Die internationale Presse ist überrascht von der deutschen Niederlage im dritten WM-Gruppenspiel – und spart nicht an Kritik. Viele loben jedoch auch einen starken Gegner. Trotz einer frühen Führung verliert die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes Vorrundenspiel mit 1:2 (1:1) gegen Ecuador. Das Urteil der internationalen Presse: England „Daily Mail“: „Ecuador haucht seiner WM-Kampagne mit einem historischen Sieg neues Leben ein, während ein Patzer von Manuel Neuer für ein Ende der Siegesserie von elf Spielen der deutschen Mannschaft sorgt.“ „The Sun“: „Ecuador wahrte auf unglaubliche Weise seine WM-Hoffnungen, obwohl das Team gegen Deutschland einen buchstäblichen frühen Tritt ins Gesicht hinnehmen musste. Dieses überraschende Ergebnis beendete auch die Siegesserie der deutschen Mannschaft, die damit knapp daran scheiterte, ihren Allzeitrekord von zwölf Siegen aus den Jahren 1979 und 1980 einzustellen.“ „Telegraph“: „Ecuador schockt Deutschland. Ecuador hat sich der größten Herausforderung gestellt und Deutschland besiegt – mit einem dramatischen Comeback sichert sich das Team einen der Plätze für die Runde der letzten 32 bei der WM-Endrunde.“ Italien „Gazzetta dello Sport“: „Ecuador feiert: Sieg gegen Deutschland und Einzug ins Sechzehntelfinale. Plata entscheidet das Spiel, aber was für eine Unsicherheit bei Neuer…“ „Corriere dello Sport“: „Ecuador mit einer Sensation: Sieg gegen Deutschland und Einzug ins Sechzehntelfinale! Ein weiteres wunderschönes Märchen reiht sich in die herzerwärmenden Geschichten von Infantinos Weltmeisterschaft ein: Ecuador schlägt Deutschland zum ersten Mal in seiner Geschichte und feiert den Einzug ins Sechzehntelfinale als einer der besten Gruppendritten.“ Spanien „Marca“: „Ein „Golden Goal“ von Plata bringt Ecuador in die Runde der letzten 32. (…) La Tri gelang die Wende gegen eine deutsche Mannschaft, die bei dieser WM zusehends abbaut – ein Team, für das das Etikett „potenzieller Titelanwärter“ schlichtweg eine Nummer zu groß ist.“ „AS“: Heldenhaftes Ecuador! La Tri sicherte sich in allerletzter Sekunde einen Platz in der Runde der letzten 32, nachdem sie eine desolate „Mannschaft“ überwältigt.“ „Mundo Deportivo“: „Ecuador qualifiziert sich nach einem historischen Sieg gegen Deutschland. „La Tri“ hatte noch nie gegen die „Mannschaft“ gewonnen, doch heute gelang ihr dank eines Treffers von Gonzalo Plata ein Comeback und damit der dringend benötigte Sieg.“ Ecuador „El Universal“: „Historischer Sieg Ecuadors gegen Deutschland – das Team qualifiziert sich für das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 .“ „El Mercurior“: „Ecuador ließ seine Fans zittern, besiegte aber im letzten Spiel der Gruppenphase der WM 2026 Deutschland und qualifizierte sich für das Achtelfinale. Das Spiel, das aufgrund seiner Bedeutung historisch war, wurde zu einer echten Bühne, auf der die Tri zeigte, was in ihr steckt.“ Mexiko „Esto“: „Ecuador hat geschafft, was unmöglich schien. „La Tri“ besiegte Deutschland im MetLife Stadium in East Rutherford, einem Vorort von New York, mit 2:1 und sicherte sich damit vier Punkte, um sich unter die besten Drittplatzierten einzureihen und somit ins Sechzehntelfinale einzuziehen.“ „Mediotiempo“: „Was für ein Spiel. Ecuador schafft etwa Episches, gewinnt gegen Deutschland und zieht ins Sechszehntelfinale der WM ein.“ Argentinien „La Nación“: „Gegen alle Widrigkeiten schreibt Ecuador Geschichte. Deutschland ging bei der ersten Chance des Spiels in Führung, und sowohl in Quito als auch in New Jersey befürchtete man das Schlimmste. (…) Sieben Minuten später folgte die Antwort Ecuadors. (…) Deutschland gab die Initiative ab und versuchte es mit Kontern. Ecuador gab sein Bestes mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen.“ „Diario Popular“: „Ecuador schrieb (…) eines der bedeutendsten Kapitel seiner Fußballgeschichte.