Sein letztes Engagement an der Seitenlinie war für Sandro Wagner nur von kurzer Dauer. Jetzt heuert der Ex-Stürmer wohl in der 2. Bundesliga an. Sandro Wagner kehrt offenbar auf die Fußballbühne zurück. Der 38-Jährige befindet sich laut „Bild“ in Verhandlungen mit Hannover 96. Dort soll Wagner den Posten von Christian Titz übernehmen. Der Cheftrainer der „Roten“ steht unmittelbar vor der Entlassung. Laut Bericht soll Wagner bereits am Dienstag seine erste Einheit bei Hannover leiten und am kommenden Sonntag sein Pflichtspieldebüt für die Niedersachsen feiern. Dann trifft 96 in der 2. Bundesliga zu Hause auf den VfL Bochum (ab 13.30 Uhr im Liveticker bei t-online). Nach Juventus-Pleite: Italienische Medien kritisieren DFB-Stürmer Fehlentscheidung in England? Haaland-Tor entfacht Diskussionen Erfolglos in Augsburg, Aufstieg mit Unterhaching Wagner, der als Profi unter anderem für den FC Bayern , Werder Bremen und Hertha BSC aufgelaufen war, hatte zuletzt 2025 den FC Augsburg trainiert. Das Engagement bei den Fuggerstädtern endete aber bereits nach wenigen Monaten. In zwölf Ligapartien hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler (acht Länderspiele, fünf Tore) lediglich drei Siege, ein Remis und acht Niederlagen geholt. Zudem schied der FCA mit ihm in der zweiten Pokalrunde gegen den Zweitligisten VfL Bochum aus. Zuvor war Wagner als Trainer jedoch auch erfolgreich gewesen. Mit der SpVgg Unterhaching wurde er 2023 in der Regionalliga Bayern Meister, führte den Klub damit in die 3. Liga. Im Anschluss zog es ihn zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Co-Trainer von Hannes Wolf bei der deutschen U20-Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Rudi Völler übernahm er nach der Freistellung von Bundestrainer Hansi Flick im September 2023 Interimsweise die A-Auswahl für ein Testspiel gegen Frankreich. Deutschland siegte mit 2:1. Kurz darauf wurde Julian Nagelsmann als neuer Bundestrainer vorgestellt. Wagner wurde sein Assistent. Mit Nagelsmann betreute er die Mannschaft bei der Heim-Europameisterschaft 2024, gab seinen Posten jedoch nach dem Final-Four-Turnier der Nations League ein Jahr später auf. Nach Rang vier: Hannover mit schwachem Saisonstart In Hannover soll Wagner den Klub nach einem verpatzten Saisonstart wieder in die Spur führen. 96 war unter Titz in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt und letztlich auf Rang vier eingetrudelt. In der neuen Spielzeit sollte nun im achten Anlauf endlich die Rückkehr ins deutsche Oberhaus gelingen. Doch aus den ersten fünf Partien holte das Team lediglich vier Punkte, musste bereits drei Niederlagen schlucken. Die Realität in der Tabelle: Rang 15. Titz war 2025 aus Magdeburg nach Hannover gekommen. Das Verhältnis zwischen dem 55-Jährigen und Hannovers Sportboss Jonas Boldt, der seit Juni im Amt ist, gilt als angespannt. Bereits in der Sommervorbereitung gab es starke Differenzen, vorrangig aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen in der Kaderzusammenstellung. Nach der 1:2-Niederlage in Nürnberg am Freitag äußerte sich Boldt bereits vielsagend zur Zukunft von Titz. „Ich bin sehr angefressen, ich bin auch nicht der Typ, der irgendwelche Parolen raushaut oder irgendwelche Pläne oder ein Zwischenfazit“, vermied der 44-Jährige ein Bekenntnis zu seinem Trainer. „Fakt ist: Wir haben hier verloren und stehen mit vier Punkten nach fünf Spielen da. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wie am Ende des Spiels in unterschiedliche Richtungen laufen. Das ist entscheidend.“ Zudem erklärte Boldt: „Ich habe gehofft, dass wir den Schwung vom vierten Tabellenplatz aus der vergangenen Saison mitnehmen können. Deshalb habe ich gesagt, dass ich erst mal nichts verändern werde. Aber dass wir so – auch von den Ergebnissen und wie wir Spiele hergeschenkt haben – nicht weitermachen können, das liegt auf der Hand.“ Eine Änderung führt der Manager nun offenbar auf der Trainerposition herbei: von Titz zu Wagner.