2. Liga: Kaiserslautern gewinnt umkämpfte Partie – „Club“-Serie gerissen

Nach einer unterhaltsamen ersten Hälfe zwischen Nürnberg und Lautern fehlen zunächst nur die Tore. Ein Joker bringt die Erlösung – und ringt später mit den Tränen. Der 1. FC Kaiserslautern hat das Abendspiel der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg gewonnen und hält als Tabellendritter den Anschluss an die Spitze. Mit 1:0 (0:0) bezwangen die „Roten Teufel“ die Franken in einer intensiven Partie, in der vor allem beide Torhüter auf sich aufmerksam machten. Nürnberg kassierte derweil die erste Niederlage nach 14 ungeschlagenen Pflichtspielen. Der eingewechselte Erencan Yardımcı erzielte das einzige Tor am Samstagabend (58. Minute), musste aufgrund einer Verletzung aber vorzeitig wieder ausgewechselt werden. Dabei rang er sogar mit den Tränen. So lief das Spiel Erstmals in dieser Saison war das Nürnberger Max-Morlock-Stadion ausverkauft. Die 47.000 Zuschauer staunten zunächst über die Lauterer Dominanz: In der ersten Viertelstunde bestimmten die Gäste die Partie und hatten durch Naatan Skyttä (3.), Ibrahim Kanaté (7.) und Mario Sauer (14.) gute Torchancen. Der „Club“ musste auf Toptorjäger Mohamed Ali Zoma verzichten, der nach einer Schulter-Operation lange ausfällt. Die erste Chance hatte dann bezeichnenderweise Abwehrspieler Eric Porstner, der einen Kopfball auf die Querlatte setzte (19.). Dies war ein FCN-Aufbruchsignal. Die Elf von Trainer Miroslav Klose übernahm die Initiative, kam zu Chancen – und gleich zweimal kam es zum Duell zwischen Flügelstürmer Rayan Ghrieb und FCK-Torwart Julian Krahl. Zunächst fischte der Schlussmann einen Abschluss des Franzosen phänomenal aus dem Winkel (23.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zog Ghrieb erneut von rechts nach innen, auch den Schuss parierte Krahl. Es war ein 0:0 der besseren Art und die Partie legte sogar noch zu. Das lag an zwei Offensiv-Einwechslungen von FCK-Trainer Torsten Lieberknecht : Thierry Tazemeta traf nach einem Konter nur den Pfosten (48.). Yardımcı machte es dann per Kopf besser. Der Türke erzielte sein drittes Saisontor. Allerdings humpelte der Torschütze wenig später verletzt vom Rasen. Die Nürnberger drängten auf den Ausgleich, fanden aber kein Mittel gegen die Pfälzer Abwehr um Keeper Krahl.