Der VfB Stuttgart jubelt über einen gelungenen Start in die Champions League. Auch im zweiten Spiel in Bratislava gab es einen Sieg für den Bundesligisten. Der VfB Stuttgart setzt seinen starken Start in die neue Champions-League-Saison fort und darf im zweiten Spiel über den zweiten Sieg jubeln. Bei Slovan Bratislava setzte sich der Bundesligist mit 3:0 (1:0) durch. Im ersten Spiel hatte es einen Sieg gegen Viking Stavenger gegeben. In der Slowakei war es der zuletzt formschwache DFB-Stürmer Deniz Undav , der die Schwaben in der 29. Minute in Führung brachte. Nachdem die Gastgeber in der zweiten Halbzeit mehrfach am Ausgleich geschnuppert hatten, war es ein Eigentor von Sandro Cruz, das in der 64. Minute die Vorentscheidung brachte. Ermedin Demirović besorgte in der 90. Minute den Endstand. Stuttgart steht mit sechs Punkten aktuell auf dem vierten Tabellenplatz der „Königsklasse“. So lief das Spiel: Gleich fünf Startelf-Wechsel hatte Hoeneß im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Bundesliga beim SC Paderborn vorgenommen. Torhüter Fabian Bredlow, Finn Jeltsch, Grischa Prömel, Bilal El Khannouss und Dzenan Pejcinovic durften diesmal beginnen. Dennis Seimen, Atakan Karazor, Jamie Leweling und Demirovic rutschten auf die Bank. Maximilian Mittelstädt fehlte, nachdem er sich in Paderborn eine Risswunde an der rechten Ferse zugezogen hatte. „Jetzt ist es so, dass wir ihm mal die Möglichkeit gegeben haben, jetzt nach diesem ersten Spiel, auf das er hart hingearbeitet hat, mal durchzuschnaufen. Und dann wird er auch gegen Hamburg wieder im Tor stehen“, erklärte Hoeneß vor der Partie bei DAZN seinen Verzicht auf Keeper Seimen, der nach längerer Verletzungspause gegen Ex-Klub Paderborn sein Liga-Debüt gegeben hatte. Die Schwaben dominierten in der ersten Hälfte über weite Strecken, erzielten aber nur ein Tor. Undav, bedient von Angelo Stiller , traf flach ins lange Eck. Für den 30 Jahre alten Kapitän war es im achten Saison-Pflichtspiel der erste Treffer. Sein Schuss war noch abgefälscht, Slovan-Torhüter Dominik Takac streckte sich vergebens. Kurz zuvor hatte der Keeper einen Undav-Abschluss aus kurzer Distanz noch glänzend mit dem Fuß pariert. El Khannouss, Chris Führich, Ramon Hendriks und Josha Vagnoman vergaben weitere gute Chancen für den VfB, der mit den widrigen Platzverhältnissen gut zurechtkam. Außenverteidiger Vagnoman verpasste bei seiner Direktabnahme aus 18 Metern ein Traumtor, als der Ball an die Latte des Slovan-Tores klatschte. Die vom früheren Champions-League-Sieger Yaya Touré trainierten Gastgeber konnten Bredlow derweil kaum beschäftigen. Wenige Minuten nach der Pause gab es den ersten Schreckmoment für die Schwaben. Nach einem lang geschlagenen Takac-Abstoß tauchte Bratislavas Stürmer Suleiman Camara völlig frei vor Bredlow auf und traf ins Tor. Der vermeintliche Ausgleich zählte wegen Abseits nicht, auch wenn es eine Weile dauerte, bis der VAR die Entscheidung bestätigte. Demnach hatte Slovan-Kapitän Andraz Sporar den Ball noch leicht berührt, bevor Camara einschießen konnte – was selbst auf den TV-Bildern kaum zu erkennen war. Im Glück war der VfB auch, als Sandro Cruz den Ball wuchtig an die Latte des Stuttgarter Tores drosch. Fünf Minuten später hatte Bratislavas Verteidiger erneut viel Pech, als er eine Hereingabe Vagnomans ins eigene Tor lenkte. Der Ball rutschte Takac durch die Beine ins Netz. Spätestens da war klar, dass Bratislava wie schon zum 1:6-Auftakt bei Paris Saint-Germain erneut leer ausgehen würde. Die Gastgeber präsentierten sich insgesamt zu harmlos. Für die gut letzten 20 Minuten gönnte Hoeneß auch Lokalmatador Leo Sauer noch Einsatzzeit. „Leo ist ein hochinteressanter, hochveranlagter junger Spieler“, hatte der Coach den 20 Jahre alten Neuzugang gelobt, der viele Jahre in der Slovan-Jugend gespielt hatte. „Er ist ein Spieler, der wirklich eine große Zukunft vor sich hat.“ Groß auszeichnen konnte sich Sauer aber nicht mehr. Den Endstand besorgte Demirović per Kopf nach toller Flanke des ebenfalls eingewechselten Lorenz Assignon.