Merino trifft spät für Spanien und besiegelt WM-Abschied von Ronaldo

Lange steht es in der Partie zwischen Spanien und Portugal 0:0. Viele Fans richten sich schon auf die Verlängerung ein, als es plötzlich doch noch zur Entscheidung kommt. Spanien hat das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht und im Achtelfinale Portugal 1:0 (0:0) besiegt. Dabei glänzte die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente nicht gänzlich. Lediglich zu Spielbeginn und gegen Ende war das Team deutlich stärker und erspielte sich Chancen. Erst in der Nachspielzeit erlöste Mikel Merino (90.+1) die Spanier. Auf der anderen Seite war es das letzte WM-Spiel der Karriere von Cristiano Ronaldo . Der Superstar hatte bereits vor der Partie angekündigt: „Das wird meine letzte Weltmeisterschaft sein.“ So lief das Spiel Den besseren Start ins Spiel vor 70.649 Zuschauern in Dallas erwischten die Spanier, die in den Zweikämpfen etwas griffiger wirkten und gewohnt ballsicher auftraten. Bei einem herrlich vorgetragenen Angriff steckte der frühere Leipziger Dani Olmo den Ball zu Mikel Oyarzabal durch, doch der völlig frei vor dem Tor aufgetauchte spanische Stürmer schoss knapp am Pfosten vorbei (8.). Kurz darauf hatte Ronaldo seine erste Chance: Nach einem Übersteiger im Strafraum verschaffte er sich etwas Platz, sein Schuss war aber zu unplatziert und kein Problem für Simón (12.). Auch Portugals Keeper Diogo Costa konnte sich nach einer Viertelstunde auszeichnen – und das gleich doppelt: erst gegen Lamine Yamal und dann noch spektakulärer gegen Alex Baena. Fall Balogun: Belgien lässt nicht locker – und droht mit weiteren Schritten „Kokosnüsse ausgesaugt“: Nach hitziger Partie: Superstar Mbappé rassistisch beleidigt Bis auf die Chancenverwertung knüpften die Spanier zunächst an ihre starke Leistung vom 3:0-Sieg in der ersten K.-o.-Runde gegen Österreich an. Vor allem der auffällige Olmo suchte in zentraler Position immer wieder den schnellen Pass in die Tiefe. Nach einer halben Stunde tauchte der Mittelfeldspieler selbst gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, sein Kopfball war aber zu harmlos. Dann stand wieder Ronaldo im Fokus. Nachdem Simón zunächst gegen João Félix pariert hatte, lauerte Ronaldo auf den Abpraller. Mit einem langen Bein und dem Rücken zum Tor brachte er den Ball tatsächlich Richtung Gehäuse, doch Simón verhinderte mit einer spektakulären Flugeinlage erneut einen Treffer des Altstars. Beim Schuss von Nuno Mendes, der von Pedro Porro abgefälscht wurde, wäre aber auch er chancenlos gewesen (41.). Diesmal rettete die Latte für Spanien. Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie ab. Beide Teams konnten oder wollten das Risiko in der Offensive nicht erhöhen. Ronaldo, der beim bis dato letzten WM-Spiel gegen Spanien 2018 drei Tore erzielt hatte, tauchte auch immer mehr ab. Portugal musste die verletzungsbedingte Auswechslung von Linksverteidiger Nuno Mendes (56.) verkraften, der Spaniens Jungstar Yamal nur selten zur Entfaltung kommen ließ. Der Profi des FC Barcelona hatte mit einem Freistoß eine vielversprechende Chance, doch erneut war Costa auf dem Posten (73.). Auf der Gegenseite traf Bruno Fernandes nur das Außennetz (76.). Bei den Portugiesen sorgte der eingewechselte Rafael Leão auf der linken Angriffsseite für etwas Gefahr. Doch das Tor fiel dank des Ex-Dortmunders Merino auf der anderen Seite.