Cristiano Ronaldo bricht sein Schweigen nach dem Trainingslager-Eklat und entschuldigt sich für seine Abreise. Für sein Comeback im Nationalteam stellt er eine klare Bedingung. In einem langen Statement hat Cristiano Ronaldo die Hintergründe seiner umstrittenen Abreise aus dem Nationalmannschafts-Quartier erläutert. Dabei erhebt der 41-Jährige schwere Vorwürfe gegen Trainer Jorge Jesus. Zugleich übernimmt er die Verantwortung für sein eigenes Verhalten. „Ich beschloss, das Trainingslager zu verlassen, ohne auf einen weiteren Wortbruch zu warten. Für mich ist die Wahrheit nach wie vor das Wichtigste in der Beziehung zwischen Menschen“, schrieb Ronaldo. Letztes Länderspiel für Superstar: Bei Messis Abschied ist auch ein Deutscher dabei Er fehlt seit acht Monaten: BVB-Kapitän Emre Can offenbar erneut operiert „Trotz des absoluten Vertrauensbruchs seitens des Trainers – was Zeugen dieser Gespräche bestätigen können – hätte ich das nicht tun dürfen. Die Verantwortung liegt allein bei mir“, so Ronaldo weiter. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Verbleib von diesem Moment an der Mannschaft nur geschadet hätte, und ich tat das, was ich immer gesagt hatte: Wenn ich mich nicht mehr als nützlich empfinde, packe ich meine Sachen und gehe.“ Ronaldo: „Werde zur Verfügung stehen“ Ronaldo rechnet mit einer Sanktion vonseiten des portugiesischen Verbandes. Danach will er wieder zur Verfügung stehen: „Sollte ich also körperlich fit sein und für meinen Verein spielen – und hoffentlich auch Tore erzielen –, werde ich nach Ablauf einer eventuell gegen mich verhängten Sperre zur Verfügung stehen, um für unsere Nationalmannschaft anzutreten und zu gewinnen; so wie ich es bis heute immer getan habe.“ Auslöser des Eklats war das 2:1 in Norwegen. Dort war Ronaldo nicht eingesetzt worden und verließ daraufhin in der vergangenen Woche die Mannschaft. Nationaltrainer Jorge Jesus zeigte sich trotz der Abreise seines Kapitäns offen für dessen Rückkehr: „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung – sofern er bei Al-Nassr spielt – ein Kandidat für den Kader. Wenn er zurückkehren will, wird er zurückkehren.“ Der 72 Jahre alte Coach hatte Ronaldo in der vorigen Saison bei Al-Nassr in Saudi-Arabien trainiert und den Klub zur Meisterschaft geführt. Er sprach von einem Missverständnis, das sich leicht klären lasse. Ronaldo kommt für Portugal auf 234 Länderspiele und 146 Tore – beides Rekordmarken im internationalen Fußball. Titelverteidiger Portugal gewann in den beiden turbulenten Wochen alle vier Nations-League-Spiele – davon drei ohne Ronaldo – und steht vorzeitig im Viertelfinale.