Mitchell Weiser kehrt nach langer Pause auf den Platz zurück – ausgerechnet beim Klub, bei dem seine Karriere begann. Was den Werder-Profi danach zu Tränen rührt, bewegt auch einen Mitspieler. Nach 424 Tagen hat Werder Bremens Mitchell Weiser sein Comeback nach einem Kreuzbandriss gefeiert. Der 32-jährige Flügelspieler wurde beim 1:1 bei seinem Jugendklub 1. FC Köln in der 83. Minute eingewechselt – und stand danach mit Tränen in den Augen vor dem Bremer Fanblock. 2012 hatte Weiser im Kölner Trikot sein Bundesligadebüt gegeben. Das Auswärtsspiel dort war für ihn „das große Ziel“ gewesen. Nach dem Spiel sagte er: „Ich habe es sehr vermisst, auf dem Platz zu stehen und in einem Stadion mit den Jungs um Punkte zu kämpfen.“ Er verriet auch, dass der Einsatz nicht sicher war: „Wenn es nach anderen Leuten gegangen wäre, wäre es wohl erst im nächsten Spiel zum Comeback gekommen.“ Erster DFB-Kader: Bundesliga spricht über Jürgen Klopp Bayerns gefeierter „Mister Nonchalant“: Olise bleibt ein großes Mysterium Über seine Rückkehr an den Ort seines Debüts sagte Weiser: „Hier hat alles für mich angefangen, in diesem Stadion. Da ist einfach etwas hochgekommen.“ Niclas Füllkrug fühlt mit Weiser: „Sind stolz auf ihn“ Die knapp zehn Minuten Spielzeit forderten ihn körperlich. Für den Einsatz zeigte er sich Trainer Daniel Thioune gegenüber „sehr dankbar“. Weiser erklärte: „Ein großer Schritt ist geschafft, aber der Prozess ist noch lange nicht zu Ende.“ Er habe in diesen Minuten „sonst nicht mal in 90 Minuten gepumpt“. Was seine Ausdauer angeht, müsse noch viel kommen, aber es gehe „nur über Einsatzzeit“. Auch Rückkehrer Niclas Füllkrug zeigte sich bewegt. Der Stürmer hatte den Bremer Treffer erzielt und Weiser danach vor dem Fanblock erlebt. Füllkrug sagte: „Ich musste sogar mitweinen“, als er „Mitchi mit Tränen in den Augen“ sah. Er kenne das Gefühl aus eigener Erfahrung: „Ich kenne das leider selbst. Ich hatte auch einen Kreuzbandriss. Wir sind stolz auf ihn und glücklich, dass er wieder da ist.“