Paris Brunner: DFB-Talent nach obszöner Geste zwei Spiele gesperrt

Bei einem Torjubel ließ sich Monaco-Stürmer Paris Brunner zu einer provokanten Aktion hinreißen. Das hat nun Folgen für den deutschen U21-Nationalspieler. Paris Brunner ist für seine Kopf-ab-Geste beim 1:1 der AS Monaco bei Racing Straßburg nachträglich gesperrt worden. Der Ligaverband LFP teilte am Mittwochabend mit, dass der deutsche U21-Nationalspieler für die nächsten zwei Spiele aussetzen muss. Zwei weitere Partien Sperre wurden zur Bewährung ausgesprochen. Brunner hatte beim Ausgleichstreffer in der 71. Minute mit einem provokanten Jubel für Diskussionen gesorgt. Der Stürmer deutete in Richtung der Straßburg-Fans einen Schnitt durch die Kehle an. Die Anhänger der Gastgeber reagierten mit Pfiffen, eine direkte Strafe während des Spiels gab es nicht. Der Ethikrat leitete den Fall an die Disziplinarkommission der LFP weiter. Kein Friseur mehr: Bundestrainer setzt neue Grenzen Vergewaltigungsvorwürfe: Ex-BVB-Star muss vor Gericht Brunner erklärte nach der Partie laut „L’Équipe“: „Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben.“ Zu seiner Geste sagte er: „Nach dem Tor waren viele Emotionen im Spiel, vor allem nach einem solchen Treffer. Ich wollte nicht respektlos sein.“ Es sei in der „Hitze des Gefechts“ passiert. Brunner führte aus: „Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte. Es wurde falsch verstanden. Was ich sagen wollte, war: Was für ein Tor, das war’s.“ Brunner war in starker Form Brunner war 2024 von Borussia Dortmund zur AS Monaco gewechselt und zunächst für eine Saison an den belgischen Erstligisten Cercle Brügge verliehen worden. Anschließend tat er sich in Monaco schwer und kam nur wenig zum Einsatz. In dieser Spielzeit präsentiert sich der Angreifer dagegen in Topform. Unter dem neuen Trainer Filipe Luís ist Brunner Stammspieler und wurde erstmals für die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen. Nach sieben Ligaspielen steht er bei sechs Toren. Luís sagt über seinen Stürmer: „Paris ist ein sehr leidenschaftlicher, intensiver Junge. Er hat einen Fehler gemacht. Das hat er sofort erkannt. Er hat sich entschuldigt. Der Verein nimmt diese Angelegenheit sehr ernst.“ Der Trainer ergänzte: „Wir hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt.“