FC Bayern: Christian Lell darf FCB-Trikot nicht mehr tragen – der Grund

Mit den Münchnern wurde er Meister, nach seinem Karriererücktritt verlor Christian Lell dann fast alles. Nun darf er nicht mal mehr das Bayern-Trikot anziehen. Dem früheren Fußballprofi Christian Lell ist offenbar untersagt worden, das Trikot des FC Bayern zu tragen. In einem Video bei Instagram erklärte der ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters: „Bayern München hat mich ausgegrenzt.“ Was war passiert? Lell brachte im September sein Buch „From Ego to Heart“ raus, in dem es vor allem um seinen Werdegang nach seiner aktiven Karriere geht: Der 42-Jährige rutschte in ein Leben aus Drogen, Lügen und Selbsthass ab, kämpfte sich aber heraus. Das Titelbild des Buches zierte ursprünglich Lell in einem Bayern-Trikot, inzwischen trägt er ein weißes T-Shirt darauf – und das aus einem bestimmten Grund. Klopp scherzt mit Dolmetscherin : „Habe keine Ahnung, was Sie gesagt haben“ Thomas Müller : „Jürgen, ich hoffe, ich bin auf deiner Liste“ Sein Verlag habe ein Anwaltsschreiben von den Münchnern erhalten, das Bayern-Trikot solle auf dem Cover entfernt werden. „Das haben wir dann auch gemacht“, so Lell. Es war jedoch nicht die erste Kontaktaufnahme des Klubs. Bereits Wochen zuvor, im Frühjahr, meldete sich der deutsche Rekordmeister aufgrund eines ähnlichen Anliegens. Lell macht Ansage an FCB-Bosse „Ich habe einen Anruf aus dem Büro der Chefstelle des FC Bayern München bekommen. Ich wäre nicht mehr gerne gesehen in dem Bayern-Trikot und möchte es in Zukunft unterlassen, das Shirt zu tragen“, erzählte Lell, der das zur Kenntnis genommen habe. Aber: „Ich weiß nicht, wie man darauf kommt, (…) mein Herz hing an diesem Verein.“ Lell erinnerte sich daran, in der Säbener Straße aufgewachsen zu sein und bezeichnete den Klub als ein „Zuhause, eine Kindheit, einen Zufluchtsort und sicheren Hafen“. Der ehemalige Verteidiger kam bereits 1993 in seiner Jugend zu den Bayern, stieg zu den Profis auf und blieb bis 2010, ehe er sich Hertha BSC anschloss. „Alleine schon zu glauben, nur weil mich jemand aus der Chefetage anruft und mir sagt, ich möchte das Trikot nicht mehr tragen, dass ich das auch wirklich umsetze“, stellte er klar – und legte nach. „Keiner der Verantwortlichen in dem Verein, die jetzt dort rumtanzen, die irgendwann zu dem Verein gekommen sind und meinen, sie haben irgendetwas zu sagen, kann mich davon abhalten, das Bayern-München-Herz zu haben.“ Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge klammere er dabei aus, „aber alle anderen Osterhasen, die da rumturnen, haben keine Chance, dass ich mein Wappen, das ich hier drin trage, in irgendeiner Form aufgebe“, sagte er und fasste sich dabei ans Herz. Dann appellierte er an seine Follower: „Wenn ihr die Vision in euren Herzen tragt, dann verfolgt sie und da braucht euch keiner von Außen davon abhalten. Mich kann der FCB davon nicht abhalten. Wer denn auch?“ Lell nimmt an Reality-TV-Show teil Kurz vor seinem Karriereende 2016 verlor Lell seine Schwester an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Der Verlust beschäftigte den früheren Profi in einer dunklen Zeit, er litt unter Depressionen. Auch seine Kindheit, die laut eigenen Aussagen von Gewalt, Missbrauch und Alkohol geprägt war, spielte eine Rolle. Nach seiner aktiven Karriere baute er ein Immobilienunternehmen auf, das 2022 allerdings in die Krise rutschte. Lell wollte nicht mehr leben, offenbarte er im Podcast „TOMorrows Business“. Ein Suizidversuch scheiterte und wurde zum Schlüsselerlebnis: „Das war der Moment, in dem ich starb, bevor ich wirklich gestorben bin, weil ich habe es überlebt“, sagte er im Podcast. Er zog sich jahrelang aus der Öffentlichkeit zurück. Nun kehrt er zurück, ist Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe von „Promi Big Brother“, die am Montag startete. Der erste Auftritt im Reality-TV sei für Lell ein Weg zurück in die Sichtbarkeit und „der ehrlichste und gleichzeitig verrückteste Ort“ dafür. Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.