Deutsche Pferdesportveranstalter warten auf Geld von Sheikha Fatima Bint Hazza bin Zayed Al Nahyan. Doch die Sponsorin aus Abu Dhabi macht sich rar. Sie lässt sich kaum in der Öffentlichkeit blicken, es gibt nur wenige Fotos von ihr. In der Welt des Pferdesports ist Sheikha Fatima Bint Hazza bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aber keine Unbekannte. Ihr Gestüt Al Shira’aa trat als Sponsor bei Pferdeveranstaltungen auf. Doch jetzt warten einige Veranstalter offenbar auf zugesagte Sponsorengelder. Wie die „Welt“ berichtet, sind das Hamburger Derby, das Turnier der Sieger in Münster und das Bundeschampionat in Warendorf betroffen. Es gehe um sechsstellige Beträge. Die Sponsorin, Nichte des Herrschers von Abu Dhabi, ist offenbar verschwunden. Der NDR berichtet, dass es im vergangenen Jahr Al Shira’aa einen Wechsel in der Geschäftsführung gab: Sheikha Fatima schied als Direktorin aus, soll aber weiter die Stimmrechtsmehrheit innehaben. Eine Jahresbilanz für 2024 weise langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von über 25 Millionen Euro aus. Botschaft eingeschaltet Der Betrieb am Gestüt von Al Shiraaa läuft wie gewohnt, Pferde aus dem Stall sind auch bei Turnieren unterwegs, und durchaus erfolgreich, teilte die Zentrale laut Zeitung mit. Der „Bild“ sagte Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland und zuständig für das Turnier in Warendorf: „Die vereinbarten Zahlungen für 2026 sind bislang nicht eingegangen.“ Er habe den jüngsten Staatsbesuch von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, ihrem Onkel, in Deutschland zum Anlass genommen, über verschiedene Wege den Kontakt zu ihr zu suchen. Auch die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate sei eingeschaltet worden, bislang ohne Erfolg. Die passionierte Reiterin, deren Alter nicht bekannt ist, hat zwar ein Instagram-Konto, viel von ihr sieht man dort aber nicht. Stattdessen bewirbt sie dort weitgehend ihr Gestüt. Zu Hause in Abu Dhabi ist sie eine prominente Figur im Sport und der Förderung von Frauen. Sie ist Vorsitzende der Fatima Bint Mubarak Ladies Sports Academy (FBMA), die sich für die Stärkung und Förderung von Frauen im Sport einsetzt. Zudem leitet sie sogenannte Damenclubs in Abu Dhabi und Al Ain, Vereinigungen von einflussreichen Frauen. Die Clubs arbeiten eng mit der von ihr geleiteten Sports Academy zusammen. Dadurch sind sie regelmäßig Austragungsorte für bedeutende regionale Frauenturniere in Sportarten wie Basketball, Padel-Tennis, Volleyball und Schach. Für ihre Initiativen zur Stärkung von Frauen in Kultur und Sport erhielt sie im Jahr 2023 unter anderem den Arab Woman Award, einer Auszeichnung für arabische Frauen in Kultur und Sport, in London.