Roy Keane: United-Ikone wirft Manchester City Betrug vor

Medienberichten zufolge wurde Manchester City wegen Finanzverstößen in über 100 Fällen für schuldig befunden. Roy Keane findet dafür deutliche Worte. Der frühere Manchester-United-Kapitän Roy Keane hat im Finanzskandal um Manchester City gegen den ungeliebten Stadtrivalen ausgeteilt. Zugleich widersprach der 55 Jahre alte Ire im ITV-Interview dem einstigen City-Meisterspielführer Rodri. „Was auch immer sie in den vergangenen Jahren gewonnen haben – sie verdienen es, bestraft zu werden. Wo wir damit anfangen und wo wir enden, ist schwer zu sagen, aber sie haben betrogen“, sagte Keane. „Sie wurden dafür für schuldig befunden und müssen nun die Konsequenzen tragen. Es war ein Schock, in so vielen Anklagepunkten für schuldig befunden zu werden“, ergänzte er. Finanzskandal um Manchester City: Ex-Kapitän glaubt an Unschuld Topteam vor Gericht: Manchester City in 114 von 115 Fällen schuldig Manchester City droht eine massive Strafe. Nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien wurde der englische Pokalsieger wegen Verstößen gegen die Finanzregularien der Premier League in 114 von 115 Fällen schuldig gesprochen. Ein Strafmaß hat die von der Liga eigens eingesetzte Kommission noch nicht verkündet. Auch bleibt dem Champions-League-Sieger von 2023 noch die Möglichkeit einer Beschwerde. Nach Ansicht von Spaniens Weltmeisterkapitän Rodri, der von 2019 bis 2026 bei den Citizens spielte, würde selbst die mögliche Aberkennung mehrerer Meistertitel das Selbstverständnis seines langjährigen Vereins nicht erschüttern. „Was wir erreicht haben, kann uns niemand nehmen. Das ist etwas, das sich nicht mit Geld kaufen lässt, sondern mit Einsatz, mit Teamgeist und damit, dass wir jeden Tag Seite an Seite stehen“, sagte der zu dieser Saison zu Hansi Flicks FC Barcelona gewechselte Mittelfeldspieler. Die Erfolge seien alle verdient gewesen. „Ich würde Rodris Aussagen in dieser Hinsicht widersprechen. Es war die Entscheidung des Vereins – sie haben sich dafür entschieden, zu betrügen“, sagte hingegen Keane. City müsse „die bittere Pille schlucken“, da sie eine Bestrafung verdienten. Rodri erinnerte an ein ähnliches Verfahren gegen den Premier-League-Verein 2020. „Auch dort wurden wir in erster Instanz für schuldig befunden, aber wir haben an den Verein und an die Unschuld geglaubt, die der Verein stets beteuert hat, und am Ende wurden wir freigesprochen“, erzählte der 30-Jährige. „Deshalb glaube ich an das Rechtssystem, und ich glaube an die Unschuld des Vereins.“ Das Verfahren gegen Manchester City läuft bereits seit 2023. Der frühere Klub von Startrainer Pep Guardiola hat die Vorwürfe immer zurückgewiesen. Angeklagt ist Manchester City wegen möglicher Vergehen aus der Zeit von 2009 bis 2018, in der der Verein drei englische Meistertitel in der Premier League gewann. Die Vorwürfe reichen von falschen Angaben zu den Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter.