Vor dem Spiel gegen Griechenland wird Jürgen Klopp auf einen vermeintlichen Wunsch des verstorbenen Franz Beckenbauer angesprochen. Von diesem hat der Bundestrainer jedoch keine Kenntnis. Bundestrainer Jürgen Klopp hat überrascht auf einen vermeintlichen Wunsch des mittlerweile verstorbenen Franz Beckenbauer reagiert. Auf der Pressekonferenz vor seinem zweiten Spiel als Coach der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland (Sonntag ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) wurde der 59-Jährige von einem griechischen Journalisten auf eine angeblich sieben Jahre alte Äußerung des „Kaisers“ angesprochen. Dieser soll 2019 gesagt haben, sich nichts sehnlicher als Klopp als Bundestrainer zu wünschen. „Franz wollte, dass ich das werde?“, fragte Klopp zunächst nach und lachte. Kurz darauf stellte er klar, von dem vermeintlichen Wunsch Beckenbauers nichts gewusst zu haben. „Ich bin mir nicht sicher, ob er mir das jemals gesagt hat“, betonte Klopp. „Aber wenn er das gedacht hat, hatte ich ohnehin keine Zeit.“ Gegen Griechenland: Klopp nimmt Torwartwechsel vor Vier DFB-Stars mit bitterem Abend: Klopp muss den richtigen Umgang finden Klopp trainierte zu dem Zeitpunkt der angeblichen Beckenbauer-Äußerung den FC Liverpool . Den englischen Spitzenverein verließ er erst 2024. Das Bundestraineramt übernahm er im Juli 2026 als Nachfolger von Julian Nagelsmann . „Hier bin ich: richtige Zeit, richtiger Moment“, sagte Klopp nun. „Zumindest aus meiner Sicht.“ Beim griechischen Journalisten bedankte er sich aber für die Erwähnung Beckenbauers. „Vor kurzem habe ich an ihn gedacht. Es ist ein guter Moment, an ihn zu denken, denn er war der Größte, den wir je hatten.“ Beckenbauer wollte Klopp als Bayern-Trainer Bereits zuvor war Klopp mit Blick auf die DFB-Legende ins Schwärmen geraten. „Ich bin ein glücklicher Kerl, dass ich sagen kann, dass Franz und ich uns als Freunde wahrgenommen haben“, sagte der Bundestrainer zu der gemeinsamen Beziehung. Er habe die Freundschaft gar nicht glauben können. „Aber es war wahr“, versicherte Klopp. Beckenbauer, der nicht nur 1974 als Spieler, sondern auch 1990 als Teamchef mit der DFB-Elf den Weltmeistertitel errungen hatte, war im Januar 2024 im Alter von 78 Jahren gestorben. Von seinem angeblich 2019 geäußerten Wunsch, Klopp als Bundestrainer zu sehen, ist öffentlich nichts bekannt. Tatsächlich hatte der langjährige Starspieler des FC Bayern aber im entsprechenden Jahr die Hoffnung auf ein Engagement Klopps bei den Münchnern kundgetan. „Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er eines Tages zum FC Bayern kommt“, hatte Beckenbauer damals der „Bild“-Zeitung gesagt. Klopp reagierte kurz darauf ebenfalls in der „Bild“ und verwies auf seinen noch laufenden Kontrakt in England. „Ich mag den Franz – und er mag mich. Aber ich habe einen langfristigen Vertrag in Liverpool“, blockte er eine Anstellung als Bayern-Coach ab.