Die Aufhebung der Sperre für Folarin Balogun hat die Fußballwelt erschüttert. Nun meldet sich die Fifa-Disziplinarkommission. Ihr Statement ist aufschlussreich. Der Vorgang hat die Welt des Fußballs bis ins Mark erschüttert: Als am späten Sonntagabend bekannt wurde, dass der Weltfußballverband Fifa die Sperre nach der Roten Karte gegen Folarin Balogun zur Bewährung aussetzt, waren Spieler, Trainer, Experten und Fans weltweit fassungslos. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit Fifa-Boss Gianni Infantino telefoniert und sich dafür eingesetzt, dass die Rotsperre des US-Stars überprüft werden solle. So kam es dann auch. Die Fifa-Disziplinarkommission verschonte Balogun. Trump nimmt Einfluss: Infantino muss zurücktreten – sofort Partie gegen Belgien: Trump droht vor US-Spiel Fall Balogun: Belgien lässt nicht locker – und droht mit weiteren Schritten Ein beispielloses Prozedere. Der Staatschef eines WM-Gastgeberlandes interveniert beim Chef des Weltfußballverbands, um eine eigentlich glasklare Entscheidung – nämlich die Sperre von einem Spiel für Balogun – zurückzunehmen. „Das stellt alles infrage“, sagte etwa Jürgen Klopp unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorgangs. „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel“, verwies der TV-Experte mit Blick auf Trump und Infantino. Am späten Montagabend bezog die Fifa-Disziplinarkommission Stellung zu der umstrittenen Entscheidung. In einer Mitteilung ihres Vorsitzenden verweist sie darauf, dass es sich nicht um eine Suspendierung der Roten Karte gegen den US-Spieler handele, sondern lediglich um die Aussetzung der eigentlich fälligen Sperre von einem Spiel zur Bewährung. So weit, so bekannt. „Unter Berücksichtigung aller Umstände“ Zudem wird in dem Statement angemerkt, dass es ähnliche Entscheidungen bereits in der WM-Qualifikation gegeben habe. Dies sei nach Artikel 27 des Fifa Disziplinar-Codes rechtlich zulässig. Zwar räumt die Fifa in der Mitteilung ein, dass ein Platzverweis automatisch eine Sperre von einem Spiel nach sich zieht, allerdings gebe es eben Ausnahmen nach besagtem Artikel 27, wenn besondere Umstände vorliegen. Dann folgt die Begründung des Fifa-Gremiums für den Schritt: „Die besagte Aussetzung dieses Automatismus wurde unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Vorfalls und der vorliegenden Beweise beschlossen.“ Welche besonderen Umstände im Falle Baloguns vorliegen sollen, teilte sie nicht mit. Interessant ist jedoch der folgende Satz: „Die Fifa-Disziplinarkommission hat das Recht, die Umsetzung von Disziplinarmaßnahmen auszusetzen, sofern diese nicht die Manipulation von Spielen betreffen – was hier natürlich nicht der Fall war.“ Balogun war seinem Gegenspieler im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit gestreckter Sohle auf den Knöchel gestiegen. Ein klares Foul – und eine berechtigte Rote Karte, die eigentlich eine Sperre nach sich zieht. Wie es auch die anderen elf mit Rot verwarnten Spieler bei dieser WM erlebten. Kritiker werfen dem Weltfußballverband daher vor, mit der Entscheidung unzulässig in den Wettbewerb eingegriffen zu haben. Insbesondere der belgische Verband sieht sich durch die überraschende Fifa-Entscheidung klar benachteiligt und legte bereits Einspruch ein – dieser wurde abgewiesen. Inzwischen fordern auch andere Fußballverbände die Revision bestimmter Entscheidungen während der WM, so etwa der französische und womöglich auch der englische Verband . Vorsitzender der Kommission aus den VAE Das