1. FC Nürnberg siegt dank Zoma – Lautern klettert | 2. Bundesliga

Die Mannschaft von Miroslav Klose setzt ihre Erfolgsserie fort und übernimmt mindestens für einige Stunden die Tabellenführung. Auch ein anderer Traditionsklub jubelt. Der 1. FC Nürnberg hat im sechsten Ligaspiel dieser Saison den fünften Sieg eingefahren. Die Franken setzten sich am frühen Samstagnachmittag mit 1:0 (1:0) beim Karlsruher SC durch. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Mohamed Alì Zoma (30. Minute), der am Freitag erstmals für die italienische A-Nationalmannschaft nominiert wurde. Durch den Sieg übernimmt das Team von Miroslav Klose , das nun bei 16 Punkten steht, zumindest vorerst wieder die Tabellenführung. Hertha BSC tritt am Abend bei Dynamo Dresden an und kann dann wieder vorbeiziehen. Gefälschte Impfzertifikate? Ermittlungen gegen Ex-Bundesliga-Profi 2. Bundesliga am Freitag: Wolfsburg überrollt Darmstadt – Remis in Fürth Hinter dem Spitzenduo jubelte auch der 1. FC Kaiserslautern . Die „Roten Teufel“ setzten sich vor heimischer Kulisse dank eines Treffers von Erencan Yardımcı (73.) gegen dessen Ex-Klub Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0) durch und kletterten auf den fünften Rang. Holstein Kiel und der VfL Osnabrück trennten sich nach einem verwandelten Foulelfmeter von Phil Harres (45.+2) sowie einem Eigentor von Hiroki Sekine (72.) unterdessen mit 1:1 (1:0). Kiel bleibt damit als einziges Team der Liga weiterhin ohne Sieg, schiebt sich vom letzten Platz aber auf den 15. Rang. Neues Schlusslicht ist nun Darmstadt 98 . Karlsruher SC – 1. FC Nürnberg Für die Elf von FCN-Coach Miroslav Klose begann die Partie mit einem Schreck, als Torwart Jan Reichert die Annahme nach einem Rückpass misslang. Der Ball kullerte an den Außenpfosten. Danach dominierten die Franken, die mit derselben Startelf begannen wie beim 2:1 gegen Hannover 96 , fast nach Belieben. Nur die ganz großen Torchancen fehlten gegen die tief stehenden Badener. Die Statistik nach 45 Minuten beeindruckte trotzdem: 72 Prozent Ballbesitz, 406:110 gespielte Pässe. Großes Zweitliga-Kino war die völlig verdiente Führung, als sich die Nürnberger flink durchs Karlsruher Zentrum kombinierten. Am Ende bediente Mittelfeldlenker Javier Fernandez den heran rauschenden Zoma, der mühelos vollendete. Es war das sechste Saisontor für den 22-Jährigen, der in dieser Woche erstmals in den Kader der italienischen A-Nationalmannschaft berufen wurde. Nach der Pause passierte auf beiden Seiten wenig, abgesehen von einem wegen Abseits aberkannten Tor von Karlsruhes Rafael Pinto Pedrosa. Selbst in der Schlussphase konnte die Mannschaft von KSC-Trainer Maximilian Senft selten Druck aufs Nürnberger Tor erzeugen. Holstein Kiel – VfL Osnabrück Die Gastgeber bemühten sich im 100. Spiel zwischen den beiden Klubs um Spielkontrolle. Aus dem deutlich größeren Ballbesitz ergaben sich aber keine nennenswerten Gelegenheiten. Die ersten größeren Möglichkeiten hatte dann in der 13. und der 31. Minute der VfL bei den Abschlüssen von Robin Meißner. Holstein meldete sich erst an, als der Schuss von Adrian Kapralik an die Latte krachte (37.). Kiel übernahm nun das Kommando. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte holte Osnabrücks Torhüter Jonas Krumrey den Kieler Startelf-Debütanten Gyan de Regt von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Harres sicher. Einmal mehr schaffte es Kiel dann aber nicht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Erst lenkte Sekine die Hereingabe von Jonathan Gomez ins eigene Netz, dann flog Zec nach einem taktischen Foul an Meißner vom Platz. Auch eine Niederlage war möglich, aber der eingewechselte Daniel Kofi Kyereh köpfte neben das Holstein-Tor (81.). So blieb das Saisondebüt von Steven Skrzybski, der in der 69. Minute für de Regt eingewechselt wurde, das wohl positivste Ereignis eines gebrauchten Kieler Tages. 1. FC Kaiserslautern – Eintracht Braunschweig Die 44.053 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen eine zähe und zerfahrene erste Halbzeit, in der die Gäste aus Braunschweig durch Aaron Opoku (17. Minute) und Jan Urbich (19.) zweimal gefährlich vor dem FCK-Tor auftauchten. Auch nach Wiederbeginn verbesserte sich das Spielniveau nicht. Tormöglichkeiten blieben Mangelware, stattdessen prägten Unzulänglichkeiten und viele Zweikämpfe weiter die Partie. Kaiserslautern bot für ein Heimspiel zu wenig und kam kaum mal vielversprechend vor das Braunschweiger Gehäuse. Für das Highlight der Partie sorgte der kurz zuvor eingewechselte FCK-Stürmer Erencan Yardımcı, der in der 73. Minute Braunschweigs Keeper Ron Thorben Hoffmann überlupfte und so für das 1:0 sorgte. Weil die Gäste in der Folge etwas riskieren mussten, hätte Kaiserslautern noch höher gewinnen können, ließ aber einige Möglichkeiten ungenutzt.