Wintersport: Ski-Star Manuel Feller macht privates Familien-Geständnis

Als Skirennläufer ist Manuel Feller oft wochenlang von seinen Liebsten getrennt. Um dem Schmerz zu entgehen, entschied er sich zwischendurch für einen drastischen Schritt. Der österreichische Skirennläufer Manuel Feller hat Einblicke in sein Familienleben gegeben. Im Podcast „Papa Mia!?“ sprach er über seine zwei Kindergartenkinder, von denen er als Sportler wiederholt für Wochen getrennt ist. „Es ist nicht einfach“, sagte Feller und fügte an: „Die langen Reisen sind extrem, das tut richtig weh.“ Schwer falle es ihm, wenn seine Kinder am Telefon weinen, weil sie ihren Papa vermissen. Feller zog sich deshalb zwischenzeitlich zurück: „Ich habe mich teilweise sogar distanziert, um dem Schmerz zu entgehen, habe nicht mehr daheim angerufen“, offenbarte der 33-Jährige. Langfristig hatte dies Folgen: „Natürlich verlierst du so mit der Zeit den Bezug zu den Kindern und deiner Frau.“ Mehr als Bayern und der BVB : Ein Bundesligist gab 157 Millionen Euro aus Emotionaler Abschied: Ski-Ass trauert um „kleinen Bruder“ Um weitere Bilder sehen zu können, klicken Sie auf den rechten Pfeil. Feller, der auf eigenen Wunsch in einem Internat aufwuchs, sah darin Parallelen zu seiner Kindheit. Die Trennung von seinen Eltern habe ihn stark belastet: „Als ich zehn Jahre alt war und mit meinen Eltern telefoniert habe, habe ich jeden Tag geweint“, sagte er. Auch deshalb könne er den Schmerz seiner eigenen Kinder so intensiv nachempfinden. „Es sind zwei Welten“ Derzeit bereitet sich der Tiroler auf den kommenden Weltcup-Winter vor. Zeitgleich versuche er, mehr Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. „Ich nehme sie mit zum Fischen, wir spielen Fußball“, sagte Feller. „Aber es sind schon zwei Welten: Daheim bin ich der Papa. Setze ich mich ins Auto, bin ich der Skifahrer.“ Feller gewann in seiner Karriere den Slalom-Weltcup in der Saison 2023/24, feierte mehrere einzelne Weltcupsiege und holte bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang die Silbermedaille im Teamwettbewerb. In Cortina d’Ampezzo gelang ihm ein weiterer Erfolg: In der Teamkombination sicherte er sich erneut Silber.