“ Frankreich „L“Equipe“: „Ecuador gelingt ein Coup gegen Deutschland und qualifiziert sich für das Sechzehntelfinale. (…) Nichts zu feiern für die Deutschen nach einem sehr enttäuschenden Spiel, das man schnell vergessen sollte.“ „Le Parisien“: „Pacho und seine Teamkollegen vollbringen das Kunststück und sichern sich die Qualifikation für das Sechzehntelfinale.“ „Le Figaro“: „Ecuador stößt Deutschland um. Eine XXL-Leistung der Südamerikaner, denen es gelang, das Spiel gegen die Mannschaft zu drehen.“ Österreich „Kronen-Zeitung“: „WM-Überraschung: Schwache Deutsche gehen gegen Ecuador k.o.“ Schweiz „Blick“: „WM-Sorgen bei den Deutschen: Undav-Frage, Neuer-Debatte – und ein gereizter Nagelsmann. Deutschland ist zwar Gruppensieger. Dennoch sorgt die Pleite gegen Ecuador für viele Sorgen bei unseren Nachbarn.“ Dänemark „B.T.“: „Der Start ins Spiel war desaströs, doch eines der besten Teams Südamerikas hat sich letztlich doch gerettet. „Die Mannschaft“ stellte erneut die A-Elf auf, auch wenn sie schon sicher als Erster weiter war – in einem hitzigen Spiel gegen verzweifelte Ecuadorianer. In vier Tagen steht für die Deutschen im Sechzehntelfinale ein Alles-oder-Nichts-Spiel an, und sie hätten sich ja viel Energie sparen können.“ Niederlande „AD“: „Deutschland erleidet eine überraschende Niederlage im letzten Gruppenspiel, Ecuador greift nach dem letzten Strohhalm.“ „De Telegraaf“: „Das WM-Märchen von Curaçao ist vorbei, Ecuador atmet nach einem knappen Sieg über Deutschland auf.“
«Ecuador schockt Deutschland»: Pressestimmen zur 1:2-Pleite
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Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld
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Wie geht es nach der ersten WM-Niederlage weiter im Mittelfeld? Der Bundestrainer liefert eine klare Antwort. Pavlovic und Nmecha haben weiter sein Vertrauen – auch zum Start in die K.-o.-Phase. Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador im für die Tabelle nicht mehr wichtigen letzten Gruppenspiel vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.-o.-Spiel am Montag in der Runde der letzten 32 aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiter sein Vertrauen. „Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz in East Rutherford mit Blick auf das Sechzehntelfinale gegen einen noch nicht feststehenden Gruppendritten. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“ Kimmichs Auswechslung war abgesprochen Bei der Heim-EM 2024 sei Kimmich ein Top-Rechtsverteidiger gewesen, erklärte Nagelsmann. Und er spiele in Ballbesitz praktisch im Mittelfeld. Die Auswechslung des Kapitäns nach einer Stunde Spielzeit sei abgesprochen und geplant gewesen, erläuterte der Chefcoach außerdem: „Jo hatte eine sehr anstrengende Saison bei Bayern.“ Alle Wechsel seien im übrigen so gewählt gewesen, um möglichst sinnvoll Spielzeiten zu verteilen. Es gehe jetzt allein darum, „am Montag alles reinzulegen, um die nächste Runde zu erreichen“. Im Achtelfinale könnte danach Frankreich der Gegner sein. Weil es nur vier Tage bis zum ersten K.-o.-Spiel in Foxborough sind, passt Nagelsmann die Abläufe in der Spielvorbereitung an. Kein freier Tag – Brown bis Montag fit Der zweite Tag nach der Partie wird diesmal nicht komplett frei sein. „Wir werden schon trainieren, weil wir nicht so viel Zeit haben“, kündigte Nagelsmann an. Am Sonntag reist der DFB-Tross dann nach Boston. Eine gute Personal-Nachricht verkündete Nagelsmann noch vor der abendlichen Rückreise nach North Carolina ins DFB-Quartier. Der Frankfurter Nathaniel Brown , der wegen Adduktorenproblemen gegen Ecuador pausierte, sollte bis Montag wieder topfit sein. „Ich gehe davon aus, dass er wieder spielen kann.“ Der Leipziger David Raum war kein guter Vertreter links hinten.
Nagelsmann rüffelt Kerner: «Hört auf mit dem Quatsch»
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Nagelsmann kontert die Kritik von Magenta-TV-Moderator Kerner scharf. Pauschale Vorwürfe in puncto Einstellung mag der Fußball-Bundestrainer nicht. Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador überhaupt nicht gefallen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, antwortete der Fußball-Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement gefehlt habe angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs. Ecuador habe es ein bisschen mehr gewollt, insistierte Kerner. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: „Nee, die wollte es nicht mehr“, sagte der 38 Jahre alte Cheftrainer. „Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen.“ Durch den Sieg gegen die favorisierte DFB-Elf steht Ecuador als Gruppendritter wie Nagelsmanns Team und der Tabellenzweite Elfenbeinküste ebenfalls im Sechzehntelfinale. Nagelsmann: „Das ist mir viel zu plakativ“ Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“
Verletzter DFB-Star: Nagelsmann gibt Update | Newsblog zur WM
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Die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada läuft. Alle wichtigen News rund um das Turnier erfahren Sie hier. Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer, das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen über fünfeinhalb Wochen um den Titel. Mit dem Newsblog von t-online verpassen Sie keine wichtige Nachricht rund um die WM 2026 . Zeiten, Daten und Austragungsorte: Alle Spiele und Termine zur WM 2026 WM-Modus: So funktioniert die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Freitag, 26. Juni Nach DFB-Pleite: Nagelsmann gibt Update zu Nathaniel Brown Julian Nagelsmann rechnet im Sechzehntelfinale der Fußball-WM wieder mit Linksverteidiger Nathaniel Brown. „Ihm geht es gut, das Training war heute gut, ich denke, dass er Montag spielen kann“, sagte der Bundestrainer nach dem 1:2 (1:1) zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador über den Frankfurter. Brown hatte das Spiel wegen leichter Adduktorenprobleme verpasst. Am Montag (ab 22.30 Uhr im Liveticker bei t-online) wartet auf das DFB-Team in Foxborough ein noch unbekannter Gruppendritter in der ersten K.o.-Runde. Brown war bisher auf der linken Seite gesetzt. Gegen Ecuador durfte David Raum für ihn ran. Der Leipziger war aber am zweiten Gegentor, als er ein Kopfballduell verlor. K.o.-Runde bei der WM: Südafrika-Trainer wettert über Fifa Der südafrikanische Fußball-Nationaltrainer Hugo Broos hat sich nach dem Einzug seiner Mannschaft in die K.o.