In der Darts-Szene endet derzeit offenbar jedes wichtige Turnier mit einem Titel von Luke Littler. Ein Ex-Profi feiert den 19-Jährigen in seinem Live-Kommentar. Darts-Weltmeister Luke Littler bleibt das sportliche Maß der Dinge. Im Finale des zweitwichtigsten Turniers des Jahres besiegte der 19-Jährige den walisischen Ex-Weltmeister Gerwyn Price deutlich mit 18:9. Der Engländer ließ dem Weltranglistensiebten keine Chance, spielte mit einem Schnitt von 111,53 Punkten und zwölf 180er-Aufnahmen erneut eine hervorragende Partie und feierte seinen achten Major-Sieg in Folge. Littler, der bereits die letzten neun Duelle mit dem PDC-Weltmeister von 2021 gewonnen hatte, startete furios in die Partie und lag schnell mit 6:1 vorn. In der Folge zog der Weltranglistenerste unaufhaltsam davon und sicherte sich schließlich die Phil-Taylor-Trophy sowie das Preisgeld von 225.000 Pfund. „Oh, du böser junger Mann“, entfuhr es TV-Experte und Ex-Profi Wayne Mardle bei der Live-Übertragung des Endspiels. Price, der im kommenden Januar mit 41 Jahren bereits Opa wird und vom Alter her Littlers Vater sein könnte, hatte sich vor dem Endspiel noch zuversichtlich präsentiert. „Wenn ich meine Bestform zeige, werde ich gewinnen“, hatte Price gesagt. Der ehemalige Rugby-Profi spielte dann wirklich exzellent, doch für Littler reichte es bei Weitem nicht. Littler bricht Rekorde – Titelsammlung fast komplett Der klare Sieg folgte auf die dominanten Auftritte Littlers im Halbfinale (17:5 gegen den Niederländer Dirk van Duijvenbode) sowie im Viertelfinale (16:7 gegen den nordirischen Youngster Josh Rock). Littler sorgte auch für zwei Rekorde beim World Matchplay: Mit insgesamt 66 180er-Aufnahmen im Turnier stellte er einen Bestwert auf, dazu pulverisierte er mit einem Turnierdurchschnitt von 111,04 Punkten den bisherigen Rekord (106,31) des 16-maligen Matchplay-Champions Phil Taylor aus dem Jahr 2010. Mit seinem Sieg beim World Matchplay ist „The Nuke“ weiterhin auf dem bestem Weg, als erster Spieler überhaupt alle großen Titel in einem Kalenderjahr zu gewinnen. Dafür fehlen ihm noch der World Grand Prix, die Europameisterschaft in Dortmund, der Grand Slam of Darts und die Players Championship Finals. Zuvor hatte er bereits die Weltmeisterschaft, das World Masters, die UK Open, die Premier League und den World Cup im Team mit Luke Humphries in Frankfurt gewonnen. Im Winter Gardens von Blackpool waren mit Martin Schindler und Niko Springer zwei deutsche Darts-Profis am Start. Beide unterlagen den Spielern, die am Ende das Finale unter sich ausmachten. Springer verlor gegen Littler mit 6:10, Schindler schied gegen Price mit 9:11 aus. Den Titel bei den Frauen sicherte sich die Britin Beau Greaves, die im April als erste Frau ein offenes Turnier auf der PDC-Tour gewonnen hatte. Im Finale besiegte die 22-Jährige ihre Landsfrau Fallon Sherrock mit 6:5. Für Greaves war es nach den Siegen 2023 und 2024 bereits der dritte Erfolg beim World Matchplay, für Sherrock hingegen die dritte Finalniederlage in Folge. Bereits 2024 verlor sie gegen Greaves, 2025 gegen die erfahrene Lisa Ashton.