Wie gelingt das Miteinander im Sport, wenn privat alles vorbei ist? Sophie Hinners und Richard Vogel sind bei der kommenden WM mit dieser Frage konfrontiert. Springreiter Richard Vogel und Sophie Hinners haben sich nach mehreren gemeinsamen Jahren getrennt. Bei der Weltmeisterschaft in Aachen stehen sie dennoch gemeinsam für Deutschland im Parcours – zusammen mit Marcus Ehning und Daniel Deußer. Vogel bestätigte die Trennung: „Ja, leider ist das Traumpaar jetzt keins mehr. Wir sind leider nicht mehr zusammen.“ Hinners ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Viele Reitsportfans hat das überrascht. Beim Turnier in Riesenbeck am vergangenen Wochenende tauschten die beiden sich noch gemeinsam über den Parcours aus – das Miteinander wirkte harmonisch. Kurioser Fund: Junge kauft 3-Dollar-Jacke – und verkauft sie für 89.000 Hinners beschreibt die Situation so: „Ich habe das Gefühl, dass wir uns super verstehen, super respektvoll miteinander umgehen. Ich habe das Gefühl, außer dass wir jetzt nicht mehr zusammenwohnen und nicht mehr eine Beziehung führen, dass es gar keinen so großen Unterschied macht. Also ich würde vielleicht sogar sagen, dass wir aktuell noch besser zusammenarbeiten können.“ Auch geschäftlich sind beide weiterhin verbunden. Gemeinsam mit Reitsportkollege David Will betreiben Hinners und Vogel einen Sport- und Handelsstall an drei Standorten. Seit der Trennung sind sie bereits gemeinsam für das deutsche Nationalteam geritten – im französischen La Baule und zuletzt im schwedischen Falsterbo. Vogel: „Wir sind immer noch sehr gut befreundet und haben ein sehr, sehr gutes Arbeitsverhältnis. Auch ein freundschaftliches Verhältnis.“ Der 29-jährige Einzel-Europameister fügte grinsend an: „Wir verstehen uns jetzt fast besser als in den Endzügen der Beziehung.“ Auch das gemeinsame Ziel für Aachen steht fest. Die 28-jährige Hinners sagte: „Die Erwartungen sind natürlich hoch. Wir wollen eine Teammedaille gewinnen, das wäre natürlich der Traum.“ Vogel formulierte es noch direkter: „Die Ziele sind ganz klar, dass wir auf jeden Fall – das muss die Erwartungshaltung sein, der Ehrgeiz sein – eine Teammedaille gewinnen, am liebsten natürlich Gold.“ Er fügte an: „Aber wir wissen alle, unser Sport ist sehr nah beieinander im Moment.“