-Runde über die Fifa beschwert. Nach dem Sieg gegen Südkorea im mexikanischen Monterrey wollte der Belgier mit „Bafana Bafana“ gleich am Donnerstag nach Los Angeles aufbrechen. Dort findet am Sonntag das Sechzehntelfinale gegen Kanada statt. „Aber die Fifa hat das verboten“, sagte der 74-Jährige achselzuckend. Die Südafrikaner mussten daher am Donnerstag zunächst in ihr bisheriges Teamquartier in Pachuca rund 850 Kilometer südlich von Monterrey zurückkehren. Erst am Freitag reisen sie in Gegenrichtung ins rund vier Flugstunden entfernte Los Angeles. Donnerstag, 25. Juni WM: Bezahlte ein Teilnehmer Fans für ihre Unterstützung? Für Katar ist die WM nach der Gruppenphase beendet. Der WM-Gastgeber von 2022 scheidet mit einem Punkt nach drei Spielen als Letzter der Gruppe B aus. Die Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina am gestrigen Mittwoch besiegelte das Aus. Mit dabei in Seattle war auch wieder ein Block mit Katar-Fans. Einige von ihnen wurden offenbar dafür bezahlt, den Weg in die USA mitgemacht zu haben. Zumindest berichtet die britische Zeitung „The Telegraph“, dass Tickets, Flüge und Hotelzimmer übernommen wurden, damit die Personen das Team vor Ort unterstützten. Zudem soll es eine „Fanbox“ gegeben haben, unter anderem mit Katar-Schirmmütze und Katar-Brille. Dem „Telegraph“-Bericht zufolge sollen bis zu 2.000 Fans kostenlos beim Spiel gegen Bosnien-Herzegowina gewesen sein. WM: Schlechtes Essen? Kuriose Reporterfrage nach Südkorea-Pleite Weil Südkorea mit einem blutleeren Auftritt Platz zwei in seiner Gruppe verspielte, musste sich Trainer Myung-bo Hong kritische Fragen gefallen lassen. Eine hingegen mutete kurios an. Ex-DFB-Kapitän kritisiert TV-Experten Von TV-Experten wird teils laute Kritik geäußert. Ex-Nationalspieler İlkay Gündoğan hat dafür kein Verständnis. „Ich verstehe oft nicht, warum manche Experten von draußen draufhauen und mit extremen Meinungen Schlagzeilen machen“, sagte er. Namen nannte der 35-Jährige von Galatasaray Istanbul dabei nicht.
WM-Pleite gegen Ecuador | Horror-Noten für das DFB-Team
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Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr abschließendes Spiel in der WM-Gruppenphase gegen Ecuador mir 1:2 verloren. FT verteilt harte Noten für den schwachen Auftritt.Bundestrainer Julian Nagelsmann (…)
Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik
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Leroy Sané schafft seinen ersten Turniertreffer. Gegen Ecuador erreichen aber viele DFB-Stars bei weitem nicht ihr Top-Level. Auch Manuel Neuer zeigt kein perfektes Spiel. East Rutherford (dpa) – Neuer: Wieder nicht zu null. Zu zögerlich gegen Rodriguez (73.) und packte dann beim zweiten Gegentor nicht zu. Wirkt seine Aura in der K.-o.