Kiel erobert Tabellenspitze – Meister Magdeburg wackelt

Die Favoriten halten sich am dritten Spieltag der Handball-Bundesliga schadlos. Kiel, Magdeburg und Berlin müssen bei ihren Siegen aber mächtig zittern. Rekordmeister THW Kiel hat mit dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga erobert. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gewannen die Norddeutschen bei Frisch Auf Göppingen knapp mit 32:31 (13:15) und zogen dank der besseren Tordifferenz am punktgleichen Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt vorbei. Ebenfalls 6:0 Punkte weist Titelverteidiger SC Magdeburg nach einem 31:30 (13:15)-Zittersieg beim Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten auf. Albin Lagergren bewahrte den Meister und Supercup-Gewinner mit seinem Treffer vier Sekunden vor Schluss vor dem ersten Punktverlust in der noch jungen Saison. Zwar traf Balingen kurz darauf zum vermeintlichen Ausgleich. Doch der Ball überquerte erst nach der Schlusssirene die Torlinie, weshalb der Treffer nicht zählte. Bester SCM-Werfer war Felix Claar mit sieben Toren. „Das war ein unglaublich intensives Spiel. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber wir haben es am Ende sehr gut gemacht. Wir mussten 110 Prozent geben, um den Sieg mitzunehmen“, sagte Nationalspieler Lukas Mertens am Dyn-Mikrofon. Schwerstarbeit für Kiel und Berlin Mächtig strecken musste sich auch Pokalsieger Füchse Berlin . Der Hauptstadt-Club setzte sich beim TVB Stuttgart knapp mit 34:33 durch und weist nun 4:2 Zähler auf. Bester Werfer für den Vizemeister war Welthandballer Mathias Gidsel mit zehn Toren. Ebenfalls Schwerstarbeit zu verrichten hatte Kiel in Göppingen. Am Ende nahm der THW dank der Treffsicherheit von Emil Madsen (7 Tore) und zehn Paraden von Torwart Gonzalo Pérez de Vargas beide Punkte mit auf die Heimreise.