Beim Shanghai Masters kämpft sich Rafael Jódar ins Viertelfinale. Ein Ballkind macht aber unangenehme Bekanntschaft mit dem Spanier. Der spanische Tennisprofi Rafael Jódar ist im Achtelfinale des Shanghai Masters mit einer Unsportlichkeit negativ aufgefallen. In der Schlussphase des zweiten Satzes im Duell mit dem Niederländer Botic van de Zandschulp meckerte der 20-Jährige plötzlich ein Ballkind an. Auf Spanisch sagte Jódar in Richtung des Ballkindes: „Gib mir endlich das verdammte Handtuch!“ Seiner Meinung nach hatte das Ballkind zu langsam reagiert. In Wirklichkeit war es jedoch wohl eine reine Frustaktion. Jódar hatte zuvor zwei Breakbälle vergeben. Den ersten Satz hatte er mit 6:7(4:7) verloren. Kurioser Moment: Tennis-Ass kündigt nach Pleite gegen Zverev Karriereende an Zverev muss warten: Millionen-Turnier nach tödlichen Angriffen verschoben Mit dem Ecuadorianer Jimmy Pinoargote war ein spanischsprachiger Stuhlschiedsrichter für die Partie verantwortlich. Er verwarnte Jódar umgehend. Der hatte dafür jedoch kaum Verständnis: „Du weißt doch, wie angespannt die Lage ist“, sagte er in Richtung Pinoargote. Der Unparteiische blieb jedoch unbeeindruckt: „Ich verstehe das, aber so geht das nicht.“ Jódar versuchte es mit einer weiteren Rechtfertigung: „Er ignoriert mich. Ich rede mit ihm, aber ich habe nichts Falsches gesagt“, entgegnete er: „Ich sage ihm eine Sache, und schon gibst du mir eine Verwarnung. Meine Güte.“ Jódar dreht das Spiel Schließlich beruhigte sich der Spanier wieder: Er gewann den zweiten Satz mit 6:4 und machte mit einem 6:2 im dritten Satz den Viertelfinaleinzug klar. Dort trifft er nun auf den Norweger Casper Ruud. Es ist nicht das erste Mal, dass Jódar im Zusammenhang mit Ballkindern Aufregung auslöst. Bei den French Open war ihm vorgeworfen worden, ein Ballkind geschubst zu haben, der Spanier bestritt dies jedoch. Eine andere Kameraeinstellung entlastete ihn später tatsächlich.