Bei seinem ersten Heimspiel in Hannover zeigt die Mannschaft von Sandro Wagner gute Ansätze. Für einen Sieg im zweiten Spiel reicht es dennoch nicht. Sandro Wagner bleibt als Trainer von Hannover 96 weiter sieglos. In einer hart umkämpften Partie ist sein Team nicht über 1:1 (0:1) gegen Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli hinausgekommen. Abdoulie Ceesay brachte die Gäste mit dem Halbzeitpfiff glücklich in Führung (45.+1). Nach dem Seitenwechsel erzielte Husseyn Chakroun den Ausgleich (48.). Beide Teams hatten nach der Pause guten Phasen mit Chancen auf weitere Treffer, scheiterten jedoch auch jeweils einmal am Aluminium. Das Unentschieden hilft keinem der beiden Teams weiter. Hannover steckt damit weiter im unteren Mittelfeld der Tabelle fest und nur drei Punkte vor den Abstiegsrängen. St. Pauli blieb zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, verpasste es aber, Anschluss zur Spitzengruppe in der Liga zu halten. „Es war ein Schritt nach vorn. Wir haben Defensiv gut gestanden. Wichtig war, dass wir nach der Niederlage in der letzten Woche eine Reaktion zeigen. Da können wir drauf aufbauen“, sagte Hannovers Sportchef Jonas Boldt nach dem Spiel bei Sky. So lief das Spiel Hannover startete mit der lautstarken Unterstützung des Heim-Publikums gut in die Partie. Dabei jubelten die Zuschauer in der gut gefüllten Arena am Maschsee in der 9. Minute schon, als Chakroun mit einem satten Schuss aus gut 15 Metern traf. Zuvor allerdings stand Benjamin Källman leicht im Abseits, das Tor wurde zurückgenommen. Hannover, immer wieder gestenreich von Wagner an der Seitenlinie angetrieben, blieb energischer. Nach einer Eckenvariante landete der Kopfball des unbedrängten Virgil Ghita aus drei Metern an der Latte (29.) – schon zum achten Mal in der noch jungen Saison verhinderte Aluminium einen Treffer der Roten. Auf der Gegenseite fand Louis Oppie mit einer scharfen Flanke von links den Kopf von Ceesay, der den 96-Verteidigern entwischte und Hannover schockte. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Hannover, diesmal stand Chakroun zwar einige Meter im Abseits, der Ball kam aber von Pauli-Verteidiger Lars Ritzka. Die Intensität wurde nun auf beiden Seiten immer höher, mit Vorteilen für St. Pauli. Arkadiusz Pyrka scheiterte an 96-Torwart Leo Weinkauf (65.), Torschütze Ceesay traf danach nur den Pfosten (73.). Beide Teams wollten mehr als den einen Punkt, am Ende mussten sich beide mit dem Remis zufriedengeben.