FIFA-Präsident Gianni Infantion gerät immer mehr unter Druck. Nach unter anderem Frankreich und Italien versagt ihm nun der nächste Fußball-Verband die Unterstützung. In Europa hat sich ein weiterer Fußball-Verband gegen den stark unter Druck geratenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino gestellt. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) gab nach einer Sitzung seines Aufsichtsrats bekannt, eine erneute Kandidatur von Infantino als Chef des Weltfußballverbands nicht zu unterstützen. „Die Vorwürfe wurden bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet“, heißt es in einer Stellungnahme des ÖFB. Infantino steckt in der größten Krise seiner mehr als zehnjährigen Amtszeit. Auslöser sind seine öffentlich gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne, WM-Rechte für eine Milliardensumme an private Investoren aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Der 56 Jahre alte Schweizer will sich im kommenden Jahr zwar zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen. Einen erneuten Wahlsieg will aber vor allem die Europäische Fußball-Union UEFA verhindern. Landesverbände wie die Franzosen, Italiener oder Niederländer haben sich bereits gegen Infantino gestellt. Der ÖFB stehe „vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der UEFA“, schreiben nun auch die Österreicher.