-Phase? Kimmich: Der Kapitän findet nicht ins Turnier. Wieder fehlte hinten das Tempo und nach vorne die Präzision. Ungewöhnlich: Nach 60 Minuten ausgewechselt. Tah: Der Abwehrchef war sehr präsent. Hielt stark dagegen – besonders beim Check gegen Valencia. Aber beim zweiten Gegentor zu zögerlich. Rüdiger: Der Schlotterbeck-Ersatz agierte solide und bügelte auch manchen Fehler von Raum aus. Für eine halbe Stunde Kapitän, als Kimmich rausging. Raum: Zwei gute Flanken, sonst nix. Dem Leipziger fehlte die Bindung zum Spiel und in der Rückwärtsbewegung die Orientierung. Brown bleibt erste Wahl. Nmecha: Diesmal fehlte die große Power. Ungewöhnliche Ballverluste auch vor dem Gegentor. Der Dortmunder biss sich immerhin nach und nach ins Spiel. Pavlovic: Robust vor dem Sané-Tor. Aber: Fehlpässe, Stellungsfehler und beim ersten Gegentor getunnelt. Mit gelber Karte vorbelastet zur Halbzeit raus. Sané: Dieser Makel wäre getilgt. Sein erstes Turnier-Tor im 15. Spiel könnte zur Befreiung werden. Arbeitete auf der rechten Außenbahn viel nach hinten mit. Musiala: Seine Dribblings laufen ins Leere. Der Münchner verkomplizierte mit seinen Drehungen das Spiel. Die Physis der Gegner behagte ihm nicht. Wirtz: In der Offensive mit einem sehr großen Aktionsradius. Forderte seine Kollegen immer wieder zum Kombinationsspiel auf. Aber ohne Ertrag. Havertz: Das war nicht der Havertz der letzten Wochen. Eine Kopfball-Chance, das war es dann auch schon. Muss seinen Stammplatz jetzt mit Toren sichern. Stiller: WM-Premiere für den Stuttgarter als Pavlovic-Ersatz zur Halbzeit. Lief einige Bälle ab und haute sich auch mehrmals mächtig rein. Undav: Den deutschen Fans auf der Tribüne winkte er schon zur Halbzeitpause voller Vorfreude zu. Diesmal traf der Super-Joker aber nur das Außennetz. Thiaw: Kam für Kimmich und fügte sich gut in die Abwehr-Dreierkette ein. Aufmerksam bei einer wichtigen Kopfballabwehr. Beier: Auch für den Dortmunder das erste WM-Spiel. Wirkung für das Offensivspiel konnte er dabei aber nicht entfalten. Groß: Versuchte nach seiner Einwechslung in der schwierigen Schlussphase, die Ordnung in der Zentrale zu bewahren.
WM: Ecuador ringt DFB-Team nieder – Elfenbeinküste ohne Probleme
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Im WM-Finalstadion hat die Nationalmannschaft auch mit Super-Joker Deniz Undav die Einstimmung aufs erste K.o.-Spiel gründlich verpasst. Nach dem zweitschnellsten Tor in der deutschen…
Fußball-WM 2026: DFB-Elf verliert letztes Gruppenspiel gegen Ecuador
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Nach zwei Spielen stand Deutschland bereits als Gruppensieger fest. Die dritte Partie wollte die DFB-Elf dennoch gewinnen – scheiterte aber. Deutschland hat im dritten Gruppenspiel bei der Fußball-WM eine überraschende Niederlage kassiert. Gegen Ecuador vergab die DFB-Elf dabei eine frühe 1:0-Führung, musste am Ende ein 1:2 hinnehmen. Leroy Sané brachte Deutschland nach nur etwas mehr als einer Minute in Führung (2.). Nilson Angulo aber glich nur wenige Minuten später aus (9.). In der Folge ging es hin und her, das entscheidende Siegtor für die Südamerikaner fiel dann in der Schlussphase. Gonzalo Plata war nach einem Standard erfolgreich (77.). Der Ecuadorianer spitzelte den Ball dabei vor Manuel Neuer , der ins Leere griff, ins deutsche Tor. WM 2026 : Nagelsmann trickst Fotografen bei Hymne aus