Die Vertragsverlängerung von Max Eberl wurde im Sommer zur Hängepartie. Nun offenbarte Uli Hoeneß, was ihm an Eberl nicht passte – und lobte diesen für seinen Wandel. Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat eingeräumt, dass er in der Vergangenheit nicht immer zufrieden mit der Arbeit von Sportvorstand Max Eberl war. Nach dessen Vertragsverlängerung beim Rekordmeister bescheinigte er ihm gleichzeitig aber eine positive Entwicklung. „Ich finde, dass sich Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat. Wir alle, Karl-Heinz (Rummenigge, d. Red.) und ich und natürlich Herbert Hainer (der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern; Anm. d. Red.) sind von ihm viel besser informiert worden, als vorher“, sagte er am Rande der Jubiläumsveranstaltung zu 80 Jahren Basketball beim FC Bayern im SAP Garden am Montag über die Eberl-Wende. Uli Hoeneß: Bayern-Ehrenpräsident huldigt Red-Bull-Gründer Mateschitz Weg frei für Sandro Wagner ? Zweitligist entlässt Trainer Der 74-Jährige benannte auch deutlich, was ihm zuvor an Eberl nicht gepasst hat. Hoeneß: „Er hat ja so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert. In der Beziehung hat er super gearbeitet. Und vor allem, wenn man die Transferperiode sieht – unseren Vorschlag, die Spieler möglichst früh zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind – hat er auch zu 100 Prozent umgesetzt.“ Hainer sieht die Sache mit Eberl etwas anders Die über Monate ausstehende Verlängerung mit Eberl war ein lange schwelendes Thema. Auch, weil Hoeneß durch eigene Aussagen die Spekulationen selbst angeheizt hatte. Kurz vor dem Pokalfinale im Mai hatte er im „Spiegel“ von einer 60:40-Chance gesprochen, dass Eberl einen neuen Vertrag bekommt sowie konkret davon, dass es „Zweifel“ an dem Sportvorstand gäbe. Dafür bat er im August am Rande des Bayern-Trainingslagers am Tegernsee um Entschuldigung, er habe sich „unheimlich über mich selbst geärgert“. Mysterium Michael Olise : Nur eine Person kann vor Kameras mit ihm sprechen Wird er für Bayern zum Luxusproblem? Klopp wirft brisante Frage um Olise auf Hainer dagegen sah die Sache mit Eberl etwas anders. Er war der Meinung, dass die Spekulationen lediglich ein Medienthema gewesen wären: „Dem würde ich absolut widersprechen, dass es ein langes Hin und Her gegeben hat, sondern das habt ihr in der Presse immer gemacht. Wir haben immer gesagt, wir werden im August entscheiden – und im August haben wir entschieden. Dass ihr vorher Meinungen hattet, ob wir wen wie lange verlängern, das ist euer Thema, nicht unseres.“ Ein Thema war die Angelegenheit allerdings auch im Aufsichtsrat, wie Hoeneß bestätigte. „Da habe ich genug Ärger gehabt intern mit meinen 100 Prozent“, sagte der Bayern-Patron. Am Tegernsee hatte Hoeneß die Chancen von Eberls Vertragsverlängerung dann nämlich auf genau diese Zahl beziffert. „Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Also deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera.“