DFB: ARD-Moderatorin Sedlaczek irritiert Klopp mit Frage

Das Stadion bei Jürgen Klopps Heimdebüt ist ausverkauft. Spieler aus dem zweiten Kader haben zunächst keinen sicheren Platz. Kurz vor dem Anpfiff zwischen Deutschland und Griechenland im Rahmen der Nations League ist es zu einer kuriosen Situation gekommen. ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek empfing Jürgen Klopp am Sonntagabend bei seinem Heimdebüt als Bundestrainer in der WWK Arena in Augsburg am Mikrofon. Direkt von der zweiten Frage zeigte sich der 59-Jährige irritiert. Sedlaczek sprach Klopp auf die angereisten DFB-Profis an, die zur zweiten Kadergruppe gehören und auf der Tribüne Platz nahmen. „Heute sind ja auch die Spieler, ich nenne es mal, der zweiten Garde da. War das von Anfang an geplant oder war das eine kurzfristige Entscheidung von Ihnen?“ Klopp wirkte verwundert: „Zweite Garde?“, wiederholte er fragend. Deutsche Gruppengegner: „Oranje“ ringt Serbien nieder – Sorge um DFB-Schreck „Habe Fehler gemacht“: Ex-Fußball-Star verliert 99 Prozent seines Einkommens Der Bundestrainer nominierte insgesamt 44 Spieler für seine ersten vier Partien als Bundestrainer. Für das Duell gegen Griechenland war das Aufgebot eingeplant, das auch schon beim 1:1 gegen die Niederlande zum Einsatz kam. Für die folgenden Duelle gegen Serbien und erneut Griechenland ist ein zweites Aufgebot vorgesehen. Diese Gruppe reiste ebenfalls mit nach Augsburg, musste zwischenzeitlich aber offenbar um einen Platz auf der Tribüne bangen. „Was ist denn eine zweite Garde?“, fragte Klopp irritiert nach. „Die nächsten Nationalspieler“, korrigierte sich Sedlaczek. Die Moderatorin und der Bundestrainer mussten lachen, auch TV-Experte und Ex-Profi Bastian Schweinsteiger , der das Trio vollendete, konnte sich das Grinsen nicht verkneifen. Klopp erklärte schließlich: „Nein, das war relativ zügig geplant.“ Er hatte eine Idee, „aber wir wussten nicht, ob wir noch Platz kriegen, weil das Stadion ausverkauft ist“. Auf Nachfrage habe es dann mit den Plätzen auf der Tribüne geklappt. „Jetzt werden sie das Spiel gucken, fahren dann mit dem Bus heim (ins Teamquartier nach Herzogenaurach, Anm. d. Red.) und müssen dann morgen zweimal trainieren“, sagte Klopp und schob nach: „Das wissen sie, glaube ich, noch nicht.“ Während des Wortwechsels bestätigten TV-Bilder, das einige Profis aus dem zweiten Kaderblock gemeinsam auf der Tribüne zu sehen waren. Auf die Profis wartet am Montag die Vorbereitung auf die nächsten beiden Nations-League-Partien. Am 1. Oktober empfängt die deutsche Nationalmannschaft Serbien in München, ehe es drei Tage später in Thessaloniki gegen Griechenland geht.