Champions League: VfB Stuttgart holt starkes Remis gegen Atlético Madrid

Die Champions League liegt dem VfB Stuttgart. Auch gegen das Schwergewicht aus Madrid zeigte der VfB eine ansprechende Leistung. Der VfB Stuttgart bleibt auch im dritten Spiel der Champions-League-Saison ungeschlagen. Nach zwei Siegen zum Start haben sich die Schwaben am Dienstagabend ein 1:1 im Heimspiel gegen Atlético Madrid erkämpft. Dabei zeigten die Stuttgarter gerade in der ersten Halbzeit eine sehr ansprechende Leistung, die mit der Führung durch Jamie Leweling (36.) belohnt wurde. Atlético gelang dann mit Start der zweiten Halbzeit der 1:1-Ausgleichstreffer durch Julián Álvarez (47.). Mehr Tore fielen nicht. Bitter aus Stuttgarter Sicht: Die Madrilenen spielten nach einem Platzverweis für Morten Hjulmand (64.), nach einem bösen Foulspiel gegen Angelo Stiller , lange in Unterzahl – der VfB konnte daraus jedoch keinen Profit ziehen. Glück beim Außenseiter: Guirassy rettet BVB vor Blamage Champions League: PSG-Spektakel gegen Barça von Verletzungen überschattet Für Stuttgart, das in der Liga nur Tabellen-13. ist und am Freitag auf Schlusslicht Borussia Mönchengladbach trifft, war es bereits der siebte von neun möglichen Punkten in der Königsklasse. Atlético und Starcoach Diego Simeone blieben zum sechsten Mal nacheinander bei einem Bundesligisten sieglos. So lief das Spiel Mit großem Respekt hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Spiel über die Madrilenen gesprochen. Ein Gegner der „Nonplusultra“-Kategorie sei das, hatte der 44-Jährige voller Anerkennung gesagt. Seine Mannschaft indes zeigte sich von den vielen großen Namen in Reihen der Rojiblancos gänzlich unbeeindruckt. Es war eine bemerkenswerte erste Halbzeit, die die Stuttgarter hinlegten. Statt des jungen VfB-Torhüters Dennis Seimen, der sein Champions-League-Debüt feierte, war zunächst Atléticos Keeper und Urgestein Jan Oblak gefordert – und das in den ersten 45 Sekunden sogar gleich zweimal. Zunächst parierte der Slowene einen Flachschuss von Bilal El Khannouss, dann einen Versuch von Josha Vagnoman aus der zweiten Reihe. Die Schwaben waren von Anfang an voll drin in der Partie, öfter am Ball als der Gegner und griffiger in den Zweikämpfen. Die Fans, die vor dem Anpfiff eine beeindruckende Choreographie gezeigt hatten, peitschten sie lautstark nach vorne. Nur das Tor fehlte zunächst. Auch bei einem Schuss des auffälligen Angelo Stiller war Oblak auf dem Posten (11.). Jamie Leweling trifft für den VfB Die geradezu lethargischen Madrilenen brauchten fast eine halbe Stunde, ehe sie den ersten halbwegs gefährlichen Angriff zustande brachten. Mehr als eine Ecke sprang dabei aber nicht heraus. Und gerade als die Spanier etwas besser in den Rhythmus zu kommen schienen, schlug der VfB dann doch mal zu. Madrids Marc Pubill verlor an der eigenen Strafraumgrenze den Ball an Stiller, Leweling traf mit einem noch leicht abgefälschten Flachschuss ins linke Eck. Sowohl der 25-Jährige als auch Stiller waren von Bundestrainer Jürgen Klopp bei dessen ersten Länderspielen im September nicht berücksichtigt worden. „Der VfB macht alles, alles richtig“, lobte der Ex-Nationalspieler und frühere Stuttgarter Matthias Sammer bei Prime Video zur Pause. Mit Blick auf die Gäste warnte der Europameister von 1996 aber auch: „Die sind noch nicht tot.“ Und tatsächlich: Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da meldete sich Atlético zurück. Der gerade erst eingewechselte Ex-Leipziger Ademola Lookman bediente Alvarez – und der traf ohne große Gegenwehr ins rechte obere Eck. Der argentinische Weltmeister von 2022 wäre im Sommer nur allzu gern zum FC Barcelona gewechselt, Atlético hatte ihn aber nicht ziehen lassen. Der Stürmer stand bei vielen Fans daraufhin wochenlang in der Kritik. Es war nun ein offenes Spiel – und der VfB, bei dem Vagnoman angeschlagen ausgewechselt werden musste, auch defensiv mehr gefordert. Seimen wehrte einen Schuss von Pablo Barrios mit dem Fuß ab (61.). Dann schwächten sich die Spanier selbst: Hjulmand foulte Stiller heftig und flog zu Recht vom Platz. In Überzahl versuchten die Stuttgarter, das Ruder in der Schlussphase wieder an sich zu reißen. Auch Ermedin Demirović, der im laufenden Wettbewerb schon viermal getroffen hat, durfte noch als Joker ran. Jeff Chabot hatte den Siegtreffer auf dem Kopf, setzte den Ball aber haarscharf neben das Tor (81.).