TV-Experte nicht dabei : Darum fehlt Thomas Müller beim Deutschland-Spiel Auf die Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf hat die Niederlage für Deutschland keinen Einfluss, der Sieg in der Gruppe E war bereits vorher sicher. Dennoch ist das Ergebnis ein klarer Dämpfer für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann . So lief das Spiel Die wichtigste Frage hatte Nagelsmann schon am Vorabend beantwortet: Trotz des bereits vorher feststehenden Gruppensieges würde er nur die „notwendigen“ Wechsel vornehmen. Antonio Rüdiger ersetzte Nico Schlotterbeck , der nach seinem WM-Aus als Glücksbringer auf Krücken dabei war, im Abwehrzentrum. Links spielte David Raum für den angeschlagenen Nathaniel Brown . Der Bald-Bayer saß neben Schlotterbeck auf der Bank. Das hieß auch: Fanliebling Undav kam nur von der Bank. Die Begründung: Als Einwechselspieler sei er wertvoller, und: Nagelsmann wollte seine Elf „weiter Rhythmus sammeln“ lassen. Der ewig umstrittene Sané durfte daher abermals starten. Das machte sich sofort bezahlt, er war mit dem ersten Ballkontakt nach Zuspiel von Florian Wirtz erfolgreich. Zuvor hatte aber Aleksandar Pavlović seinen Gegner Pedro Vite mit hohem Bein im Gesicht getroffen, doch der VAR schaltete sich nicht ein . Doch die deutsche Elf hatte wie schon gegen die Elfenbeinküste (2:1) teils große Probleme mit der Körperlichkeit des Gegners. Dem schnellen Ausgleich ging ein Ballverlust von Felix Nmecha nach einem technischen Fehler des Dortmunders voraus, auch dessen Nebenmann Pavlovic war anfällig – mit Wiederbeginn kam Angelo Stiller für ihn. Auffällig bei Nagelsmanns Team: Gegen den Ball agierte es mitunter mit Fünferkette in der Abwehr. „Wir variieren ein bisschen in der Defensivordnung, um ein zusätzliches Mittel zu haben in der K.-o.-Runde“, sagte der Bundestrainer. Allerdings waren seine Stars im 5-4-1 ein ums andere Mal zu passiv. Nach vorne machte sich bemerkbar, dass der Rasen im Stadion sehr stumpf war – schnelle Kombinationen wurden dadurch erschwert. Die häufig sehr hoch postierte Offensive ließ Lücken klaffen. „Jeder Ballverlust tut uns extrem weh“, sagte Jürgen Klopp in der Halbzeit bei MagentaTV. Kurz nach Wiederbeginn sprach Schiedsrichterin Tori Penso (USA) Deutschland einen Elfmeter zu, musste ihre Entscheidung wegen eines Fouls von Sané in der Entstehung aber zurücknehmen. Das Spiel plätscherte dahin – und es kam, wer kommen musste: Undav (60.) für Havertz. Zugleich testete Nagelsmann Malick Thiaw rechts hinten als Alternative für Kapitän Joshua Kimmich und damit eine richtige Dreierkette. Neuer (62.) hielt das 1:1 gegen Sturm-Veteran Enner Valencia fest, Nagelsmann wechselte ungeachtet der Schwierigkeiten weiter munter Reservisten ein. Nach einem Missverständnis zwischen Neuer und Tah vergab Plata (73.) noch, Sané (76.) ließ eine seltene deutsche Möglichkeit liegen. Beim 1:2 verlor Raum ein Kopfballduell, Neuer agierte zu zögerlich.
