Bundesliga: 1899 Hoffenheim feiert kuriosen Sieg gegen Leverkusen

Negativtrend endgültig gestoppt? Nach dem Sieg im Europapokal konnte Hoffenheim auch in der Bundesliga nachlegen. Die TSG 1899 Hoffenheim hat den Schwung aus dem 3:0-Sieg in der Europa League gegen Olympique Lyon mit in die Bundesliga genommen. Im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen siegte Hoffenheim am Ende durch einen Elfmeter von Andrej Kramarić (79.) und Tore von Alexander Prass (89.) und Max Moerstedt (90.+7) mit 3:0. Bitter: Prass zog sich beim Jubeln das Trikot aus, sah dafür die Gelb-Rote Karte. Er war vorher schon wegen eines taktischen Fouls mit Gelb verwarnt worden (45.). Hoffenheim stoppte damit vorerst den Negativtrend in der Liga. Durch den Erfolg springen die Hoffenheimer auf Platz zehn der Liga. Wechsel zur Halbzeit: Bundesliga-Schiri muss verletzt raus Wegen Kompany: Stefan Effenberg nimmt FC Bayern in die Pflicht Kurios: Schiedsrichter Daniel Siebert musste zur Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Ihn plagte nach Angaben des übertragenden Streamingdienstes Dazn eine Wadenverletzung, die eine weitere Spielleitung in Hälfte zwei nicht zuließ. Stattdessen musste sich in der Pause der vierte Offizielle Robert Hartmann warm machen und wechselte mit Siebert die Rolle. So lief das Spiel 27.378 Zuschauer sahen in der Arena in Sinsheim ein Spiel mit lange wenig Höhepunkten und zwischenzeitlich sehr viel Regen. Hektisch wurde es in den Schlussminuten, als Prass Gelb-Rot sah, weil er beim Torjubel sein Trikot auszog. Zuvor war es zu einem heftigen Zusammenstoß von Moerstedt und Leverkusens Loic Badé bekommen, die am Mittelkreis mit den Köpfen zusammenprallten. Beide Profis lagen minutenlang auf dem Rasen, der benommene Badé wurde dann auf einer Trage vom Feld getragen. Moerstedt setzte dennoch den Schlusspunkt. Beim Duell der einzigen Europa-League-Starter kamen beide Teams aus erfolgreichen Europapokal-Einsätzen. Hoffenheim besiegte Olympique Lyon überraschend deutlich mit 3:0. Leverkusen siegte dank zwei Treffern von Jonas Hofmann mit 2:0 bei OFI Kreta, wo die Kraichgauer zum Saisonstart noch eine blamable Niederlage hinnehmen mussten. Hofmann saß aber wie viele andere Europa-Protagonisten zunächst auf der Bank, TSG-Coach Christian Ilzer und Leverkusens Carlos Martínez rotierten angesichts des dichten Rhythmus kräftig. Auf dem Rasen machten die Gastgeber zu Beginn den stärkeren Eindruck: Adam Hložek (2.) hatte die erste Chance, köpfte aber etwas zu hoch. Leverkusens Offensive, von Martínez in den ersten zehn Pflichtspielen zu jeweils mindestens zwei Toren geführt, wirkte diesmal ideenlos. Der wegen Problemen am Oberschenkel verletzungsbedingt ausgewechselte Moussa Diaby wirkte in seinen 40 Minuten unsichtbar. Mittelfeldmotor Ibrahim Maza setzte einmal Torgarant Schick in Szene, doch der Tscheche schoss über das Tor. Beide Trainer hatten ordentlich Potenzial in der Hinterhand. Auf Seiten der TSG kamen unter Kramarić und Neu-Nationalspieler Bambasé Conté in die Partie – für Leverkusen Robert Andrich, der auf Kreta noch wegen der Geburt des eigenen Kindes gefehlt hatte. Nach einem Foul von Edmond Tapsoba an Asllani entschied Hartmann nach Sichtung der Videobilder auf Strafstoß. Kramarić ließ die TSG jubeln, ehe es am Ende noch mal richtig turbulent wurde.