Reese-Trubel: Ex-Hertha-Star verteidigt umstrittenen Wolfsburg-Wechsel

Fabian Reese verteidigt erneut seinen stark diskutierten Abgang von Hertha BSC. Der Stürmer polarisiert aktuell in der 2. Bundesliga. Fabian Reese hat sich in einem Interview mit „Sport Bild“ erneut zu seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg geäußert. Zuletzt wurde der 28-Jährige wiederholt bei Auswärtsspielen des VfL ausgepfiffen – unter anderem bei der Partie am vergangenen Wochenende gegen den Karlsruher SC . Auslöser dafür ist der Transfer aus der Haupt- in die Autostadt. „Wir sind bei einem Verein angestellt, das ist unser Arbeitgeber, für den wir alles geben“, sagte Reese nun. „Wenn sich eine Tür bei einem anderen Arbeitgeber öffnet, bei dem ich bessere Perspektiven habe oder einen längeren Vertrag bekomme, muss man darüber nachdenken, diese Chance zu nutzen.“ Trainer kontert Reporter: „Bitte hören Sie auf damit“ Umfrage bei Zweitligaklub: Fans fordern Rückkehr von umstrittener Hymne Auch seine eigenen Karriereentscheidungen würde Reese nicht grundsätzlich infrage stellen. „Die wichtigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Karriere habe ich aus voller Überzeugung getroffen“, führte der gebürtige Kieler aus. „Getroffene Entscheidungen Jahre später mit viel mehr Wissen zu bewerten, ist unfair – auch sich selbst gegenüber. In dem Moment haben sie sich richtig angefühlt. Daher bin ich da mit mir im Reinen.“ „Maximum der Belastbarkeit“ In Wolfsburg nehme er außerdem ein anderes Umfeld wahr. „Die vergangenen Jahre waren die bisher besten meines Lebens. Aber sie waren auch so intensiv, dass sie an das Maximum der Belastbarkeit bei mir gingen.“ Den Aufstieg in die Bundesliga habe er im Blick, konkrete Ziele formuliere er aber nicht mehr: „Ich schaue nicht mehr so weit in die Zukunft, sondern möchte heute alles geben, um die Chance auf Erfolg zu vergrößern.“ Aus den ersten drei Ligaspielen nahmen die Wolfsburger sieben Punkte mit. Auch zur Erwartungshaltung äußerte sich Reese. Wolfsburg habe „den wertvollsten Kader“, die „meisten Transferausgaben“ und die „höchsten Transfereinnahmen“. Einen Automatismus sehe er darin nicht und sagte, die Mannschaft müsse „einen Spirit entwickeln, ein Team bilden“.