Mehr Geld, mehr Mitsprache: Tennisstars wie Aryna Sabalenka machten zuletzt Druck auf die Grand Slams. Ein Spielerbeirat soll den Streit entschärfen. Doch die Profis halten sich eine Hintertür offen. Führende Tennisprofis wollen ihren öffentlichen Kampf um einen größeren Anteil an den Einnahmen der vier Grand-Slam-Turniere vorerst beenden. Grund dafür ist die bereits im August angekündigte Gründung eines Grand-Slam-Spielerbeirats, wie Spielervertreter nach dem US-Open-Finale erklärten. „Die Spieler werden nun direkt mit den Grand-Slam-Veranstaltern zusammenarbeiten, um den Rat zu gründen, über den die Spieler selbst direkt konsultiert werden und fortlaufend verhandeln können“, hieß es in der Erklärung, aus der unter anderem die Nachrichtenagentur AP zitierte. Sollte das Gremium die angestrebten Ziele nicht erreichen, behielten sich die Spieler allerdings vor, ihren Protest wieder aufzunehmen. Darum geht es in dem Prämien-Zoff Neben mehr Mitspracherecht und besseren Gesundheitsleistungen fordern die Profis vor allem einen größeren Anteil an den Einnahmen – nämlich 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten. Zu den prominenten Unterstützern gehörten unter anderem Aryna Sabalenka und Coco Gauff. Bei den French Open und in Wimbledon hatten einige Spieler aus Protest ihre Medienauftritte eingeschränkt. Zeitweise stand sogar ein möglicher Boykott der Grand-Slam-Turniere im Raum. Tennisspieler erkennen positive Entwicklung Nach Angaben der Spielervertreter ist das Preisgeld seit Einreichung ihrer Forderungen 2025 allerdings deutlich gestiegen. Für die Grand-Slam-Turniere 2025 und 2026 summiere es sich auf 415,6 Millionen US-Dollar . Die Spieler schätzen, dass mehr als 30 Millionen US-Dollar davon auf zusätzliche Gewinne zurückzuführen sind, die über der Wachstumsrate der Jahre vor Beginn der Kampagne liegen.