In der seit Jahren geschlossenen ZF-Arena in Friedrichshafen bricht ein Feuer aus. Die Polizei vermutet Brandstiftung und startet eine Fahndung. Diese ist schnell erfolgreich. In der Nacht haben Passanten Flammen an der leerstehenden ZF-Arena in Friedrichshafen entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Polizei hat kurz darauf drei Jugendliche in der Nähe des Tatorts festgenommen – und dabei einen Fund gemacht, der einen Großeinsatz in einem nahegelegenen Ort auslöste. Einer der Verdächtigen soll den Sprengsatz durch ein offenes Fenster in das Gebäude geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer habe vieles in der Sportstätte beschädigt. Einen zweiten Sprengsatz soll das Trio in einen Mülleimer geworfen haben – auch dieser explodierte. Die Sprengsätze sollen aus verschiedenen chemischen Substanzen zusammengemischt worden sein. Welche Substanzen genau verwendet wurden, konnte die Polizei nicht sagen. Rad-Star Pogačar nach schwerem Unfall: „Ich bin einfach froh, am Leben zu sein“ Große Ankündigung in nächster Woche: Olympiasiegerin vor Karriereende? Bei einer Durchsuchung der Garage des 17-Jährigen im gut zehn Kilometer entfernten Kluftern stießen Ermittler auf weitere selbstgebaute Sprengsätze. Spezialkräfte des Landeskriminalamts sprengten die Gemische auf einem Feld kontrolliert. Die rund 3.600 Bewohner Klufterns waren während des Einsatzes gebeten worden, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die drei Verdächtigen im Alter von 17, 20 und 21 Jahren kamen nach Abschluss der Maßnahmen wieder frei. Einen Anhaltspunkt für Fluchtgefahr habe es nicht gegeben, so die Beamten. Die ZF-Arena war 2020 wegen Einsturzgefahr geschlossen worden. Zuvor hatte der Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen dort seine Heimspiele ausgetragen – darunter auch Champions-League-Partien.