Wintersport: Northugs Rennserie ist pleite – und macht trotzdem weiter

Die Betreibergesellschaft des Skilanglauf-Events Janteloppet ist insolvent. Die Veranstalter rund um Ex-Skistar Petter Northug denken bei weiteren Events dennoch groß. Das Skilanglauf-Event Janteloppet hat Insolvenz angemeldet. Am Montag fand in Oslo eine Gläubigerversammlung statt, bei der 46 Forderungen in Höhe von insgesamt rund 5,75 Millionen norwegischen Kronen (rund 553.000 Euro) gemeldet wurden. Laut dem Insolvenzverwalter war das Unternehmen bereits im Frühjahr 2024 zahlungsunfähig. Zuerst hatte die norwegische Wirtschaftszeitung „Finansavisen“ berichtet. Janteloppet wird von dem früheren Skistar Petter Northug mitgetragen. Northug hält 30 Prozent der Anteile über seine Holdinggesellschaft. Die restlichen 70 Prozent gehören Recee Sports Holding, hinter der Geschäftsmann Reda El Chaar steht. Fast querschnittsgelähmt: Zweimalige Olympiasiegerin beendet Karriere Nach Cas-Entscheidung: Eklat im Eishockey – Finnland plant drastischen Schritt Die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens reichen weit zurück: Den Unterlagen zufolge haben die Forderungen der Gläubiger Fälligkeitsdaten bis April 2024. Bereits im März war bekannt geworden, dass Janteloppet Schwierigkeiten hatte, Spitzenläufer für die diesjährige Ausgabe zu gewinnen. Die Veranstalter sagten daraufhin die Eliteklasse ab. Veranstaltungen in Davos und Hafjell geplant Trotz der Insolvenz der Betreibergesellschaft wollen die Verantwortlichen das Event weiterführen. In einer Pressemitteilung erklärten sie: „Nach den heutigen Berichten über die Insolvenz der Janteloppet AS wollen wir eines klarstellen: Die Insolvenz der Betreibergesellschaft ist nicht das Ende von Janteloppet. Die Marke ist intakt, die Eigentümer stehen hinter ihr, und das Event geht weiter – größer als je zuvor.“ Konkret planen die Veranstalter für Dezember eine Schweizer Ausgabe in Davos sowie ein Rennen im April in Hafjell, einem der größten Skigebiete Norwegens. Janteloppet war früher Teil des Langstreckenzirkus Ski Classics, gehört diesem Verbund aber derzeit nicht mehr an.