Fifa-Statement liest sich – ungewöhnlich genug für Mitteilungen dieser Art – nicht wie sonst üblich als trockener Kommentar zu einer sportjuristischen Entscheidung, sondern wie eine Reaktion auf die internationale Berichterstattung und die empörten Reaktionen aus der Welt des Fußballs. So wird in der Mitteilung mehrfach das Recht der Fifa betont, Entscheidungen wie die besagte Ein-Spiel-Sperre zurücknehmen zu dürfen. Im letzten Absatz geht das Statment auf die laufende Debatte um den Vorgang ein. So sei eine solche Entscheidung „im modernen Fußball nichts Neues“. In allen Spitzenligen sei dies „eine gängige Disziplinarmaßnahme, doch hat dies noch nie Bedenken hinsichtlich der Überschreitung einer ‚roten Linie‘ hervorgerufen.“ Insgesamt, so heißt es am Ende, handelt es sich laut der Disziplinarkommission bei der Bewährungsstrafe für Balogun um eine „sehr ausgewogene Entscheidung“. Vorsitzender der Fifa-Disziplinarkommission ist derzeit Mohammad Al-Kamali (VAE), ein Fußballfunktionär aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. In dem Gremium sitzen außerdem Entscheidungsträger aus den Fußballnationen Tonga, Singapur, Tahiti oder Vietnam. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor bereits ein einem eigenen Statement versichert , er habe nichts mit der Baloguns Begnadigung zu tun. Die Gremien des Weltverbands handelten vollkommen unabhängig und träfen ihre Entscheidungen souverän. Daran hegen Kritiker der Fifa jedoch schon seit Jahren Zweifel.
Ungewöhnliches Statement: Fifa begründet Balogunä-Entscheidung
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Merino trifft spät für Spanien und besiegelt WM-Abschied von Ronaldo
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Lange steht es in der Partie zwischen Spanien und Portugal 0:0. Viele Fans richten sich schon auf die Verlängerung ein, als es plötzlich doch noch zur Entscheidung kommt. Spanien hat das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht und im Achtelfinale Portugal 1:0 (0:0) besiegt. Dabei glänzte die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente nicht gänzlich. Lediglich zu Spielbeginn und gegen Ende war das Team deutlich stärker und erspielte sich Chancen. Erst in der Nachspielzeit erlöste Mikel Merino (90.+1) die Spanier. Auf der anderen Seite war es das letzte WM-Spiel der Karriere von Cristiano Ronaldo . Der Superstar hatte bereits vor der Partie angekündigt: „Das wird meine letzte Weltmeisterschaft sein.“ So lief das Spiel Den besseren Start ins Spiel vor 70.649 Zuschauern in Dallas erwischten die Spanier, die in den Zweikämpfen etwas griffiger wirkten und gewohnt ballsicher auftraten. Bei einem herrlich vorgetragenen Angriff steckte der frühere Leipziger Dani Olmo den Ball zu Mikel Oyarzabal durch, doch der völlig frei vor dem Tor aufgetauchte spanische Stürmer schoss knapp am Pfosten vorbei (8.). Kurz darauf hatte Ronaldo seine erste Chance: Nach einem Übersteiger im Strafraum verschaffte er sich etwas Platz, sein Schuss war aber zu unplatziert und kein Problem für Simón (12.). Auch Portugals Keeper Diogo Costa konnte sich nach einer Viertelstunde auszeichnen – und das gleich doppelt: erst gegen Lamine Yamal und dann noch spektakulärer gegen Alex Baena. Fall Balogun: Belgien lässt nicht locker – und droht mit weiteren Schritten „Kokosnüsse ausgesaugt“: Nach hitziger Partie: Superstar Mbappé rassistisch beleidigt Bis auf die Chancenverwertung knüpften die Spanier zunächst an ihre starke Leistung vom 3:0-Sieg in der ersten K.-o.