Oliver Kahn und Jens Lehmann zweifeln an Jonas Urbigs Zukunft im Bayern-Tor. Vincent Kompany antwortet trocken. Bayern-Trainer Vincent Kompany hat unbekümmert auf Zweifel von Oliver Kahn und Jens Lehmann an Jonas Urbig reagiert. Die beiden ehemaligen Nationaltorhüter hatten kürzlich bei Sky Zweifel geäußert, ob der aktuelle Ersatzmann und designierte Nachfolger von Manuel Neuer künftig tatsächlich die Rolle als Nummer eins beim FC Bayern und dementsprechend auch in der Nationalmannschaft ausfüllen könne. „Ich kann nicht jede Talkshow bewerten“, tat Kompany die Zweifel zunächst trocken ab, stärkte dem 23-jährigen Schlussmann dann aber doch den Rücken. „Wir haben immer einen Plan und versuchen, unseren Plan durchzuziehen“, so Kompany. Damit meint der Belgier das Bestreben der Münchner, den im Winter 2025 vom 1. FC Köln verpflichteten Keeper Schritt für Schritt als Neuers Nachfolger aufzubauen. „Warum Tangas?“: Ski-Superstar führt Unterwäsche-Diskussion „Kann wehtun“: Das rät Lothar Matthäus dem FC Bayern jetzt „Dass Jonas jetzt in dieser Diskussion ist, ist schön für uns. Als er aus Köln gekommen ist, hat keiner geglaubt, dass das möglich wäre, weil er dort nicht gespielt hatte“, betonte Kompany die bisher erfolgreiche Umsetzung des Plans: „Aber wir haben diese Situation schrittweise entstehen lassen.“ Kahn hatte in der Sky-Talkshow zwar Urbigs Talent anerkannt, eine zentrale Frage aber offen gelassen: „Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein.“ Urbig sei ein „großartiges Talent“ und ein Torhüter, „der hier und da Unhaltbare hält und schon jetzt sehr weit ist“. Zum Beweis fehle ihm aber noch die Erfahrung: „Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes.“ Lehmann fiel noch kritischer aus. Er glaube „nicht, dass er die Nummer eins bei Bayern auf Dauer wird, weil er zu jung ist“ – das gelte entsprechend auch für die Nationalmannschaft. Den 40-jährigen Neuer beschrieb er als einen „Vater, der immer da ist, wenn etwas schiefgeht und dann den Brand löscht“: „Es ist etwas total anderes, wenn du plötzlich jedes Spiel machen musst.“ Kahn stimmte seinem einstigen Rivalen zu. „Die Nummer eins bedeutet: Da ist dann kein Manuel Neuer mehr“, sagte er. Erst dann könne Urbig zeigen, wie er mit Rückschlägen umgehe und ob er dauerhaft auf Top-Niveau agieren könne. Derzeit ist Neuer bei Bayern Stammtorhüter, Urbig kommt jedoch regelmäßig zum Einsatz – und gab zuletzt sein Debüt in der Nationalmannschaft. Auch am Samstag gegen Leipzig wird der 23-Jährige voraussichtlich das Tor der Bayern hüten .