Transfermarkt: Manchester City gibt über 500 Millionen Euro aus

Erneut haben im Transfersommer zahlreiche Stars den Verein gewechselt. t-online gibt eine Übersicht über die wichtigsten Deals der vergangenen Wochen. Der „Deadline Day“ ist vorüber, das Transferfenster im europäischen Spitzenfußball hat sich geschlossen. Mehrere Stars haben ihre Klubs verlassen und sich neuen Arbeitgebern angeschlossen. Erneut wurde dabei viel Geld zwischen den Vereinen hin und her überwiesen, um die Kader gezielt zu verstärken. Allein die 20 Klubs der englischen Premier League haben weit über drei Milliarden Euro ausgegeben. Für hohe Summen haben in diesem Sommer sowohl einige junge Talente als auch einige arrivierte Profis gewechselt, darunter ein Ballon-d’Or-Sieger. Andere Stars wurden wiederum erst einmal nur ver- oder ausgeliehen. Auch einige deutsche Nationalspieler laufen künftig für einen neuen Verein auf. t-online zeigt, welche Top-Transfers in den vergangenen Wochen getätigt wurden und welche Klubs am meisten investiert haben. BVB und Bayern in der Bundesliga Spitze In der Bundesliga haben Borussia Dortmund und der FC Bayern ihre Ansprüche, auch künftig die Zugpferde des deutschen Profifußballs zu sein, auf dem Transfermarkt eindrucksvoll untermauert. Sowohl der BVB als auch die Münchner investierten knapp über 100 Millionen Euro. Lediglich Bayer Leverkusen übertrumpfte die beiden deutschen Vorzeigeklubs und kaufte sogar für 157 Millionen Euro ein. Insgesamt gab die Bundesliga rund 780 Millionen Euro aus. Beim BVB floss der Großteil des Geldes in den Kauf zweier griechischer Top-Talente. Den 23-jährigen Giannis Konstantelias ließen sich die „Schwarz-Gelben“ 26 Millionen Euro kosten, den gerade einmal 18 Jahre alten Konstantinos Karetsas wiederum 30 Millionen Euro. Beide konnten in der Vorbereitung und der Frühphase der Saison bereits unter Beweis stellen, dass sie der Mannschaft von Niko Kovač in Zukunft weiterhelfen können. Bitter jedoch: Konstantelias, der im ersten Ligaspiel gegen den Hamburger SV gleich seinen Premierentreffer erzielte, zog sich gegen die „Rothosen“ kurz darauf einen Kreuzbandriss zu und fällt monatelang aus. „Diese Nachricht trifft uns sehr, denn Giannis hat in sehr kurzer Zeit schon gezeigt, warum wir in ihm einen tollen Spieler für Borussia Dortmund sehen“, sagte Geschäftsführer Lars Ricken . Der BVB fand für Konstantelias jedoch kurzerhand Ersatz und lieh Ethan Nwaneri für eine Saison vom FC Arsenal aus. Zudem ist auch der niederländische Nationalspieler Joey Veerman (für 22 Millionen Euro von der PSV Eindhoven) neu im Team. Weg sind wiederum die ehemaligen Nationalspieler Niklas Süle (Karriereende) und Julian Brandt (Ajax Amsterdam/ablösefrei). DFB-Profi Karim Adeyemi schloss sich für 22 Millionen Euro dem FC Barcelona an. Der 24-Jährige konnte in den ersten drei Partien für die Katalanen bereits zwei Scorerpunkte (ein Tor, eine Vorlage) sammeln. FC Bayern: 50 Millionen Euro für „sehr intelligenten Spieler“ Der FC Bayern verzeichnet in diesem Jahr zwei prominente Neuzugänge. Für jeweils 50 Millionen Euro heuerten Ismael Saibari von der PSV Eindhoven sowie Nationalspieler Nathaniel Brown in München an. Saibari fügte sich mit zwei Vorlagen beim Auftaktsieg in der Liga gegen Stuttgart (5:1) ein. WM-Fahrer Brown hatte eine