Stich über Zverev als Kind: Dann war er «stinksauer»

Als Kind wollte Alexander Zverev immer Tennis spielen, jetzt kann er sich zum ersten deutschen Wimbledon-Sieger seit Michael Stich küren. Stich berichtet von Erinnerungen an Zverevs Kindheit. Ex-Wimbledon-Sieger Michael Stich (57) kennt Alexander Zverev (29) schon seit dessen Kindertagen und erzählte, wie groß der Ehrgeiz des jungen Alexander war. „Er wollte immer spielen und wenn keiner mit ihm gespielt hat, war er stinksauer“, berichtete Stich über seine Erinnerungen an den Fünf-, Sechs-, Siebenjährigen. „Er hatte immer diesen Hunger, er hatte immer diese totale Begeisterung“, schilderte Stich, der in Wimbledon als Experte für den Bezahlsender Prime Video im Einsatz ist. Stich spielte damals vor mehr als 20 Jahren häufiger mit Zverevs fast zehn Jahre älterem Bruder Mischa Zverev beim Uhlenhorster HC in Hamburg, wie er erzählte. Mit dem jüngeren Zverev-Bruder habe er nicht gespielt. „Mir war das zu anstrengend. Er wäre mir zu fordernd gewesen, weil er dann nicht nur sauer war, da flog dann auch mal ein Schläger, dann wurde auch mal geweint. Er wollte halt unbedingt“. Zverev kann sich heute (17.00 Uhr/Prime Video) zum ersten deutschen Wimbledon-Champion seit Stich vor 35 Jahren küren. Im Endspiel des Rasenklassikers in London tritt der Hamburger gegen den italienischen Vorjahressieger und Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner an. Erst vor fünf Wochen gewann Zverev bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel.