BVB: Trainer Niko Kovač kritisiert BVB-Stars nach Champions-League-Pleite

Niko Kovač vermisst vor allem bei den Spielern aus der zweiten Reihe Einsatz und Leidenschaft. Er fordert eine Trotzreaktion. Seinen 55. Geburtstag feierte Niko Kovač wenig festlich, sondern mächtig sauer. Die Niederlage seiner lustlosen BVB-Mannschaft in Norwegen ging ihm gegen den Strich. „Wir haben bis nach dem Gegentreffer gar nicht stattgefunden. In der ersten Halbzeit haben wir Leidenschaft und Intensität vermissen lassen, den Fußball nicht gespielt, den wir brauchen, um hier zu gewinnen“, schimpfte Kovač kurz vor Mitternacht am Mittwochabend. „Wir haben zu Recht verloren.“ Beim 0:1 gegen das letztjährige Sensationsteam FK Bodö/Glimt auf Kunstrasen enttäuschten vor allem die „B-Spieler“, denen Niko Kovač eine Chance gegeben hatte. „Erst nach unserem Vierfachwechsel sind wir besser ins Spiel gekommen und haben das Heft in die Hand genommen“, betonte er am Tag nach seiner Vertragsverlängerung bis 2029. „Bis zu diesem Zeitpunkt war der Gegner klar besser – und deswegen müssen wir uns nicht beklagen.“ BVB patzt in der Champions League : „Das war ein Problem“ Rote Karte mit Folgen: Vinícius Júnior kassiert lange Sperre fürs Haareziehen Fünf Wechsel hatte Niko Kovač im Vergleich mit dem 2:2 in der Bundesliga gegen Werder Bremen vorgenommen, unter anderem Konstantinos Karetsas, Joey Veerman und Samuele Inacio gebracht. „Letzten Endes hat jeder Einzelne, der bei uns im Kader ist, die Möglichkeit beziehungsweise die Qualität zu spielen“, sagte der BVB-Coach: „Das hat nicht geklappt. Das muss ich ganz klar sagen. Das nehme ich dann auch auf meine Kappe. Ich habe die Mannschaft aufgestellt, aber die Leidenschaft hat mir einfach gefehlt.“ Viel Zeit für Korrekturen bleibt in einer „krassen Woche“ (Sportgeschäftsführer Lars Ricken) mit zwei weiteren Auswärtsspielen bei Union Berlin (Samstag) und in Aserbaidschan beim Sabah FK (Dienstag) nicht. „Jeden dritten Tag müssen wir spielen. Das ist das, was wir uns als Profis ausgesucht haben“, sagte Kovač. „Und dementsprechend wissen wir natürlich, was es jetzt in Berlin braucht.“ Es werde auch an der Alten Försterei „viel um Einsatz, viel um Leidenschaft, viel um Willen“ gehen: „Und erst dann können wir auch Fußball spielen. Wir müssen vom Kampf zum Spiel finden.“