Woche zuvor bereits den Führungstreffer beim 2:1-Erfolg über den BVB im Supercup erzielt und damit ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. DFB-Kapitän Joshua Kimmich lobte den Abwehrmann, der zum Saisonstart im offensiven Mittelfeld agierte, im Nachgang als „sehr intelligenten Spieler“. Verlassen hat den deutschen Rekordmeister unter anderem João Palhinha. Der Portugiese kam vor zwei Jahren für 51 Millionen Euro vom FC Fulham und entwickelte sich zum wohl größten Missverständnis der jüngeren Vereinsgeschichte. Nach einer einjährigen Leihe zu Tottenham verkauften die Bayern den Mittelfeldspieler nun für 14 Millionen Euro an Benfica Lissabon . DFB-Star Leon Goretzka verließ den Klub zudem ablösefrei in Richtung Aston Villa . Acht Jahre hatte er in München gespielt und zahlreiche Titel gewonnen – darunter sieben Meisterschaften und einmal die Champions League . Neuer Real-Star bringt Leipzig 125 Millionen Euro ein Der VfB Stuttgart verpflichtete derweil für 25 Millionen Euro mit Dženan Pejčinović einen künftigen DFB-Stürmer. Jürgen Klopp bestätigte bereits, den ehemaligen Wolfsburger in seine Planungen einbeziehen zu wollen. „Er weiß das jetzt, weil ich gesagt habe: Wenn ich Montag in Stuttgart bin, treffen wir uns“, sagte der neue Bundestrainer am vergangenen Freitag vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel in München. Bei Bayer Leverkusen zählen zu den zahlreichen und kostspieligen Neuzugängen unter anderem Top-Talent Kennet Eichhorn von Hertha BSC (neun Millionen Euro), Rückkehrer Moussa Diaby (für 28 Millionen Euro von Al-Ittihad) und Guéla Doué (für 30 Millionen Euro von Racing Straßburg). Dafür suchten die Meisterspieler Exequiel Palacios (für 22,5 Millionen zu Ipswich Town) und Alejandro Grimaldo (für 15 Millionen Euro zu Atlético Madrid) nach mehreren erfolgreichen Jahren im Trikot der „Werkself“ eine neue Herausforderung. Für den 18-jährigen Bosnier Kerim Alajbegović überwies Juventus Turin zudem satte 32 Millionen Euro nach Leverkusen. Die höchste Summe für einen einzelnen Bundesliga-Spieler nahm jedoch RB Leipzig ein. Für Yan Diomandé erhielten die Sachsen 125 Millionen Euro von Real Madrid. Das Geld steckte der Klub um Neu-Trainer Martín Demichelis unter anderem in Gladbach-Kapitän Rocco Reitz und Christopher Nkunku. Der Franzose, der bereits von 2019 bis 2023 für RB spielte, kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Es fühlt sich an, als wäre ich nie wirklich weg gewesen“, schrieb er auf seinem Instagram-Kanal. Teuerste Transfers des Sommers: zwei Engländer vorne Der teuerste Transfer des Sommers war der Wechsel von Diomandé nach Madrid derweil nicht. Die Spitzenposition in dieser Kategorie nimmt in diesem Jahr Enzo Fernández ein. Der argentinische Weltmeister wechselte am „Deadline Day“ vom FC Chelsea zu Manchester City und kostete die „Skyblues“ 145 Millionen Euro. Damit löste er wenige Stunden vor Transferschluss Morgan Rogers ab. Den englischen Nationalspieler hatte Chelsea bereits im Juli aus seinem Vertrag bei Aston Villa herausgekauft – für 138 Millionen Euro. Auf Rang drei steht ein weiterer Senkrechtstarter der „Three Lions“: Elliot Anderson. Für das Mittelfeld-Ass überwies Manchester City 135 Millionen Euro nach Nottingham. Der FC Liverpool, der im vergangenen Jahr noch mindestens 