720-Dunk: Basketballspieler Taurian Fontenette ist tot

Zwei volle Umdrehungen in der Luft, dann der Ball durch den Ring: Mit diesem Dunk wurde der Basketballer berühmt. Nun ist der Streetballspieler im Alter von 43 Jahren gestorben. Der frühere College-Basketballstar Taurian Fontenette ist am Montag gestorben. Das teilte seine Schwester Tracie Sonnier auf Facebook mit. Fontenette wurde 43 Jahre alt. Fans kannten ihn unter seinen Spitznamen „Air Up There“ und „Mr. 720“. Fontenette stammte aus Hitchcock im US-Bundesstaat Texas, rund 65 Kilometer südöstlich von Houston. Bis 2000 spielte er für die Hitchcock Bulldogs, die Basketballmannschaft seiner Highschool. Danach wechselte er mehrfach die College-Teams, unter anderem spielte er für das Richland Junior College und das Paul Quinn College. Den Durchbruch brachte ihm die AND1 Mixtape Tour, bei der die Stars der Sportartikelmarke AND1 gegen Herausforderer antraten. Nach Angaben des „Houston Chronicle“ arbeitete Fontenette damals als Sicherheitsmann in einer Chemiefabrik in Hitchcock. Gerade einmal drei Wochen vor dem Probespiel bat er seinen Chef um einen freien Tag. Schwester trauert nach Tod von Fontenette Er wurde ausgewählt, um gegen das AND1-Team zu spielen. Dabei fiel er mit spektakulären Dunks und anderen sehenswerten Aktionen auf. Das brachte ihm 2005 einen Platz im AND1-Kader ein und dazu einen neuen Spitznamen: „Air Up There“. Am Dienstag schrieb seine Schwester Tracie auf Facebook: „Wie viele von euch vielleicht schon wissen, haben wir letzte Nacht einen großen Teil unserer Familie, unserer Gemeinschaft verloren. Mein Herz ist in eine Million Stücke zerbrochen. Ich habe ehrlich gesagt nicht einmal die Worte, um den ungeheuren Schmerz auszudrücken, meinen kleinen Bruder zu verlieren.“ Die genauen Umstände seines Todes beschrieb sie nicht. Der Dunk, der ihn zu „Mr. 720“ machte Am häufigsten erinnern sich Fans an eine Szene aus dem Jahr 2006. Bei einem Spiel der AND1 Mixtape Tour im Toyota Center in Houston drehte sich Fontenette in der Luft und vollendete einen Dunk, der als erster dokumentierter 720er in einem Spiel galt. Er drehte sich also zweimal komplett um die eigene Achse, bevor der Ball durch den Ring ging. Die Aktion schaffte es in die Top 10 der US-Sportsendung „SportsCenter“. Seitdem nannten ihn viele Fans nur noch „Mr. 720“. Sein Markenzeichen im Spiel war der sogenannte Axle-Rider: ein 360-Grad-Dunk, bei dem er den Ball vor dem Abschluss zwischen seinen Beinen hindurchführte. Nach seiner Zeit bei AND1 spielte Fontenette auf der Ball4Real Tour. 2009 lief er für die Dallas Generals in der American Basketball Association auf. Als sich die Nachricht von seinem Tod verbreitete, erschienen in den sozialen Netzwerken zahlreiche Würdigungen. Chuck Millan, Gründer des Dunk-Teams Team Flight Brothers, nannte Fontenette auf Instagram „wohl den größten Dunker, der je gelebt hat“.