FC Bayern: Scouting-Chef Schmadtke wehrt sich nach Aus gegen Vorwürfe

Der scheidende Scouting-Chef des FC Bayern bezieht öffentlich Stellung zu den Berichten über sein Aus. Seine Erklärung lässt eine entscheidende Frage offen. Die Meldung ließ aufhorchen: Am Montag hatte der FC Bayern bekanntgegeben, dass die Zusammenarbeit mit Scouting-Chef Nils Schmadtke zum 31. Januar 2027 vorzeitig beendet wird. TV-Sender Sport1 berichtete später, die Scouting-Abteilung unter Schmadtkes Leitung sei klubintern dafür verantwortlich gemacht worden, dass Details zu Personalplanungen an die Öffentlichkeit gelangten. Dieser Vorwurf sei ein Grund für Schmadtkes Aus gewesen sein. Nun hat sich Schmadtke selbst zur Entscheidung zu Wort gemeldet – und sich gegen die Anschuldigungen gewehrt. Er habe zu keinem Zeitpunkt vertrauliche Informationen an Medien weitergegeben – „nicht in München und nirgendwo sonst“, schrieb der 37-Jährige bei Linkedin. Klopps DFB-Kader: Diese Entscheidung ist kaum zu erklären DFB-Comeback von Torjäger: Füllkrug? „Das habe ich nicht verstanden“ „Im Scouting lernt man früh: Urteile über Menschen trifft man nicht nach Hörensagen, sondern nach dem, was man selbst gesehen hat“, schrieb Schmadtke weiter. „Lange habe ich überlegt, ob ich mich zu den Berichten der letzten Tage äußere. Normalerweise lasse ich meine Arbeit sprechen. Diesmal geht es aber nicht um meine Arbeit, sondern um meinen Charakter.“ „Respektlos bin ich nicht“ Auch den Vorwurf, Mitarbeiter respektlos behandelt zu haben, wies er zurück: „Menschen in meiner Verantwortung habe ich nie herabgesetzt. Fordernd bin ich, auch unbequem, wenn es um Qualität geht. Respektlos bin ich nicht.“ Trotz der bevorstehenden Trennung zog Schmadtke indes eine positive Bilanz seiner Zeit in München: „Auf das, was wir in diesen zwei Jahren aufgebaut haben, bin ich stolz. Wir haben die Scouting-Abteilung neu aufgestellt, Profis und Campus enger miteinander verzahnt und in der Ansprache von Spielern neue Wege beschritten.“ Zu den eigentlichen Trennungsgründen äußerte er sich inhaltlich nicht: „Nichts von dem, was geschrieben wurde, hatte auch nur ansatzweise etwas mit meinem Ausscheiden beim FC Bayern zu tun. Über interne Vorgänge spreche ich nicht öffentlich. Das habe ich bei keiner meiner Stationen getan, und dabei bleibt es auch jetzt.“