-Runde gegen Österreich an. Vor allem der auffällige Olmo suchte in zentraler Position immer wieder den schnellen Pass in die Tiefe. Nach einer halben Stunde tauchte der Mittelfeldspieler selbst gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, sein Kopfball war aber zu harmlos. Dann stand wieder Ronaldo im Fokus. Nachdem Simón zunächst gegen João Félix pariert hatte, lauerte Ronaldo auf den Abpraller. Mit einem langen Bein und dem Rücken zum Tor brachte er den Ball tatsächlich Richtung Gehäuse, doch Simón verhinderte mit einer spektakulären Flugeinlage erneut einen Treffer des Altstars. Beim Schuss von Nuno Mendes, der von Pedro Porro abgefälscht wurde, wäre aber auch er chancenlos gewesen (41.). Diesmal rettete die Latte für Spanien. Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie ab. Beide Teams konnten oder wollten das Risiko in der Offensive nicht erhöhen. Ronaldo, der beim bis dato letzten WM-Spiel gegen Spanien 2018 drei Tore erzielt hatte, tauchte auch immer mehr ab. Portugal musste die verletzungsbedingte Auswechslung von Linksverteidiger Nuno Mendes (56.) verkraften, der Spaniens Jungstar Yamal nur selten zur Entfaltung kommen ließ. Der Profi des FC Barcelona hatte mit einem Freistoß eine vielversprechende Chance, doch erneut war Costa auf dem Posten (73.). Auf der Gegenseite traf Bruno Fernandes nur das Außennetz (76.). Bei den Portugiesen sorgte der eingewechselte Rafael Leão auf der linken Angriffsseite für etwas Gefahr. Doch das Tor fiel dank des Ex-Dortmunders Merino auf der anderen Seite.
Fall Balogun: Weitere Länder wollen wohl gelbe und rote Karten anfechten
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Die Rücknahme der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun könnte weitere Konsequenzen haben: Weitere Fußballverbände wollen offenbar Platzverweise und Gelbe Karten bei der WM anfechten. Auf die Fifa droht nach der Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun eine Protestwelle zuzurollen. Nach Informationen englischer Medien plant etwa der englische Verband FA, seine Optionen für einen Einspruch gegen die Rote Karte für Jarell Quansah aus dem Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) zu prüfen. Ein Platzverweis zieht normalerweise automatisch eine Sperre von einem Spiel nach sich, Balogun wurde nach Intervention von US-Präsident Donald Trump von der Fifa „begnadigt“, seine Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt. Englands Teammanager Thomas Tuchel hatte nach dem Spiel darauf beharrt, dass der Platzverweis für Quansah, der bei Bundesligist Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, nicht gerechtfertigt gewesen sei. Wie im Fall von Balogun wurde auf dem Feld zunächst kein Foul gepfiffen, der Schiedsrichter, Alireza Faghani aus dem Iran, griff erst nach der Intervention durch den VAR zur Roten Karte. England spielte dadurch ab der 54. Minute in Unterzahl. WM 2026: Alle Informationen im Newsblog Ex-US-Fußballer: „Mir tut die US-Nationalmannschaft leid“ Mit Blick auf einen möglichen Einspruch gegen die Rote Karte sagte Tuchel: „Wo hört das jetzt auf? Legen wir Einspruch ein, wenn eine Gelbe Karte keine Gelbe Karte ist? (…) Die Entscheidung ist gefallen. Wer hebt diese Entscheidung auf, und wann, und auf welcher Grundlage?“ Auf die Frage, ob nicht Kapitän Harry Kane bei Donald Trump anrufen könne, um eine Aufhebung der Sperre zu erwirken, sagte Tuchel erkennbar belustigt: „Vielleicht. Das ist ein guter Anfang.