Formel 1: Vettel fährt Schumacher-Ferrari – mit Tränen in den Augen

Sebastian Vettel fährt in Monza Runden im Ferrari F2002 – zu Ehren seines Freundes Michael Schumacher. Was er danach sagt, lässt tief blicken. Vor dem Großen Preis von Italien in Monza hat Sebastian Vettel in Michael Schumachers Ferrari F2002 Runden gedreht. Der viermalige Weltmeister ehrte damit seinen Freund – und zeigte sich danach sichtlich bewegt. Vettel kletterte aus dem Cockpit und sagte: „Unglaublich, mein Herz pocht, ich bin sehr stolz, und ich vermisse Michael.“ Das Rennwochenende steht im Zeichen des siebenmaligen Weltmeisters. Schumacher bestritt vor 30 Jahren seine erste Saison für Ferrari. Am Dienstag, dem 8. September, jährt sich sein erster Heimsieg in Monza zum 30. Mal. F1-Star könnte alles verlieren: Böse Erinnerungen werden wach Teams sind sich einig: Warum die Formel 1 ihre Rennen verkürzen will Vor vollbesetzten Tribünen drehte Vettel seine Runden – begleitet vom Jubel der Fans und dem in der heutigen Formel 1 ungewohnten Klang des V10-Motors. Vettel sagte: „Das ist Michaels Moment, wir senden ihm all unsere Liebe und unsere Emotionen.“ Die Reaktion der Zuschauer zeige, „wie lebendig Michaels Geist und Ferraris Geist hier sind“. Vettel ergänzte: „Michael ist ein zeitloser Gewinner für dieses Team und für die Menschen hier. Die Väter und Mütter tragen das in die nächste Generation, und die macht dann das Gleiche.“ Schumacher sei „heute nicht hier, aber ich habe ihn sehr gespürt. Es ist ein besonderer Moment, der mich meinen Freund noch mehr vermissen lässt.“ Schumacher ist für Vettel ein Kindheitsidol – später freundeten sich die beiden an. Schumacher kam 1996 als zweimaliger Weltmeister zu Ferrari. Das Team war damals weit vom WM-Titel entfernt, dennoch gewann Schumacher gleich im ersten Jahr drei Rennen. Ab 2000 dominierte er mit der Scuderia die Formel 1 und wurde fünfmal in Folge Weltmeister. Seinen Rekord von insgesamt sieben Titeln teilt er bis heute mit Lewis Hamilton , der mittlerweile selbst für Ferrari fährt. Seit einem Skiunfall im Dezember 2013 schützt Schumachers Familie dessen Privatsphäre – offizielle Informationen über seinen Gesundheitszustand werden nicht geteilt.