125 Millionen Euro für Florian Wirtz gezahlt hatte, investierte nun die gleiche Summe in Bradley Barcola von Paris Saint-Germain. Insgesamt marschierte die Premier League auch in diesem Transferfenster hinsichtlich der Ausgaben im europäischen Vergleich vorneweg. Tottenham Hotspur verpflichtete unter anderem Sandro Tonali (108 Millionen Euro/Newcastle), Mateus Fernandes (99 Millionen/West Ham), Sávio (87,7 Millionen/Manchester City) und Jan Paul van Hecke (60 Millionen/Brighton) für insgesamt mehr als 350 Millionen Euro. Bei der Leihe von Ex-Frankfurter Omar Marmoush wird zudem eine Kaufpflicht von 58 Millionen Euro greifen, die auf bis zu 70 Millionen Euro ansteigen kann. Auch Aston Villa, das unter anderem 55,5 Millionen Euro für Ex-Bayern-Profi Nicolas Jackson und 60 Millionen Euro für den Freiburger Johan Manzambi ausgab, knackte die Marke von 300 Millionen Euro – genauso wie Newcastle United. Der FC Chelsea ging sogar für mehr als 400 Millionen Euro auf Shoppingtour. Neben Rogers eisten die „Blues“ auch den ehemaligen Wolfsburger Maxence Lacroix von seinem bisherigen Arbeitgeber Crystal Palace los. 60,7 Millionen Euro war Chelsea der Verteidiger wert. Am meisten gab jedoch Manchester City aus. Im ersten Transferfenster nach der Ära Pep Guardiolas belaufen sich die Ausgaben für neue Spieler letztlich auf 526,2 Millionen Euro. Neben Fernández und Anderson kosteten vor allem Ayyoub Bouaddi (99 Millionen Euro/LOSC Lille) und Iliman Ndiaye (70 Millionen Euro/Everton) beträchtliche Summen. Einen viel beachteten Transfer tätigte zudem auch Brighton & Hove Albion. Das Team von Trainer Fabian Hürzeler (früher St. Pauli) bediente sich bei Tottenham und angelte sich Luka Vušković. Das 19-jährige Abwehrtalent hatte in der vergangenen Spielzeit als Leihprofi beim Hamburger SV Furore gemacht. Nun sicherte sich Brighton für 54 Millionen Euro die Dienste des Kroaten. Rodri zu Barcelona, Woltemade nach Turin Aufsehen erregte zudem der Transfer eines Weltfußballers. Spaniens Mittelfeldstratege Rodri, der 2024 den Ballon d’Or gewonnen hatte, kehrte nach sieben erfolgreichen Jahren bei Manchester City in seine Heimat zurück. Der Welt- und Europameister wechselte aber nicht in seine Geburtsstadt Madrid zu Real oder Ex-Klub Atlético. Künftig zieht der 30-Jährige beim von Hansi Flick trainierten FC Barcelona die Fäden. Der spanische Meister gab auf der anderen Seite einen anderen Top-Star nach Frankreich ab. Ferran Torres, Torschütze im Finale beim spanischen WM-Triumph über Argentinien, soll künftig bei Paris Saint-Germain das Angriffsspiel weiter beleben. Der 26-Jährige kostete den zweifachen Champions-League-Sieger 48,5 Millionen Euro. Im Umkehrschluss transferierte PSG Gonçalo Ramos nach Italien zur AC Mailand. 74 Millionen Euro strich der Hauptstadtklub bei dem Deal ein. Es ist jedoch nicht der einzige hochkarätige Wechsel in die Serie A. Aus deutscher Sicht rückte am „Deadline Day“ in erster Linie der Transfer von Nick Woltemade in den Fokus. Der Stürmer war im vergangenen Sommer für 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart an Newcastle United verkauft worden. Ein Jahr später bricht der 1,98 Meter große DFB-Stürmer seine Zelte an der Tyne bereits wieder ab – zumindest vorerst. Woltemade spielt künftig auf Leihbasis für Juventus Turin.