“ Trump hatte sich nach dem Spiel als Fan von Kane zu erkennen gegeben und berichtet, er habe mit Englands Kapitän schon Golf gespielt. Der französische Verband FFF hat unterdessen bereits eine Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Der Münchner war am Samstag im WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) in der Nachspielzeit vom usbekischen Schiedsrichter Ilgis Tantaschew nach einer Auseinandersetzung mit Matías Galarza in der Nachspielzeit verwarnt worden. Videoaufnahmen zeigen jedoch, dass sich Galarza theatralisch zu Boden warf, ohne von Olise berührt worden zu sein. Sollte Olise im Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag in Foxborough erneut eine Gelbe Karte sehen, wäre er im Falle eines Halbfinaleinzugs gesperrt. Bradley Barcola und Manu Koné waren gegen Paraguay ebenfalls verwarnt worden. Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die Rote Karte gesehen. Am Sonntag hatte die Fifa die Sperre für den US-Stürmer auf Bewährung ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte persönlich bei Fifa-Boss Gianni Infantino angerufen, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten. Balogun ist somit einsatzberechtigt. Die Fifa-Berufungskommission argumentierte, dass Belgien am ursprünglichen Verfahren nicht beteiligt gewesen sei „und somit nicht befugt ist, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen“. Die Belgier bestätigten, dass sie über die Entscheidung informiert worden seien, aber: „Bis heute hat der RBFA weder eine Begründung für diese Entscheidung erhalten noch die Informationen, um die er seit Beginn dieses Verfahrens ersucht hat – namentlich eine Kopie der Entscheidung und der Begründung zur Spielberechtigung des Spielers sowie den Schiedsrichterbericht. Dies stellt einen Verstoß gegen die Fifa-Regularien dar.“ Trump hatte zuvor in Washington bestätigt, dass er Infantino telefonisch um eine Überprüfung der Roten Karte für Balogun gebeten hatte. „Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht denke, dass es ein Foul war“, sagte der Präsident. Trump sprach von einer „schrecklichen Entscheidung“ des Schiedsrichters. Er habe dem Chef des Weltfußballverbands aber nicht gesagt, was er tun solle. Der US-Präsident sagte zudem, ihm sei zunächst nicht bewusst gewesen, dass eine Rote Karte eine Sperre für das nächste Spiel bedeute. Diese Regel sei „sehr unfair“. Zugleich erklärte Trump: „Ich verstehe Sport wirklich gut.“ Belgien will sich weiter wehren Infantino erklärte seinerseits, er habe Trump in dem Gespräch auf die Unabhängigkeit des Fifa-Disziplinarkomitees hingewiesen. „Ich habe erklärt, dass ein laufendes rechtliches Verfahren unter Einbeziehung der unabhängigen Rechtsinstanzen der Fifa besteht und dass der Fall zu gegebener Zeit von den zuständigen Stellen entschieden wird“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme Infantinos. Der belgische Fußballverband legte Einspruch gegen die Aussetzung der Sperre ein und kritisierte, die Fifa habe „nicht die geringste Erklärung“ abgegeben. Belgiens Trainer Rudi Garcia hatte gesagt, er habe zunächst an einen Aprilscherz gedacht. Die Fifa erklärte den Antrag des belgischen Verbands am Montag für unzulässig. Der belgische Verband hat daraufhin weiteren Protest angekündigt. Sofern Balogun „auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aufgeführt sein sollte“, würde Belgien „die Spielberechtigung des Spielers anfechten“. Darüber habe der RBFA den US-Verband informiert. „Damit bleiben alle weiteren Schritte offen“, hieß es am Montag vonseiten der Belgier.
