Ex-Biathletin Sachenbacher-Stehle appelliert an Wanderer

Als Ex-Biathletin kennt Evi Sachenbacher-Stehle die Berge. Deshalb hat sie auch Ratschläge für Anfänger beim Bergwandern parat. Fast täglich ist von Rettungsaktionen in den Bergen zu lesen, weil Wanderer nicht ausreichend vorbereitet oder ausgerüstet waren. Manchmal enden die Ausflüge auch tödlich. Die ehemalige Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle appelliert jetzt besonders an Neulinge, die sich im Gebirge tummeln. Auf Instagram veröffentliche sie ein Video von sich und ihrem Hund Friedl beim Bergwandern mit dem Titel „Führ ihn ist das normal“. Zu sehen ist, wie der Hund an eine langen Leine scheinbar mühelos über die Felsen springt. „Friedl ist eine echte Berggams. Er springt da hoch, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, und man sieht ihm an, wie viel Spaß er dabei hat. Sein Normal eben“ schreibt die ehemalige Leistungssportlerin. „Was aber nicht heißt, dass es für andere auch ist“ mahnt sie. Südtirol: Architekt aus Bayern stürzt in den Tod Griff löst sich aus Felswand: Deutsche stürzt in den Tod „Der Berg läuft nicht weg“ Nur weil Wandern in den sozialen Medien oft leicht aussehe, sei es das nicht unbedingt. „Es werden jedes Jahr mehr Leute aus den Bergen geholt, weil sie sich schlicht überschätzt haben. Weil sie irgendwo ein Bild gesehen haben, da auch hinwollten und unterwegs gemerkt haben, dass es doch nicht so einfach ist“, schreibt die 45-Jährige. Sie appelliert an Wanderer, sich ehrlich selbst einzuschätzen, sich vorher über die Tour zu informieren und auf Wetter und Verhältnisse zu achten. Sie sollten die richtige Ausrüstung dabei haben und das entsprechende Wissen. „Und wenn Ihr unsicher seid, dreht lieber um. Der Berg läuft nicht weg“, rät sie. In den Kommentaren gab es große Zustimmung zu dem Appell. „Gut, dass du das ansprichst, Evi! Wieviel ist schon passiert und wie oft mussten die Bergretter schon ihr eigenes Leben riskieren, weil Menschen ohne Know-how und Ausrüstung meinen, die Berge erobern zu müssen!“, schrieb ein Nutzer. „Und vor allen Dingen ist nicht zu unterschätzen, dass sich andere wegen ‚Überschätzern‘ in Gefahr begeben müssen“, erinnert ein anderer. Eine Nutzerin weitere ist bereits dem Ratschlag von Seitenbacher-Sthele gefolgt: „Haben letztes Jahr kurz vor dem Gipfel umgedreht, weil dort noch Schnee war“, schrieb sie. Fast 4.000 Personen wurden im vergangenen Jahr allein in den Gebirgen der Schweiz gerettet. Das bedeutet einen Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024., so der Deutsche Alpenverein.