2006 sorgte Fabio Grosso im WM-Halbfinale in Dortmund für viele Tränen auf deutscher Seite und krönte sich mit Italien kurz darauf zum Weltmeister. Als Trainer läuft es dagegen holprig. Der einstige Deutschland-Schreck Fabio Grosso ist bereits nach dem dritten Spieltag der Serie A seinen Trainerjob beim italienischen Traditionsclub AC Florenz wieder los. Wie der Club mitteilte, wurde der 48-Jährige nach der dritten Niederlage in Serie von seinen Aufgaben entbunden. Dabei hatte Grosso erst im Sommer das Traineramt beim kriselnden Verein übernommen. Grosso ist den deutschen Fußball-Fans vor allem von der Heim-WM 2006 in unschöner Erinnerung. Im Halbfinale in Dortmund erzielte der einstige Verteidiger in der 119. Minute das vorentscheidende Tor zum 1:0 für Italien, am Ende gewann die Squadra Azzurra mit 2:0 nach Verlängerung. Italien gewann schließlich auch das WM-Finale gegen Frankreich im Elfmeterschießen. Den entscheidenden Elfmeter zum 5:3 verwandelte ebenfalls Grosso. Einen Nachfolger hat die Fiorentina noch nicht bekanntgegeben. Der Club, der gerade sein 100-jähriges Bestehen feiert, steckt seit geraumer Zeit in der Krise. Erst in der vergangenen Saison stand der Verein aus der Toskana tief im Tabellenkeller und rettete sich erst dank einer Aufholjagd in der Rückrunde. Im Sommer hatte der Club durchaus viel investiert, um die Wende zu schaffen – nach den drei Pleiten zum Start ist Florenz nun aber Tabellenletzter. Grosso hat sich vor allem in der Serie B einen Namen gemacht. Dort führte er Frosinone Calcio (2023) und Sassuolo Calcio (2025) zum Aufstieg. Sein Abstecher nach Frankreich zu Olympique Lyon (2023) blieb dagegen erfolglos.