Sperrstunde: Zverev spielt Achtelfinale am Dienstag fertig
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Alexander Zverev spielt in seinem Achtelfinale souverän, er spielt aber auch gegen die Zeit. In Wimbledon gilt eine Sperrstunde, die er nicht umgehen kann. French-Open-Sieger Alexander Zverev muss mit einer glänzenden Ausgangsposition für seinen angestrebten erstmaligen Viertelfinaleinzug in Wimbledon nachsitzen. Das umkämpfte Achtelfinale des besten deutschen Tennisspielers gegen den Tschechen Jiri Lehecka wurde am späten Abend wegen der Sperrstunde beim Londoner Rasen-Grand-Slam-Turnier beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 abgebrochen. Das Duell wird damit am Dienstag fortgesetzt werden. Bis zum Abbruch zeigte Zverev eine souveräne und selbstbewusste Vorstellung. Im Gegensatz zu den anderen drei Grand-Slam-Turnieren wird in Wimbledon nicht bis in den frühen Morgen gespielt. Die Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MESZ) dient einerseits dem Lärmschutz der Anwohner. Andererseits sollen laut den Organisatoren die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kommen. Struff strebt Sensation an Am Dienstag bestreitet zudem der Sauerländer Jan-Lennard Struff das bisher größte Grand-Slam-Match seiner Karriere (14.00 Uhr/Prime Video). Der Warsteiner fordert im Viertelfinale den italienischen Weltranglisten-Ersten und Titelverteidiger Jannik Sinner heraus. Federer anfangs als einsamer Zuschauer in der Royal Box Weil die ersten beiden Matches lange dauerten, betrat Zverev erst um 20.41 Uhr Ortszeit den Centre Court für seine vierte Runde gegen den tschechischen Weltranglisten-14. Lehecka. Erst nach knapp vier Stunden hatte zuvor der britische Wildcard-Inhaber Arthur Fery sein Tennis-Märchen gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow fortgesetzt. So musste sich Zverev für einen erhofften Sieg noch am Abend beeilen. Die Royal Box war zu Beginn beinahe verwaist, die Schweizer Tennis-Ikone Roger Federer saß einsam in Reihe eins. Bei geschlossenem Hallendach nutzte Zverev konsequent die erste Gelegenheit, die sich beim Aufschlag des Tschechen bot. Der Tokio-Olympiasieger sicherte sich das Break zum 5:4 und nur wenige Ballwechsel später den ersten Satz. Im zweiten Durchgang lief es schon auf einen Tiebreak hinaus. Doch zum 6:5 nahm die deutsche Nummer eins seinem Kontrahenten wieder den Aufschlag ab, Zverev feierte dies mit einem lauten „Yes“. Als der Hamburger den zweiten Durchgang mit 7:5 verbucht hatte, waren 97 Minuten gespielt. Nur rund eine halbe Stunde blieb, um das Match vor 23.00 Uhr zu beenden. Das reichte nicht. In jedem der Durchgänge war Zverev bis zum Abbruch zwar Breakbälle bei eigenem Service konfrontiert gewesen, wehrte aber alle ab. Kommt es zum Duell mit dem Angstgegner? Dass Zverev bei seinem schwächsten Grand-Slam-Turnier bisher noch nie im Wimbledon-Viertelfinale stand, sei kein Thema im Team, hatte Bruder Mischa Zverev vor dem Spiel bei Prime gesagt. „Er weiß schon seit Jahren, dass er hier gutes Tennis spielen kann“, sagte der 38-Jährige. „Seit ein paar Jahren fühlt er sich besser auf Rasen, er spielt auch anders und er weiß, es ist nur eine Frage der Zeit. Deswegen bin ich entspannt, dieses Jahr wird es so weit.“ Es fehlt nicht mehr viel. Im Falle eines Sieges würde im Viertelfinale am Mittwoch Angstgegner Taylor Fritz auf Zverev warten. Der US-Profi, gegen den der Deutsche siebenmal in Serie verloren hat, gewann sein Achtelfinale 7:6 (7:1), 6:4, 6:4 gegen den Kasachen Alexander Bublik.