Elfenbeinküste gelingt historischer WM-Erfolg mit Sieg über Curaçao
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Im vierten Versuch gelingt der Elfenbeinküste zum ersten Mal ein historischer Erfolg. Gegen Außenseiter Curaçao haben sie mehr Probleme als erwartet. Pflichtaufgabe erfüllt: Die Elfenbeinküste hat sich durch einen 2:0-Sieg gegen Curaçao erstmals für die K.-o.-Phase bei einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Nicolas Pépé erzielte nach starker Vorarbeit von Bundesliga-Star Yan Diomande nach sieben Minuten die frühe Führung und erhöhte nach 64. Minuten. Die Afrikaner beenden die Gruppe E hinter der deutschen Nationalmannschaft auf Rang zwei. Nach aktuellem Stand würden sie damit im Sechzehntelfinale auf Norwegen treffen. Für den von Dick Advocaat trainierten Karibikstaat endet die märchenhafte Fußballreise hingegen nach der Gruppenphase auf Platz vier. Dennoch war die Endrunde ein voller Erfolg. Das Team hatte mit seinem Premierentreffer gegen Deutschland (1:7) und dem ersten Punkt gegen Ecuador (0:0) alle Zweifler Lügen gestraft. Der 78 Jahre Coach hatte zuletzt seine Zukunft offengelassen. So lief das Spiel Zwar gingen die Westafrikaner in Führung, nachdem sich Verteidiger von Curaçao gegenseitig angeschossen hatten und Diomande den missglückten Klärungsversuch zur Torvorlage genutzt hatte. Doch zahlreiche Ballverluste prägten ihr Aufbauspiel – ein Gegner höherer Klasse hätte diese Fehler wohl bestraft. Curaçao war lange ein ebenbürtiger Gegner, konzentrierte sich aber aufs Verteidigen und lauerte auf Umschaltmomente. Vor allem Tahith Chong strahlte immer wieder Torgefahr aus. Nach der Pause attackierte Curaçao zunächst deutlich früher und zwang die Elfenbeinküste weiter zu Ballverlusten. Sherel Floranus (55.) hatte eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, setzte den Fernschuss von der Strafraumkante aber knapp daneben. Die Mini-Drangphase verpuffte schnell. Die Elfenbeinküste wusste, dass ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen würde und ging daher kein großes Risiko. Als Villarreals Profi Pépé nach einem schönen Steckpass des bis dahin enttäuschenden Ibrahim Sangaré den Ball zum 2:0 ins Tor schlenzte, war das Spiel entschieden.
Leroy Sané trifft gegen Ecuador: Tor hätte nicht zählen dürfen | WM 2026
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Im letzten Gruppenspiel der WM erwischt das DFB-Team einen Traumstart samt Tor durch Leroy Sané. Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen. Leroy Sané und die deutsche Nationalmannschaft sind glücklich in das abschließende WM-Gruppenspiel gegen Ecuador gestartet. Bereits in der zweiten Minute traf der Ex-Bayern-Star zur Führung. Die war allerdings umstritten, Ecuadors Spieler monierten ein Foulspiel. In der Entstehung war Aleksandar Pavlović an der linken Strafraumgrenze zuvor gegen seinen Gegenspieler Pedro Vite mit hohem Bein in den Zweikampf gegangen und hatte den Ecuadorianer im Gesicht getroffen. Schiedsrichterin Tori Penso ließ jedoch weiterlaufen, auch der VAR schaltete sich danach nicht ein. Im Anschluss daran analysierten die Schiedsrichter-Experten von ARD und MagentaTV die Entscheidung von Penso. Lutz Wagner ordnete in der ARD ein: „Es ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung, weil er spielt in einem Bereich, in dem man eigentlich mit dem Kopf spielt. Da spielt er mit dem Fuß. Es kommt auch zum Kontakt, aber allein die Höhe des Fußes im Kopfbereich, wenn der Gegner den Ball mit dem Kopf spielen will – das wundert mich jetzt sehr. Auch, dass da kein Einspruch vom VAR kam. Schön für Deutschland, gut für uns. Allerdings: Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn dieses Tor zurückgenommen wird.“ ARD-Kommentator Philipp Sohmer erklärte danach weiter: „Also klare Einschätzung von Lutz Wagner. Nehmen wir mit, dieses Tor von Leroy Sané in der 2. Minute. Bitter das Ganze natürlich für Ecuador. Sollte jetzt Sicherheit geben für die deutsche Mannschaft.“ Gab es der deutschen Mannschaft aber kurzfristig nicht. Nur sieben Minuten später glich Nilson Angulo für Ecuador aus. Auch MagentaTV-Experte Patrick Ittrich bekräftigte die Meinung von Wagner: „Regeltechnisch ist das für mich ein klares Foul. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, da lege ich mich fest. Der Kopf ist auch nicht zu tief, der Fuß ist viel zu hoch – und er trifft ihn.“