Basketball-WM der Frauen: Deutschland zieht ins Viertelfinale ein

Von Beginn tritt Deutschland stark auf, kurz vor der Halbzeit setzt sich das Team dann deutlich ab. Südkorea kommt nicht mehr heran. Die deutschen Basketballerinnen haben das Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land erreicht. Im Playoff-Spiel gegen Südkorea setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange in der Berliner Uber Arena mit 94:56 (46:29) durch. Am Donnerstag geht es nun gegen Belgien (ab 17.45 Uhr im t-online-Liveticker), die Europameisterinnen von 2023 und 2025 gewannen die Gruppe C ohne Niederlage. Zum Auftakt hatte Deutschland gegen Spanien mit 30 Punkten Unterschied verloren. Danach folgten aber zwei klare Siege gegen Japan und Mali, sodass die Gastgeberinnen die Vorrunde als Zweiter hinter Medaillenkandidat Spanien abschlossen. So lief das Spiel Die DBB-Auswahl trat von Anfang an voller Überzeugung auf. „Wir haben unser Selbstvertrauen gefunden“, hatte Bundestrainer Lange vor der Partie gesagt. „Im ersten Spiel gegen Spanien waren da noch viele Zweifel. Aber durch die Siege gegen Japan und Mali haben wir unseren Glauben gefunden und glauben mehr an unsere Stärken.“ Tränen bei Fans: Schwere Verletzung überschattet Spiel bei Basketball-WM „Meine Traumfrau“: Früherer Biathlon-Star schwärmt von Partnerin Gegen die deutlich kleineren Südkoreanerinnen spielte das deutsche Team die körperliche Überlegenheit von Beginn an geschickt aus. Die Gastgeberinnen zogen wiederholt zum Korb und waren von ihren Gegenspielerinnen kaum zu stoppen. Schon nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit neun Punkten vorne (23:14), zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 46:29 praktisch bereits entschieden. Dass es das vierte Spiel in fünf Tagen war, merkte man den deutschen Spielerinnen nicht an. „Wir alle haben so Bock, vor dieser Kulisse zu spielen, dass wir gar nicht groß darüber nachdenken, wie müde wir sind“, hatte Kapitänin Marie Gülich im Vorfeld gesagt. Durch den klaren Vorsprung konnte es sich Lange wie schon am Tag zuvor beim Kantersieg gegen Mali leisten, seinen Topspielerinnen immer wieder Verschnaufpausen zu geben. Schon vor der Pause kamen alle zwölf Spielerinnen zum Einsatz. „Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir Tiefe haben“, sagte Lange. Vor allem Gülich, die nach einem Jahr Pause wegen eines Kreuzbandrisses in diesem Sommer wieder ihre ersten Spiele macht, stach aus einer geschlossenen Teamleistung heraus. Nach 20 Minuten hatte sie bereits 14 Punkte, drei Rebounds und drei Assists auf ihrem Konto. Nach dem Seitenwechsel baute Deutschland den Vorsprung kontinuierlich aus. Im dritten Viertel wuchs die Führung auf über 30 Punkte an. Auch, weil die Südkoreanerinnen schwach aus der Distanz trafen. Dirk Nowitzki konnte die Partie so gelassen in einer Loge der Uber Arena verfolgen. Der NBA-Champion von 2011 wird auch zum Viertelfinale gegen Belgien wiederkommen. Dann dürfte er eine deutlich spannendere Partie erleben.