Die Breisgauer verzweifeln zeitweise an den Gastgebern, bei denen ein früherer BVB-Profi Aufsehen erregt. Die Entscheidung fällt spät. Erste Europapokal-Niederlage der laufenden Saison für den SC Freiburg : Am zweiten Spieltag der Conference League verlor die Mannschaft von Trainer Julian Schuster unglücklich mit 0:3 (0:1) bei der AS Monaco . DFB-Talent Paris Brunner mit einem sehenswerten Solo (45.+2), Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) trafen zum etwas zu hohen Sieg für die Gastgeber, die aus wenigen Chancen viel machten, während Freiburg trotz optischer Überlegenheit über Phasen des Spiels offensiv ohne Durchschlagskraft blieb. Europa League: Woltemade rettet Juventus gegen Außenseiter Heftiger Kopftreffer: Ex-BVB-Keeper vom Platz getragen Für die Elf von SC-Trainer Julian Schuster war es nach dem 1:2 in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen die zweite Pleite in Folge. Auf vier Positionen hatte Schuster seine Startelf im Vergleich zum Leverkusen-Spiel verändert. Vincenzo Grifo , Yuito Suzuki, Lukas Kübler und Max Rosenfelder rückten neu ins Team für Philipp Treu, Derry Scherhant, Keisuke Goto und Philipp Lienhart (Belastungssteuerung), der erst gar nicht mit nach Monaco gereist war. So lief das Spiel: Schon nach einer Viertelstunde war Schuster zu einem weiteren personellen Eingriff gezwungen. Für den defensiven Mittelfeldspieler Yannik Engelhardt ging es nach einem Zusammenprall mit Monacos Camara nicht weiter, Patrick Osterhage kam. Während die rund 800 mitgereisten Fans aus Freiburg im halbleeren Stadion klar den Ton angaben, waren auf dem Rasen die Monegassen etwas engagierter und vor allem zielstrebiger. Bei Chancen von Mamadou Coulibaly und Brunner Mitte der ersten Halbzeit rettete jeweils SC-Torwart Mio Backhaus. Eine geniale Idee hatte dann U21-Nationalspieler Brunner. Frech lupfte der 20-Jährige den Ball über den schwerfälligen Rosenfelder, legte ihn sich anschließend per Kopf selbst in den Lauf und vollendete stark mit links. Es war bereits Brunners achtes Saisontor im neunten Pflichtspiel. Die Pausenführung ging in Ordnung. Echte Chancen konnten die Freiburger in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht kreieren. Auf den keinesfalls schlechten, aber zu passiven Auftritt reagierte Schuster und beorderte mit Wiederanpfiff Lucas Höler für Suzuki in die Offensive. Freiburg suchte vergeblich nach Lücken Den Ausgleich auf dem Fuß hatte zunächst ein Abwehrspieler: Kübler scheiterte nach einem Eckstoß gleich zweimal aus kurzer Distanz. Auf der Gegenseite verpasste Brunner sein zweites Tor, Backhaus parierte den flachen Abschluss. Mit der Hereinnahme der Nationalspieler Treu und Scherhant, die nach etwas über einer Stunde für Makengo und den blassen Grifo kamen, wollte Schuster den Druck auf das vom früheren Bundesliga-Torhüter Lukáš Hrádecký gehütete AS-Tor erhöhen. Viele Eckstöße erarbeitete sich der Sport-Club in der Folge, allerdings ohne nachhaltigen Erfolg. Monacos Fürst Albert schaute von der Tribüne aus zu, wie der Bundesliga-Dritte vergeblich nach Lücken in Monacos stabiler Defensive suchte. Der von Filipe Luís betreute Tabellenfünfte der französischen Ligue 1, inzwischen mit dem früheren Barça-Talent Fati auf dem Feld, setzte quasi nur noch auf Konter. Warmen Applaus gab es für Brunner, der in der 79. Minute den Platz verließ. Von außen sah der gebürtige Dortmunder Brunner die Entscheidung: Nach einem Freiburger Ballverlust im Mittelfeld scheiterte Fati zunächst noch an Backhaus, Camara machte im Nachschuss alles klar. In der Nachspielzeit durfte dann auch Fati jubeln, als er Ginter im Strafraum täuschte und trocken abschloss.