehr, dass da auch kein Einspruch vom VAR kam. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn dieses Tor zurückgenommen wird“, sagte der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart. Erstes DFB-Tor für Sané bei einem großen Turnier Für Sané war es das erste Turniertor in seinem insgesamt 15. Spiel bei einer WM oder EM. Die aktuelle Weltmeisterschaft ist das fünfte große Turnier für den 30 Jahre alten Flügelspieler von Galatasaray Istanbul . Dem Datendienstleister Opta zufolge war das Führungstor nach einer Minute und 49 Sekunden das zweitschnellste der deutschen WM-Historie. Noch schneller war nur Ernst Lehner bei der WM 1934 gegen Österreich, der in der 1. Minute getroffen hatte.