SV Elversberg: Einspruch gegen Platzverweis von Trainer Vincent Wagner

Elversberg legt Einspruch gegen die Sperre von seinem Trainer. Die Entscheidung bestimmt, von wo aus Vincent Wagner das Spiel gegen Bayern verfolgt. Die SV Elversberg hat beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fristgerecht Einspruch gegen die Sperre von Trainer Vincent Wagner eingelegt. Der 40-Jährige sah beim 4:3-Sieg des Bundesliga-Aufsteigers in Mönchengladbach eine Gelb-Rote Karte – und steht deshalb möglicherweise beim nächsten Heimspiel nicht an der Seitenlinie. Gibt das Sportgericht dem Einspruch statt, darf Wagner am kommenden Sonntag gegen den FC Bayern seiner üblichen Tätigkeit nachkommen (ab 17.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Weist es ihn ab, muss er die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Trainer muss umstellen : BVB in Abwehrnot vor Champions-League-Spiel „Wie ein schlechter Kane“: Hamann übt scharfe Kritik an Bayern-Neuzugang Schiedsrichter Martin Petersen hatte Wagner am vergangenen Samstag wegen unsportlichen Verhaltens auf die Tribüne geschickt. Die Entscheidung war umstritten, weil Wagner den Unparteiischen weder physisch noch verbal angegriffen hatte. Matthäus: „An Lächerlichkeit kaum zu überbieten“ Rückendeckung bekam Wagner ausgerechnet vom kommenden Gegner. Jan-Christian Dreesen, Vorstandschef der Münchner, hatte bereits am Sonntag im Fußballtalk „Doppelpass“ eine Annullierung der Sperre in den Raum geworfen. „Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperren auszusprechen, wenn das alle so sehen“, sagte er. Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus legte sich fest: „Das finde ich an Lächerlichkeit kaum zu überbieten“, schrieb der 65-Jährige in seiner Sky-Kolumne. „Wenn man Gerechtigkeit im Fußball möchte, dann muss man auch ein bisschen Fingerspitzengefühl haben.“ Wagner sei aus Matthäus‘ Sicht „beinahe schon wie eine Maus, die sich nicht erwischen lassen will, ganz ruhig und ohne Aggressivität zum Schiedsrichter geschlichen“. Selbst Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hatte sich kritisch über den Platzverweis geäußert. „Im Nachgang betrachtet wären Möglichkeiten dagewesen, die hätten gezogen werden können, sodass es nicht zu der Gelb-Roten Karte hätte kommen müssen. Am Ende des Tages war das in Summe eine unglückliche Situation“, sagte Kircher im „Doppelpass“. Wann das Gericht entscheidet, ist offen. Eine Vereinssprecherin bestätigte den Einspruch der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatten die „Bild“-Zeitung und der Saarländische Rundfunk berichtet.