Hendriks schockt den VfB
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Ramon Hendriks (24) und seine Berater haben die Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart über eine Verlängerung fürs Erste abgebrochen. Das ist einem ‚Sky‘-Bericht zu entnehmen. Hintergrund sei, dass der (…)
90 Millionen plus: Bayers profitabler Talente-Plan
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Saibari-Erbe: PSV holt BVB-Flirt
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Wimbledon: Ferys Außenseiterstory verzückt Briten
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Der britische Tennisprofi Arthur Fery nimmt mit einer Wildcard an der diesjährigen Wimbledon-Auflage teil – und erfüllt sich einen Traum. Fünf Minuten von Wimbledon entfernt ist der britische Tennisprofi Arthur Fery aufgewachsen – nun lässt er als Wildcard-Teilnehmer mit dem Viertelfinaleinzug die Briten träumen. Der 23-Jährige rang den Bulgaren Grigor Dimitrow (35) in einem packenden Fünf-Satz-Match mit 7:5, 3:6, 4:6, 6:4, 7:6 (10:7) nieder und verzückte beim Rasenklassiker in London das Publikum auf dem Centre Court. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die Unterstützung war phänomenal“, sagte der einzige verbliebene Brite im Einzel, nachdem er mit Sprechchören gefeiert wurde. „Ich bin fünf Minuten von hier aufgewachsen“, sagte der Außenseiter. „Nun hier zu spielen, die Unterstützung zu fühlen und zu gewinnen, ist unglaublich. Es ist ein Traum.“ Im ersten Achtelfinale zwischen zwei Wildcard-Teilnehmern bei einem Grand-Slam-Turnier drehte Fery einen 1:2-Satzrückstand und feierte nach 3:55 Stunden seinen Erfolg. In der nächsten Runde muss er gegen den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli ran. Fery schrieb ein kleines Stück Tennis-Geschichte, weil er als erster britischer Wildcard-Profi im Viertelfinale eines der vier wichtigsten Tennis-Turniere steht. In der vergangenen Woche hatte Prinzessin Kate bei ihrem Wimbledon-Besuch Fery in einem seiner Matches zugeschaut. Emotionale Wimbledon-Rückkehr für Dimitrow Auch Dimitrow wurde mit Applaus verabschiedet. Der bulgarische Routinier hatte ebenfalls eine Wildcard erhalten, nahm also auch ohne die notwendige sportliche Qualifikation teil. Der frühere Top-Fünf-Spieler hatte im vergangenen Jahr mit 2:0-Sätzen gegen Sinner im Achtelfinale kurz vor einer Sensation gestanden, dann wegen einer Brustmuskelverletzung aber aufgeben müssen.
Wimbledon: Zverev will gegen Lehecka ins Viertelfinale | Liveticker
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In Wimbledon zeigt Alexander Zverev bislang starke Leistungen. Im Achtelfinale wartet aber eine schwierige Aufgabe. Zum ersten Mal in seiner Karriere tritt Alexander Zverev als Grand-Slam-Sieger bei einem ebensolchen Turnier an. Nach seinem Triumph bei den French Open Anfang Juni möchte der Deutsche in Wimbledon nun erstmals ins Viertelfinale einziehen. Auf dem Weg dahin bekommt er es mit dem Tschechen Jiri Lehecka aber mit einem schweren Gegner zu tun. ++ HIER AKTUALISIEREN ++ Alexander Zverev – Jiri Lehecka Vor dem Spiel – Dimitrov sichert sich auch Satz drei mit 6:4. Ihm fehlt also nur noch ein Satz zum Sieg. Vor dem Spiel – Dimitrov gewinnt den zweiten Satz mit 6:3. Es wird also noch mindestens zwei weitere Durchgänge geben. Vor dem Spiel – Der erste Satz ging mit 7:5 an Fery. Der zweite Satz geht in die Schlussphase. Vor dem Spiel – Das Spiel zwischen Paolini und Eala ist mittlerweile beendet. Paolini hat sich mit 6:4, 4:6 und 6:3 durchgesetzt. Als Nächstes sind nun Dimitrov und Fery an der Reihe. Vor dem Spiel – Der „heilige Rasen“ von Wimbledon war bislang nicht Zverevs Lieblingsgeläuf. Über das Achtelfinale schaffte er es bislang nie hinaus. In diesem Jahr präsentiert er sich jedoch auch auf Rasen stark verbessert. Doch reicht das für den erstmaligen Viertelfinaleinzug? Vor dem Spiel – Hallo und herzlich willkommen zum Liveticker des Wimbledon-Achtelfinals zwischen Alexander Zverev und Jiri Lehecka. Das Match ist als dritte Partie des Tages auf dem Centre Court angesetzt. Vorher spielen Jasmine Paolini gegen Alexandra Eala und Grigor Dimitrov gegen Arthur Fery um Tickets für das Viertelfinale.
Schalke zahlt Ablöse für Kevin Müller – Heidenheim-Poker erfolgreich
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Dieser Artikel wurde um 20:05 Uhr nachträglich um den vierten Absatz ergänzt.
Der 1. FC Heidenheim wird den Wunsch von Kevin Müller, bei Schalke 04 zu bleiben, nun doch…