Jürgen Klopp: Das sagt der Bundestrainer zum Kader für die November-Spiele

Erstmals nominierte Jürgen Klopp einen „normalen“ 24er-Kader für die anstehenden Nations-League-Spiele. Das sagt er zu seinen Berufungen. Jürgen Klopp hat den Kader für die abschließenden beiden Länderspiele des WM-Jahres bekanntgegeben. Für die Nations-League-Spiele in Serbien (13.11.) und gegen die Niederlande (16.11.) nominierte der Bundestrainer 24 Profis , nachdem sein erster Kader im Oktober noch 44 Spieler umfasst hatte. Mit Brajan Gruda von RB Leipzig und dem Gladbacher Wael Mohya sind zwei Neulinge dabei. Zudem kehrt der Bremer Niclas Füllkrug nach über einjähriger Abstinenz wieder zurück in den Kreis der Nationalmannschaft. Letzte Länderspiele des Jahres: Klopp überrascht mit seinem Kader Kein Comeback nach Eklat: Cristiano Ronaldo beendet Karriere in der Nationalmannschaft Nationalmannschaft: Zweitliga-Trainer Stamm prägt den Klopp-Kader Über seine Nominierungen sprach Klopp in einem vom DFB parallel zur Kader-Bekanntgabe veröffentlichten Video. „Ich freue mich riesig auf die nächsten beiden Spiele“, sagte der 59-Jährige. Und weiter: „Entscheidungen werden immer für einen Spieler getroffen, nie gegen ihn. Deshalb ist es mir nicht so schwer gefallen, den Kader zu benennen, aber das bedeutet natürlich automatisch, dass ein paar Jungs nicht dabei sein werden diesmal.“ Klopp erklärte zu seiner Zusammenstellung: „Es ist ein bunter Mix aus ’sehr jung‘ und ‚durchaus erfahren‘. Es waren wirklich enge Entscheidungen dabei, aber so soll es sein. Je mehr Qualität man hat, desto schwieriger – im positiven Sinne – werden die Entscheidungen.“ Klopp: „Wenn morgen EM wäre, würden wir Füllkrug mitnehmen“ Zur Rückkehr von Füllkrug sagte Klopp: „Er hat für Werder Bremen einen unglaublichen Einfluss auf das Spiel, nicht nur durch seine Tore, sondern auch durch die Art und Weise wie er auftritt. Da hilft natürlich die Erfahrung, die er hat, total.“ Kontakt mit dem Torjäger, der neun Tore in acht Ligaeinsätzen erzielte, habe Klopp schon vor einigen Wochen aufgenommen: „Es war ein sehr angenehmes Gespräch, in dem aber nichts zugesagt wurde. Wenn morgen Europameisterschaft wäre, würden wir ihn natürlich mitnehmen, ist ja gar keine Frage. Unter dem Aspekt war die Nominierung relativ leicht.“ Den ehemaligen Mainzer Brajan Gruda kennt Klopp nach eigener Aussage „schon ein paar Jahre“, auch wenn er nicht mit ihm zusammengearbeitet hat. Seine Nominierung erklärte der Bundestrainer so: „Er spielt auf einer Position, auf der wir jetzt keine 40 Alternativen haben. Er ist ein Straßenfußballer und einfach ein geiler Zocker, der aber trotzdem sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat. Er war beim ersten Mal verletzt, sonst wäre er auch schon eingeladen worden.“ Für Wahel Mohya fand Klopp ebenfalls lobende Worte: „Es gibt nicht so viele 17-Jährige, die Bundesliga spielen. Er macht es wirklich gut. Klopp habe sich mit der Familie des Teenagers geeinigt, „dass wir ihn mitnehmen, um ihn mal eine Woche zu sehen. Mal zu sehen, wie sich so ein Junge verhält auf und neben dem Platz. Die Gespräche mit ihm waren top, das kann ich sagen.“ Die Nationalmannschaft rangiert in der Gruppe 2 der A-Liga nach vier Spielen nur auf dem dritten Platz. Die Niederlande und Griechenland haben je drei Punkte mehr auf dem Konto. Nur die Teams auf den Plätzen eins und zwei qualifizieren sich für das Viertelfinale. Noch droht der DFB-Elf sogar der Abstieg aus der Top-Liga.